Training, spezifisches

30. März 2018 T 0
Training, spezifisches (training, specific), Training in der und für die Spezialsportart (genauer: sportartspezifisches Training), für den Schwimmer im Nachwuchsbereich das Schwimmtraining (alle Schwimmarten, da noch nicht spezialisiert), mit zunehmender Spezialisierung ab Anschlusstraining das Training in der Hauptschwimmart. Eine Erweiterung des Begriffs erfolgt durch die Einbeziehung der spezifisch beanspruchten Funktionssysteme, vor allem der Muskulatur. Unter diesem ...

Spezialisierung, sportliche

20. Juli 2017 S 0
Spezialisierung, sportliche (athletic specialisation), Ausrichtung des Trainings auf eine Disziplin zum Erreichen sportlicher Höchstleistungen, das durch „morphofunktionelle Spezialisierung des Organismus“ (Verchoshanskij, 1985) charakterisiert ist. Sportliche Spezialisierung steht in engem Zusammenhang mit der Individualisierung ohne dem Prinzip der Einheit von allgemeiner und spezieller Ausbildung zu widersprechen. Vielseitigkeit und Spezialisierung sind zwei Seiten einer Medaille (Joch, 1995). ...

Spezialisierung, rechtzeitige

20. Juli 2017 S 0
Spezialisierung, rechtzeitige (spezialization, in time), trainingsmethodisches Prinzip (→Prinzip der rechtzeitigen und zunehmenden Spezialisierung), das auf breiter Leistungsgrundlage fußend, rechtzeitig und zunehmend ein spezielles Training anstrebt. So ist es im Schwimmen erforderlich, wegen der vielfältigen spezifischen Anforderungen (vier Schwimmarten mit Start/Wende, Streckenlängen von 50m bis 1500m, Einzel- und Staffelwettkämpfe), bereits im Grundlagentraining (7-10 Jahre) mit einer ...

Spezialisierung, frühzeitige

20. Juli 2017 S 0
Spezialisierung, frühzeitige (specialization, early), Vorzeitige Ausrichtung einer Ausbildung auf die spezifischen Anforderungen von Wissenschaft und Praxis, oft mit Verlust an Grundlagen und Einschränkung beruflicher Mobilität verbunden, Beispiel Bachelor-Ausbildung  „Im Extremfall wissen immer mehr von immer weniger, bis alle alles von nichts wissen“ (aus Robert W. „Der Planet der Verarschten“, BoD-Norderstedt, 2015)  Im Sport wird unter ...

Spermarche

20. Juli 2017 S 0
Spermarche (spermarche), griech. spérma „Same“und archḗ „Anfang“; Zeitpunkt des ersten Samenergusses zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr bei Jungen (Mittelwert bei 13,8 Jahre). Die einzelnen sexuellen Reifungszeichen werden einheitlich nach Tanner (1962) eingeschätzt. Im Hinblick auf gegenwärtig geführte Diskussionen um eine immer früher einsetzende Reifeentwicklung bei Mädchen und Jungen zeigen die Ergebnisse der KIGGS-Studie (www.kiggs.de) ...

Sampling

18. Juli 2017 S 0
Sampling (sample), Stichprobe, Auswahl, in der angloamerikanischen Sportwissenschaft wird darunter die Ausübung mehrerer Sportarten verstanden, aus denen Kinder später frei und selbstständig auswählen können (→deliberate play). Als Gegensatz zur frühzeitigen Entscheidung für eine Sportart (→deliberate practice).

Retardation

05. Juli 2017 R 0
Retardation,-dierung (retardation), lat. retardare „verzögern“; in der Medizin die Verzögerung des körperlichen und/oder geistigen Wachstums, im Gegensatz zur Akzeleration. Retardation wie Akzeleration beeinflussen die sportliche Leistungsfähigkeit. Retardierte Kinder sind bei der Leistungsauswahl oft benachteiligt, deshalb sollte das biologische Alter berücksichtigt werden. Da Ausdauer und Kraft hochgradig mit dem biologischen Alter korrelieren (aber nicht koordinative Fähigkeiten! ...

Relativer Alterseffekt (RAE)

05. Juli 2017 R 0
Relativer Alterseffekt (RAE) (relative age effect), Phänomen, dass die früher Geborenen häufiger unter den Leistungsträgern einer Sportart zu finden sind als relativ Jüngere, was zusätzlich durch auf Leistungsauswahl beruhende Fördermaßnahmen bestärkt wird. Die relativ Jüngeren haben somit geringere Chancen, in Auswahlmannschaften, Leistungsgruppen oder Klassen der Sportschulen zu kommen, wobei die Begabung für eine Sportart kaum ...