Kinetische Kette

24. Juli 2020 K 0
Kinetische Kette (kinetic chain ), aus der Getriebetechnik übernommener Begriff, der nur den strukturellen Zusammenhang der Glieder zeigt und keinerlei Hinweise auf die Gliederfunktion gibt. Auch der menschliche Körper besteht aus zahlreichen Gelenken, die verschiedene Gliedmaßen miteinander verbinden, z.B. Ober- und Unterschenkel durch das Kniegelenk. Dabei wird zwischen offener kinematischer Kette (open kinetic chain) und ...

Lokomotorik

18. März 2020 L 0
Lokomotorik (loco-motor-system), lat.locus ,Ort, Stelle‘ ,motor, ,Beweger‘= fortbewegen); Teilbereich der Motorik, der sich mit der Art der Fortbewegung beschäftigt (z.B. Kriechen, Gehen, Laufen). Das lokomotorische System in der Hirnrinde dient der Bewegung der Organismen im Raum und unterliegt altersbedingten Degenerationen (Gehstörungen, Sturzgefahr).

Lernphase, motorische

13. März 2020 L 0
Lernphase, motorische (motor learning phase), charakteristischer Abschnitt im Lernprozess, der durch eine bestimmte Qualität des Wissens und Könnens mit fließenden Übergängen charakterisiert ist. Die verschiedenen Modelle in Pädagogik und Psychologie gehen vom natürlichen Lernprozess aus, in dem offene und geschlossene Phasen bzw. weitere und engere Fragestellungen miteinander wechseln. Roth (1970) klassifiziert z.B. sechs Stufen: Stufe ...

Lernen, differenzielles

11. März 2020 L 0
Lernen, differenzielles (DL) (differential learning), (lat. differentia „Verschiedenheit, Unterschied); Bewegungslernen kann als gezielte und extern unterstützte Ausbildung zentralnervöser Bewegungsprogramme oder auch als Selbstorganisationsprozess verstanden werden. Das differenzielle Lernen ist ein aus der Systemdynamik (Kugler, Kelso & Turvey, 1982) und Synergetik (Haken, 1964) abgeleiteter Lernansatz, wonach es gelingt, durch konstruktiven Einfluss von Schwankungen auf die Entwicklung ...

Körperwahrnehmung

14. Januar 2020 K 0
Körperwahrnehmung (body perception), bewusstes Erleben körperlich-seelisch-geistiger Zusammenhänge („Körpersinn“), das uns über Masseverteilung, Schwerpunkt und Balance, die Wirkung bestimmter Kräfte informiert. Grundlage ist das Vermögen, den eigenen Körper (vorwiegend visuell) abzumessen, besser „erleben“ zu können (→Körperschema). Der Körpersinn ist kein eigenes Organ, sondern stützt sich auf die fünf klassischen Sinne Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten ...

Körperschema

14. Januar 2020 K 0
Körperschema (body image; body schema), „ein zentralnervöser Prozess, der genetisches Wissen und erworbene Erfahrungen über räumliche Abmessungen und Oberflächenstrukturen des eigenen Körpers, über Bewegungsamplituden der Gelenke, über Gewebskonsistenzen und Gewebselastizitäten unterschiedlicher Körperabschnitte und über Differenzen der sensorischen Möglichkeiten verschiedener Körperregionen zur Erstellung eines strukturell-funktionellen Abbildes des eigenen Körpers auswertet“ (Wiemann, 2001, S.5) oder einfacher „räumliche ...

Körperachse

02. Januar 2020 K 0
Körperachse (body axis), gedachte Hilfslinie durch den menschlichen Körper. Am Beispiel eines Schwimmers: durch dessen Körperschwerpunkt (KSP) gedachte Längs- (a), Breiten– (b) oder Tiefenachse (c). Dazu zählt man folgende Hauptebenen der Schwimmbewegung: parallel zur Wasseroberfläche die Horizontalebene (A), quer dazu die Frontalebene (B) und vertikal die →Sagittalebene (C). Im Schwimmen kommt der Rücken– und Bauchmuskulatur ...

Koordination

10. Dezember 2019 K 0
Koordination (coordination), lat. ordinare „in Reih und Glied stellen, regeln, ordnen“; Begriff mit zahlreichen Anwendungsfeldern, allgemein wird unter Koordination „das Aufeinanderabstimmen, die gegenseitige Zuordnung verschiedener menschlicher, sozialer, wirtschaftlicher oder technischer Vorgänge“ verstanden (Wikipedia). → Fähigkeiten, koordinative, →Lateralität In der Sportwissenschaft versteht man unter Koordination das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes“ (Hollmann & ...

Kombinationsfähigkeit, motorische

29. November 2019 K 0
Kombinationsfähigkeit, motorische (combinatory ability, motor), lat. combinatio „Verbindung unterschiedlicher Dinge“; koordinative Fähigkeit, bereits bestehende Bewegungshandlungen (Technikelemente) zu einer einheitlichen Handlung (→Gesamtbewegung) zu verbinden. „Wer nicht kombiniert und variiert, der stagniert“ (HOTZ 1991). →Technikübungen, →Umstellungsfähigkeit „Teilhandlungen (Bewegungsoperationen) laufen zumeist nacheinander, in bestimmten Fällen auch gleichzeitig ab (Bewegungskombination). Die motorische Kombinationsfähigkeit hängt im starken Maße von der ...