Leistungsbereitschaft

13. Juni 2017 L 0
Leistungsbereitschaft (performance readiness), „Grundhaltung gegenüber leistungsbezogenen Anforderungen als wesentliche (innere) Leistungsvoraussetzung“ (Schnabel, 2003). Die Leistungsbereitschaft beruht als komplexe Verhaltensdisposition (→Verhalten) auf der Gerichtetheit des Sportlers, d.h. seiner Einstellung, dem Anspruchsniveau und ist stark von den äußeren Leistungsvoraussetzungen geprägt (Würdigung der Leistung = Belohnung, Vorbildrolle der Erzieher). So gelingt es dem amerikanischen Sportsystem wesentlich besser, das ...

Leistungsausprägung

13. Juni 2017 L 0
Leistungsausprägung (performance development; tapering), neudeutsch Tapering , eigenständiger Mesozyklus im Rahmen einer UWV von – je nach Leistungsziel und Trainingszustand – vier Wochen (Sprinter) bis eine Woche (Langstreckler). Vorauszusetzen ist ein sehr hohes Niveau der Basisleistungen nach einer „Phase des Aufbaus“ (Tschiene, 1999), insbesondere der Grundlagenausdauer, die über Intensivierung bei deutlicher Reduzierung des Belastungsumfanges in ...

Leistungsauffälligkeit

13. Juni 2017 L 0
Leistungsauffälligkeit (achievement remarkableness), durch überdurchschnittliche →Leistungen unter Gleichaltrigen Aufmerksamkeit erlangen. Leistungsauffälligkeit taugt als Talentkriterium nur unzureichend, da die Leistung im Kindesalter nicht 1 zu 1 (linear) auf das Erwachsenenalter übertragen werden kann. Analysen der Leistungsentwicklung im Schwimmen (Rudolph, 2009) zeigen, dass viele der besten 12 und 13-Jährigen nicht in den A/B-Kader (→Leistungskader) des Dachverbandes gelangen. ...

Leistungsaufbau, langfristiger

13. Juni 2017 L 0
Leistungsaufbau, langfristiger (performance- planning, long-term), zielgerichtete und systematische Ausbildung vom Nachwuchstraining bis zum Erreichen der sportlichen Höchstleistung. Dieser Prozess verläuft im Schwimmen über 10 – 25 Jahre und ist in die Etappen Grundlagentraining, Aufbautraining, Anschlusstraining und Hochleistungstraining untergliedert. Für die inhaltliche Gestaltung ist wesentlich, dass jede Ausbildungsetappe vielseitige Leistungsvoraussetzungen (→Vielseitigkeit) für die folgende schafft und ...

Leistungsangst

13. Juni 2017 L 0
Leistungsangst (Schulangst) (test anxiety), neben Existenzangst und sozialer Angst eine der drei Hauptgruppen der Angst.  Unter Leistungsangst werden Ängste verstanden, die das Selbstwertgefühl (→Selbstvertrauen) der Person bedrohen, indem diese befürchtet zu versagen oder geforderte →Leistungen nicht zu erbringen, z.B. die Vorgabezeit einer Serie, eine geplante Platzierung im Wettkampf. So ist Leistungsangst gleichzusetzen mit Furcht vor ...

Leistungsanalyse

13. Juni 2017 L 0
Leistungsanalyse (performance analysis), Analyse der komplexen Teilleistungen und damit vorrangig Aufgabe der Leistungsdiagnostik. Leistungsanalyse soll hier beschränkt bleiben auf die Entwicklung des Sportlers oder einer Gruppe (Verein, Verband, Nation) in einer bestimmten Disziplin/Strecke im Längs– wie im Querschnittsvergleich durch Zeiten, Entwicklungsraten, Punkte (→Punkttabelle) oder Platzierungen (→Bestenlisten). →Leistungsentwicklung Beispiel: Das unbefriedigende Abschneiden der deutschen Schwimmer/innen bei ...

Leistung

13. Juni 2017 L 0
Leistung (performance), physikalisch power (Physik) Quotient aus Arbeit und Zeit (P = W : t), z.B. wird an der Zugbank in o,8 Sekunden eine Arbeit von 350 Nm bewältigt, dann entspricht das einer →Leistung von 437,5 Nm/sec. „Grad einer körperlichen oder geistigen Beanspruchung sowie deren Ergebnis“ (MEYERS LEXIKON). Im Leistungssport nimmt die Darstellung der Leistung ...

Kontrazeptiva

08. Juni 2017 K 0
Kontrazeptiva (contraceptives), lat.contra „gegen“ und conceptio „Empfängnis“; empfängnisverhütende Mittel, als hormonale Kontrazeption heute die in Deutschland am weitesten verbreitete Verhütungsmethode. „Sportliches Training, insbesondere als Leistungssport, kann die hormonelle Regulation des Menstruationszyklus beeinflussen. Einige Aspekte der sportlichen Leistung werden wahrscheinlich auch vom hormonellen Zyklus der Frau modifiziert. Ob und wie hormonelle Kontrazeption die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflusst, ...

Können

08. Juni 2017 K 0
Können (coping behavior), Bewältigung von Anforderungen auch unter veränderten Bedingungen auf der Grundlage von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Gerichtetheit der Persönlichkeit (→Motivation, →Einstellung). Das Können entwickelt sich auf der Grundlage von Anlagen (→Talent, →Begabung), der eigenen Tätigkeit (→Lernen, →Training usw.) in einem fördernden oder hemmenden Umfeld. (soziale Faktoren). Können ist somit auch im Sport ...

Frühentwicklung

20. April 2017 F 0
Frühentwicklung (prematurity), biologischer Entwicklungsvorsprung gegenüber den Entwicklungsnormen der entsprechenden Altersklasse, auch als individuelle Akzeleration bezeichnet (im Gegensatz zur säkularen Akzeleration). Die Beziehung zwischen Frühentwicklung und Sport muss von zwei Seiten gesehen werden, einmal beeinflusst Frühentwicklung das physische Leistungsvermögen und kann deshalb bei der Talentauswahl zu Fehleinschätzungen führen, zum anderen wirkt sich regelmäßiges Sporttreiben günstig auf ...