Östrogene

25. Februar 2021 O 0
Östrogene/Estrogene (estrogens), lat. oestrus „Stachel“, „Leidenschaft“; Follikelhormone, zur Gruppe der Steroidhormone gehörend, die bei der Frau die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen und die Uterusschleimhaut wieder aufbauen (→Follikelphase). Östrogen kann einen signifikanten Einfluss auf die Stabilität der Muskelmembran und möglicherweise auf die Verminderung von trainingsinduzierten Muskelschäden haben (Tidus 2003).  Leistungssportliche Belastungen können den normalen Zyklusablauf stören. Besonders ...

Noradrenalin

25. Januar 2021 N 0
Noradrenalin (noradrenaline), Hormon aus der Gruppe der Katecholamine, dessen Synthese sowohl in den Vesikeln der Nervenendigungen von Neuronen, die Noradrenalin als Neurotransmitter freisetzen, als auch im Nebennierenmark erfolgt. Zusammen mit Adrenalin zählt es zu den Stresshormonen. Noradrenalin verengt die Blutgefäße und steigert damit den Blutdruck. Als Neurotransmitter steuert es über das Zentralnervensystem Aufmerksamkeit oder Wachsamkeit. ...

Neurotransmitter

23. Januar 2021 N 0
Neurotransmitter (neurotransmitter), griech. neuron „Sehne, Nerv“ und lat. transmittere „übertragen“; biochemische Substanz, die in der Synapse eines Neurons freigesetzt wird, um ein anderes Neuron oder eine Muskelfaser zu aktivieren. →Transmitter Studien, die den Einfluss körperlicher Belastung auf die Gehirnkonzentrationen von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin untersucht haben, zeigen Veränderungen in Synthese und Abbau der Monoamine (organisch-chemische ...

Natrium (Na)

01. Januar 2021 N 0
Natrium (Na) (sodium), arab. Natrun; Mineralstoff, wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers, der zusammen mit Kalium und Chlor bedeutsam für die Erregungsbildung der Nervenzellen (→Erregungsübertragung) und Muskelfasern (→Aktionspotential) sowie für den Wasser-Salz-Haushalt ist. →Gleitfilamenttheorie Mit der Nahrung (Kochsalz, gesalzene Lebensmittel, Mineralwasser) wird zumeist mehr Natrium aufgenommen als der Körper benötigt, somit ist ein Natriummangel äußerst selten ...

Narkotika

24. Dezember 2020 N 0
Narkotika (narkotics), griech. narkotikos „betäubend“; Betäubungsmittel, die im Sport unerlaubt wegen ihrer euphorisierenden (das Wohlbefinden steigernden) Wirkung genutzt werden und deshalb seit 1967 verboten sind. Der Opioidkonsum ist unter Sportlern weit verbreitet, besonders in Kontaktsportarten (z.B. National Football League bei 52 %). In den USA wurde eine enge Beziehung zwischen dem Konsum während der Spielerkarriere ...

Nandrolon

24. Dezember 2020 N 0
Nandrolon (nandrolon), Synthetischer Wirkstoff aus der Gruppe der Anabolika, anabolen Steroide, dessen exakter Nachweis noch recht umstritten ist, da der Wert nach hohen Trainingsbelastungen ansteigt und Urinkonzentration (z.B. Flüssigkeitsentzug bei „Gewicht machen“), hormonbehandelte Nahrungsmittel sowie Eigenproduktion durch Muskelwachstumsreiz, selbst Höhentraining den Wert beeinflussen. Auf dem Markt sind vor allem oral anwendbare Substanzen als Vorhormone (→Prohormone) ...

Myostatin

01. Dezember 2020 M 0
Myostatin (myostatin), Kunstwort aus „Muskel“ und „Stehen, Stillstand“; Eiweiß (→Protein), das als negativer Regulator des Muskelwachstums erstmals 1997 beschrieben wurde. Muskelschwund führt zu verstärkter Bildung von Myostatin. Dessen Deaktivierung erhöht folglich die Muskelmasse. Aus internationalen Publikationen ist bekannt, dass ab dem 40. Lebensjahr das Protein Myostatin ansteigt und damit ein Muskelschwund (Sakopenie) von 1 %/Jahr ...

Muskelkrampf

18. November 2020 M 0
Muskelkrampf (muscular spasm; in der Arbeits- und Sportmedizin „exercise-associated muscle cramps“ – EAMC), Funktionsstörung des Muskels als unwillkürliche, schmerzhafte Kontraktion. Im Sport zumeist in folge von Überlastung verbunden mit Unregelmäßigkeiten des Substratstoffwechsels („Stoffwechseltheorie“), der Flüssigkeitsbalance („Dehydratationstheorie“),  des Serumelektrolytspiegels („Elektrolyttheorie“) oder durch extreme heiße oder kalte Umweltbedingungen („Umwelttheorie“) (Schwellnus et al. 1997). Die Ursachen werden kontrovers ...

Muskelglykogen

10. November 2020 M 0
Muskelglykogen (muscle glycogen), der im Skelettmuskel (und nicht im Blut oder der Leber) gespeicherte Anteil an Glykogen von etwa 1,5g pro 100g Feuchtmuskel. Durch Superkompensation ist eine Erhöhung auf 4 g / 100 g möglich. Glykogen ist nicht gleichmäßig in den Skelettmuskelfasern verteilt, sondern eher in verschiedenen Pools lokalisiert. Diese Verteilung variiert je nach Trainingsintensität, Faserphänotyp, Trainingszustand und Immobilisierung ...

Mitochondrium

03. August 2020 M 0
Mitochondrium (mitochondrion), Bestandteil der Zelle, in deren Doppelmembran die Enzyme des Citratzyklus und der Atmungskette Adenosintriphosphat (ATP) produzieren, der deshalb auch „Kraftwerk der Zellen“ genannt wird. Ohne die 1890 erstmals beschriebenen Mitochondrien könnte der Mensch nicht existieren. Er braucht das ATP, um zu atmen, zu sprechen, sich zu bewegen, zu denken sowie für den Transport ...