Parietallappen

06. März 2021 P 0
Parietallappen (perietal lobe), Abschnitt des Großhirns, mit somatosensorischen Funktionen und Beteiligung an räumlicher Aufmerksamkeit und Denken sowie visuelle Steuerung von Bewegungen. „Im Parietallappen residiert einerseits die Somatosensorik: Was der Körper fühlt, wo sich eigene Gliedmaßen befinden und in welcher Stellung, dies ist Aufgabe der Propriozeption und des primären somatosensorischen Cortex. Der posteriore Parietallappen setzt diese ...

Orientierungsfähigkeit

24. Februar 2021 O 0
Orientierungsfähigkeit (orientational ability), Komponente der koordinativen Fähigkeiten zur „Bestimmung und zieladäquaten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers in Raum und Zeit bezogen auf ein Aktionsfeld (z.B. Schwimmbahn, Wende) oder ein sich bewegendes Objekt (z.B. Gegner)“ (Meinel & Schnabel 2004). →Propriorezeptoren Da sich der Schwimmer in einem ungewohnten Medium befindet spielt die Orientierungsfähigkeit im Bereich ...

Muskelspindel

24. November 2020 M 0
Muskelspindel (neuromuscular spindle), spezifische Muskelfaser, die als Propriozeptor der Skelettmuskulatur auf Längenveränderung (→Dehnung) und damit auch über den Spannungszustand (→Muskeltonus) informiert. →Sensomotorik, →Kinästhesie Muskelspindeln sind ein wesentlicher Teil des komplexen Steuer- und Regelsystems sportlicher Bewegungen. Sie erfüllen gleichzeitig mehrere Aufgaben und Funktionen zur Koordination von grob– und feinmotorischen Bewegungen, zur Herstellung und Aufrechterhaltung statischer Stellungen ...

Leistungsvoraussetzungen, innere

10. März 2020 L 0
Leistungsvoraussetzung, innere, endogene, personale (performance preconditions, personal), Schnabel (2003) unterscheidet zwischen einer unmittelbar handlungsbezogenen Ebene und einer Basisebene der physischen und psychischen Grundvoraussetzungen und – prozesse (s. Abb.). Die elementaren Funktionen der einzelnen Funktionssysteme sowie die psychischen Grundfunktionen- und prozesse sind mit den handlungsbezogenen Leistungsvoraussetzungen wechselseitig verknüpft. Die Bündelung einzelner Leistungsvoraussetzungen (→Konstitution, →Kondition usw.) werden ...

Kopplungsfähigkeit

02. Januar 2020 K 0
Kopplungsfähigkeit (coupling ability), Komponente der koordinativen Fähigkeit „zur räumlich, zeitlich und dynamisch abgestimmten Organisation der Einzelbewegungen untereinander“ (Meinel & Schnabel, 2004). Sie ist im Schwimmen eine wesentliche Voraussetzung zur optimalen Koordination von Einzelbewegungen (Arm– und Beinbewegungen) mit der Atmung und zur Gestaltung der Übergänge bei Start und Wende im Schwimmen. →Bewegungskoppelung Beispiele im Schwimmen: als ...

Koordinationstraining, intramuskuläres

13. Dezember 2019 K 0
Koordinationstraining, intramuskuläres (IK-Training) (intramuscular coordination training), Maximalkrafttraining, bei dem gleichzeitig eine höchstmögliche Anzahl von Muskelfasern aktiviert wird. Diese Trainingsform beruht auf der Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, sich mit typischer Rekrutierungsfolge an erhöhten Kraftbedarf anzupassen und entsprechend mehr Muskelfasern in der Folge zuzuschalten (→Muskelfaserschaltung): langsame ST-Fasern→schwächere FTO-Fasern→starke FTG-Fasern →HENNEMANNsches Prinzip). Dazu sind explosive maximale konzentrische Krafteinsätze bei ...

Koordinationstraining

13. Dezember 2019 K 0
Koordinationstraining (coordination training), Training zur Verbesserung allgemeiner, technikübergreifender koordinativer Leistungsvoraussetzungen, zur Erweiterung allgemeiner Bewegungserfahrungen und der Ausprägung eines spezifischen Bewegungsgefühls (→Bewegungsempfinden). Techniktraining ist auch Koordinationstraining, ist jedoch stärker fertigkeitsorientiert (Hirtz in Schnabel et al. 2008, S.301). Den Streit, ob man nun von „koordinationsorientierten Techniktraining“ oder „technikorientierten Koordinationstraining“ sprechen sollte, überlassen wir den Wissenschaftlern. Wichtiger ist, ...

Koordinationsschnelligkeit

13. Dezember 2019 K 0
Koordinationsschnelligkeit (coordination speed), Bestandteil der elementaren Schnelligkeit, basierend auf der Schnelligkeit im Dehnungs- Verkürzungszyklus (Übergang von der exzentrischen zur konzentrischen Kontraktion) und damit bei zyklischen Bewegungen als Frequenzschnelligkeit, bei azyklischen Bewegungen mit äußerst kurzer Bewegungszeit (Kampfsportarten, Wasserspringen, Eiskunstlauf usw.) als Aktionsschnelligkeit (Weineck, 2002). Im Skiläuferverband (DSV) versteht man unter Schnellkoordination „unter Zeitdruck koordinativ schwierige Aufgaben ...

Koordinationsindex

12. Dezember 2019 K 0
Koordinationsindex (IdC) (coordination index), von Cholett et al. (2000) entwickelter Index zur Quantifizierung der Armkoordination im Kraulschwimmen, um Lücken (negative IdC) und Überlappungen (positive IdC) im Armantrieb zu messen. Der IdC steigt mit dem Leistungsniveau an und steht damit in Beziehung zur Schwimmgeschwindigkeit. Einen maßgeblichen Anteil hat dabei die Überlappung der Vortriebsphasen („Superposition“). Die IdC ...

Koordination, zeitliche

12. Dezember 2019 K 0
Koordination, zeitliche (temporal coordination), Abstimmung des neuromuskulären Systems bei komplexen Bewegungshandlungen unter zeitlichem Aspekt. →Timing, →Koordinationsschnelligkeit, →Koordination, →Raumorientierung, →Raumsinn Beispiele: Mit einer neuen sensorbasierten Messmethode erfassten Köhler et al. (2016) die Bewegungen von Hüft- und Schulterachse in Amplitude, Dynamik und zeitlicher Koordination beim Kraulschwimmen. Sie stellten fest, dass die Phasenverschiebung mit der Schwimmgeschwindigkeit zunahm. Während ...