Regellernen

03. Juli 2017 R 0
Regellernen (rule learning), Lerntheorie nach Gagne (1965), wonach Wissen (definiert als Ketten von Begriffen) vorhanden sein muss, um Regeln zu erlernen, d.h. die Zusammenhänge zu verstehen. Beispiel: ein Kind geht langsam nach dem Schwimmtraining aus der Halle zum Duschen, weil es weiß, dass Laufen auf den Fliesen gefährlich und Duschen „gesund“ (hygienisch) ist. Mit dem ...

Regelkreis

03. Juli 2017 R 0
Regelkreis (control loop; feedback control system), geschlossenes Rückkoppelungssystem, das gegenüber äußeren oder inneren Einwirkungen relativ stabil bleibt. Eine Reihe biologischer Systeme funktioniert als Regelkreis, wie z.B. die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, des Pulses, des Blutdruckes usw., aber auch motorische Lernprozesse lassen sich als Regelkreis simulieren. Verschiedene Prozesse im Leistungssport lassen sich gut mit Hilfe von Regelkreisen ...

Problemlösen

29. Juni 2017 P 0
Problemlösen (problem solving), Prozess, um durch bewusstes Denken von einem unbefriedigenden Ausgangszustand zu einem gewünschten, teilweise unbekannten Endzustand zu gelangen. Techniken (Kreativmethoden) zur Lösung von Problemen sind: „Brainstorming: Sammlung spontaner mündlicher Einfälle der Mitarbeiter. Dieser Ansatz ermutigt zu radikalem Denken und lotet die Grenzen des Möglichen aus. Delphi-Technik: Separate Expertenbefragung, Analyse und Feed-back zur problemspezifischen ...

Prinzip der Bewusstheit

29. Juni 2017 P 0
Prinzip der Bewusstheit (principle of visual awareness), spezifische Fassung des allgemeinen didaktischen Prinzips der Bewusstheit, wonach die Aufgaben im Training so zu stellen und die Vorgehensweise so zu wählen sind, dass der Sportler sie versteht und bewusst umsetzt. Dieses Prinzip erfordert vom Trainer Fachkompetenz, eine verständliche Sprache, die Anwendung mediengestützter Informationen (→Mediendidaktik), sowie wissenschaftlicher Diagnosemethoden. ...

Primäreffekt

28. Juni 2017 P 0
Primäreffekt/Primacy-Effekt (primacy effect), übersetzt: erster Effekt; Erster-Eindruck– Effekt, Phänomen aus der Sozialpsychologie, wonach der erste Eindruck eines Menschen die Wahrnehmung stärker beeinflusst als die folgenden („der erste Eindruck ist der beste/stärkste“). Beim Lernen bleibt oft das zuerst Wahrgenommene besser haften (auch Primat-Rezenz-Effekt).   Mehr zum Thema: http://www.freundorfer.info/_media/freundorfer/referenzen/arbeiten/josef_freundorfer_-_erster_eindruck-effekt_-_handout.pdf

Perzeption

27. Juni 2017 P 0
Perzeption (perception), lat. percipere „erfassen, ergreifen, wahrnehmen“; In der Psychologie die Erfassung eines Inhalts durch das Bewusstsein. Dementsprechend versteht man unter perzeptivem Lernen die Aneignung nicht sprachlicher Inhalte durch Wahrnehmung. Gegenteil →Apperzeption In der Sportwissenschaft  erwies sich die perzeptuelle Expertise als vielversprechendes Feld, um herausragende Leistungen zu untersuchen und Ableitungen für die Praxis zu treffen ...

Lerntraining

14. Juni 2017 L 0
Lerntraining (learning training), auch Lerncoaching, vereinfacht „Lernen lernen“, Erlernen von Lerntechniken in Verbindung mit entsprechender Motivierung: u.a. Umgang mit Prüfungsangst, Blackout, Unlust zum Lernen oder „vor-sich-herschieben“ von Lernaufgaben. Lerntraining ist inzwischen zu einem beachtlichen Markt avanciert und selbst in Fernkursen über Internet möglich. Martin et al. (1999) empfahlen ein koordinatives Lerntraining für Kinder und Jugendliche ...