Lernen, reflexives

03. November 2017 L 0
Lernen, reflexives (reflex learning), Lernweise, die über das Verarbeiten und bewusste Reflektieren von Erfahrungen erfolgt, die in der praktischen Tätigkeit gemacht werden. Man spricht deshalb auch von Erfahrungslernen. Besonders problematische, herausfordernde Tätigkeiten  fördern das reflexive Lernen. (http://www.informelles-lernen.de/index.php?id=74)   Mehr zum Thema: Stangl, W. (2017). Stichwort: ‚reflexives Lernen‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. WWW: http://lexikon.stangl.eu/13882/reflexives-lernen/ ...

Situationsdruck

20. Juli 2017 S 0
Situationsdruck (situational pressure), im Sport eine koordinative Anforderungskategorie (Mechling & Neumaier, 2009) zur Bewältigung von Bewegungssituationen. Grundlage der koordinativen Anforderungen von Bewegungshandlungen sind Informationsanforderungen (→Sinnesorgane) und Druckbedingungen, darunter der Situationsdruck. Der Situationsdruck bezieht sich in erster Linie auf die Variabilität und die Komplexität der Umgebungs- und Situationsbedingungen, so z.B. die Anzahl der Mitspieler oder der ...

Sequenzierung

19. Juli 2017 S 0
Sequenzierung (sequencing), lat. sequentia „(Reihen)folge“; allgemein eine Aufeinanderfolge von etwas Gleichartigem, in der EDV Folge von Befehlen oder hintereinander geschalteten Daten. In der Lerntheorie die Anordnung von Elementen des Sachverhalts/Problems zu einer Aufeinanderfolge (Sequenz) von Lernschritten (didaktische Sequenzierung). Für eine adäquate Bewegungsausführung ist die zeitliche Organisation bei der Sequenzierung von Bewegungen ein wichtiges Kriterium. In ...

Selbstständigkeit

18. Juli 2017 S 0
Selbstständigkeit/Selbständigkeit (independency; autonomy), hier interessiert weniger die ökonomische (z.B. „Ich AG“ →Tätigkeit, selbstständige) noch die völkerrechtliche Variante (Unabhängigkeit durch eigene Staatsgründung), sondern Selbstständigkeit als Handlung des Menschen in Eigenverantwortung. Der Schwimmer ist Einzelkämpfer, er muss lernen, sich selbst zu behaupten. Deshalb sollte er bereits im Grundlagentraining mit einfachen Aufgaben betraut werden, die er eigenständig lösen ...

Rigidität

07. Juli 2017 R 0
Rigidität (rigidity), lat. rigiditas, „Starre, Härte“; Starrheit und Unbeweglichkeit von Körperstrukturen (Medizin). So ist Rigidität der quergestreiften Muskeln durch einen erhöhten Tonus (Rigor) charakterisiert, der bis zur Muskelstarre führen kann. Beim Lernen (Psychologie) versteht man darunter relative Unfähigkeit, Verhaltensmuster, Einstellungen oder Körperhaltungen zu ändern (Kent & Rost, 1996), in der Psychologie Kernsymptome der zwanghaften Persönlichkeitsstörung. ...

Retention

05. Juli 2017 R 0
Retention (retention), lat. retinere „zurückhalten“; vielfältig verwendeter Begriff, in der Medizin für Rückhaltung von Stoffen oder Flüssigkeiten bis zu Funktionsstörungen von Organen/Organteilen (retentio dentis = verhinderter Zahndurchbruch). In der Wirtschaft versteht man unter Retention Management alle Maßnahmen, die zu einer echten Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern beitragen. Psychologen meinen damit die Phase der ...

Repräsentation

05. Juli 2017 R 0
Repräsentation (representation), lat. repraesentatio „Darstellung“; mehrdeutiger Begriff in Philosophie, Neurobiologie und Psychologie. Dort „Sammelbezeichnung für alle Arten von Abbildungen, die in höheren tierischen Organismen und beim Menschen verwirklicht werden. Repräsentiert, in einem anderen Menschen abgebildet sein, können sowohl externe Objekte und Vorgänge als auch erlebnishafte Gegebenheiten“ (Häcker & Stapf, 2004). Somit veranschaulicht eine mentale Repräsentation ...

Reihe, methodische

03. Juli 2017 R 0
 Reihe, methodische (sequence, methodical), Übungsanordnung nach Schwierigkeitsgrad, um schrittweise zum Ziel (z.B. Technik des Kraulschwimmens) zu gelangen. Der Aufbau erfolgt nach den folgenden Prinzipien: vom Bekannten zum Unbekannten vom Einfachen zum Komplexen vom Leichten zum Schwierigen vom Sicheren zum Risikoreichen Die klassische Reihenfolge beim Erlernen der Schwimmtechniken ist: Beinbewegung – Armbewegung (ohne Beachtung der Atmung) ...

Regulationssystem, kognitives

03. Juli 2017 R 0
Regulationssystem, kognitives (cognitive control), Teilsystem der Regulationsstruktur von Handlungen, gekennzeichnet durch „geplantes, willentliches Verhalten auf der Grundlage eines explizit bewussten Wissens- und Regelbestandes (→Willenshandlung). Der Funktionsschwerpunkt des Regulationssystems liegt auf der präventiven, längerfristigen Anpassung an komplexe, variable, neuartige und vor allem auch zukünftige Begebenheiten“. Das kognitive Regulationssystem ermöglicht auch, Handlungen unter ungewissen Bedingungen sinnvoll zu ...