Rhythmisierungsfähigkeit

07. Juli 2017 R 0
Rhythmisierungsfähigkeit/Rhythmusfähigkeit (rhythmic ability), Komponente der motorischen Fähigkeit zur motorischen Umsetzung eines von außen oder von innen (in der eigenen Vorstellung befindlichen) vorgegebenen Rhythmus. Im Schwimmen erlangt besonders ein inneres Leitbild als Bewegungsvorstellung im Sinne eines zweckmäßigen zeitlich-dynamischen Verlaufs Bedeutung, das sich in einem bestimmten Frequenz-Vortriebsverhalten äußert. So muss der Anfänger lernen Bein– und Armbewegung miteinander ...

Reihe, methodische

03. Juli 2017 R 0
 Reihe, methodische (sequence, methodical), Übungsanordnung nach Schwierigkeitsgrad, um schrittweise zum Ziel (z.B. Technik des Kraulschwimmens) zu gelangen. Der Aufbau erfolgt nach den folgenden Prinzipien: vom Bekannten zum Unbekannten vom Einfachen zum Komplexen vom Leichten zum Schwierigen vom Sicheren zum Risikoreichen Die klassische Reihenfolge beim Erlernen der Schwimmtechniken ist: Beinbewegung – Armbewegung (ohne Beachtung der Atmung) ...

Regulationssystem, kognitives

03. Juli 2017 R 0
Regulationssystem, kognitives (cognitive control), Teilsystem der Regulationsstruktur von Handlungen, gekennzeichnet durch „geplantes, willentliches Verhalten auf der Grundlage eines explizit bewussten Wissens- und Regelbestandes (→Willenshandlung). Der Funktionsschwerpunkt des Regulationssystems liegt auf der präventiven, längerfristigen Anpassung an komplexe, variable, neuartige und vor allem auch zukünftige Begebenheiten“. Das kognitive Regulationssystem ermöglicht auch, Handlungen unter ungewissen Bedingungen sinnvoll zu ...

Regelkreis

03. Juli 2017 R 0
Regelkreis (control loop; feedback control system), geschlossenes Rückkoppelungssystem, das gegenüber äußeren oder inneren Einwirkungen relativ stabil bleibt. Eine Reihe biologischer Systeme funktioniert als Regelkreis, wie z.B. die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, des Pulses, des Blutdruckes usw., aber auch motorische Lernprozesse lassen sich als Regelkreis simulieren. Verschiedene Prozesse im Leistungssport lassen sich gut mit Hilfe von Regelkreisen ...

Propriozeption

29. Juni 2017 P 0
Propriozeption (proprioception), „Erfühlen der Körperposition im Raum (→Körperhaltung)“ durch Propriorezeptoren als eine wesentliche Voraussetzung im Bewegungslernen und des Wassergefühls (auch Tiefensensibilität), →Kinästhesie, →Orientierungsfähigkeit   Mehr zum Thema: https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/fuehlen-koerper/der-sechste-sinn

Pronation

29. Juni 2017 P 0
Pronation (pronation), lat. pronare – verbeugen, bücken; Drehung von Hand oder Fuß bei gleichzeitigem Heben des äußeren und Senkung des inneren Handballens bzw. Fußrandes. Gegenteil: Supination (Gedächtnisstütze für Hand: bei Pronation liegt die Hand wie beim Brotschneiden“). →Pronator Das Verhindern von zu starker Pronation und zu starkem Fersenaufprall beim Laufen in Joggingschuhen ist ein Anliegen ...

Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung

29. Juni 2017 P 0
Prinzip der Einheit von Wahrnehmung und Bewegung (principle of the unit of perception and movement), Bei jeder Bewegung wird wahrgenommen und zugleich gibt es keine Wahrnehmung ohne Bewegung. Bei sportlichen →Bewegungshandlungen wird die automatisierte →Handlung (→Automatisierung) als unbewusstes Geschehen („es geht wie von allein“) erlebt, d.h. „→Wahrnehmungs- und Bewegungsprozesse, Körper-Ich und Umfeld (einschließlich Sportgerät) fließen ...

Prinzip der Beidseitigkeit

29. Juni 2017 P 0
Prinzip der Beidseitigkeit (principle of ambidexterity), Trainingsprinzip, wonach bei Bewegungshandlungen oder Bewegungsaktionen linken wie rechten Extremitäten die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Wenn diese Befähigung zur beidseitigen Ausführung besonders in den Sportspielen eine Rolle spielt, so sollten auch im Schwimmen Armzüge und Beinschläge beider Seiten von annähernd gleicher Qualität sein. So können an der FES-Armzugbank Kraft ...

Phasenverschiebung

28. Juni 2017 P 0
Phasenverschiebung (reflection phase change), in der Physik gegeneinander verschobene Sinusschwingungen. Bei einer Vielzahl sportlicher Bewegungen „Differenz in Form einer zeitlichen Verschiebung der Teilbewegungen, die vom Rumpf aus nach den Endgliedern verläuft.“ (Meinel & Schnabel, 2004, S.120). Typisches Beispiel sind die Beinschlagbewegungen im Schwimmen. →Kette, kinematische

Phaseneinteilung (im Schwimmen)

28. Juni 2017 P 0
Phaseneinteilung der Schwimmbewegung (phase structuring in swimming), Ehemals (DSSV der DDR) gebräuchliche, aus kinematografischen Untersuchungen abgeleitete biomechanische Betrachtungsweise der Schwimmbewegung, die auf dem Vergleich der relativen horizontalen Extremitätengeschwindigkeit zur Schwimmgeschwindigkeit beruht. Ein Bewegungszyklus = einleitende Phase (ePh) + Hauptphase (Hph) + überleitende Phase (üPh) + vorbereitende Phase (vPh). Lediglich in der Hauptphase ist die relative ...