Beanspruchungsgrad

21. März 2017 B 0

Beanspruchungsgrad (demand,level of),Stärke der Inanspruchnahme individueller Leistungsvoraussetzungen“ (Berger & Minow in Schnabel et al. 2008, S. 225) als wesentliche Voraussetzung für die Belastungs-/Beanspruchungsregulation (→Trainingssteuerung). Objektiv kann der Beanspruchungsgrad über physiologische Parameter (→Herzfrequenz, →Laktatkonzentration,CK-Wert usw.) ermittelt werden, Zur Bestimmung der psychischen Beanspruchung werden im Leistungssport „Eigenzustandsskalen“ (Kleinert, 2002) eingesetzt (→Borg-Skala). In der täglichen Trainingspraxis hat sich die Nachfrage am Ende einer Trainingseinheit bewährt, wie der Sportler verschiedene Belastungsanforderungen subjektiv verkraftet (→Rückkopplung). Im Schwimmen haben wir versucht, mit der Bildung von Belastungszonen einen Rahmen (→Belastungsnormative) für den Beanspruchungsgrad zu definieren.

Ein unter Führung der Uni des Saarlandes erarbeitetes Manual beschreibt das Akutmaß Erholung und Beanspruchung (AEB) sowie die Kurzskala Erholung und Beanspruchung (KEB), welche in einem gestuften Entwicklungsprozess vom AEB abgeleitet wurde (Kellmann et al. 2016).

Untersuchungen bei amerikanischen Schwimmern zeigten, dass sich Erholung über einige Tage positiv auf die wahrgenommene Beanspruchung auswirkte. Deshalb sind individuelle Erholungsstrategien ein wichtiger Bestandteil der individuellen Trainingsplanung (ITP) (Zier et al. 2010). →Leistungsdiagnostik,Belastungskomponenten

 


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