Regelkreis

03. Juli 2017 R 0
Regelkreis (control loop; feedback control system), geschlossenes Rückkoppelungssystem, das gegenüber äußeren oder inneren Einwirkungen relativ stabil bleibt. Eine Reihe biologischer Systeme funktioniert als Regelkreis, wie z.B. die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, des Pulses, des Blutdruckes usw., aber auch motorische Lernprozesse lassen sich als Regelkreis simulieren. Verschiedene Prozesse im Leistungssport lassen sich gut mit Hilfe von Regelkreisen ...

Reflexumkehr

03. Juli 2017 R 0
Reflexumkehr (inversion of reflex; reflex reversal), „Umwandlung eines Reflexerfolges in einen gegensätzlichen Endeffekt (»antagonistischer«, »reziproker« Reflex; auch paradoxer Reflex); wahrscheinlich infolge paralleler Auslösung zentraler Erregung und Hemmung, abhängig von der Erregbarkeit zugehöriger Neuronensysteme und dem Dehnungszustand der betreffenden Muskeln“ (ROCHE-Lexikon). Reflexumkehr beschreibt verschiedene Vorgänge im Nervensystem, die sich durch die Fähigkeit auszeichnen, die Erregung im ...

Reflexhandlung

03. Juli 2017 R 0
Reflexhandlung (reflective action), „umgangssprachliche Benennung einer raschen zuverlässigen und programmstabilen Reaktion auf definierte Reize, die ohne bewusste Initiierung und notwendige Verlaufskontrolle automatisiert abläuft“ (Müller, in Schnabel & Thieß, 1993, S.658). Einfacher gesagt: schnelle und unbewusste Reaktion auf einen Reiz. Bei vielen taktischen Aktionen und auf den Gegner bezogene Reaktionen dominieren reflektorische Handlungen (Kampfsport, Spielsportarten).

Reflexbogen

03. Juli 2017 R 0
Reflexbogen (reflex arc), lat. re – zurück, flexus – gebogen; Vorgang von der Reizaufnahme eines Organismus durch die Sinnesorgane bis zum Reflex (z.B. Muskelkontraktion). Der Reflexbogen besteht aus Rezeptor (Sinnesorgan mit afferenter Nervenbahn), Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) und efferenter Nervenbahn mit Endorgan (Muskel, Drüsen, Gefäße). Mit dem Reflex verfügt der Skelettmuskel als unwillkürliche motorische Reaktion ...

Reflex, bedingter

03. Juli 2017 R 0
Reflex, bedingter (conditioned reflex), an die Tätigkeit der Großhirnrinde gebundene, erworbene (durch Erfahrung), unbeständige (erlernbare) Reaktionen auf einen Reiz, die auch jederzeit wieder gelöscht werden können. Zurückzuführen auf PAWLOW, der bei seinen Forschungen über die Arbeitsweise der Verdauungsdrüsen entdeckte, dass seine Versuchstiere nicht erst beim Anblick oder Duft des Futters vermehrt Speichel bildeten, sondern manchmal ...

Reflex

03. Juli 2017 R 0
Reflex (reflex action), ungelernte und unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz als sekretorischer oder motorischer Reflex. Reflexe laufen stereotyp zwischen Sinnesorgan, Zentralnervensystem und Erfolgsorgan ab (→Reflexbogen). Man unterscheidet Eigenreflex (z.B. Reaktion der Pupillen) und Fremdreflex (z.B. Berühren einer heißen Herdplatte). →bedingter und unbedingter Reflex, →Reflexhandlung   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Reflex

Reaktionszeit

03. Juli 2017 R 0
Reaktionszeit (reactio time; response time), Zeit zwischen Reizsetzung und Reaktion, die individuell sehr unterschiedlich ausfällt. Angeblich ist die Geschwindigkeit, mit der ein Mensch Informationen verarbeitet, ein Maß für die Intelligenz (Hicksches Gesetz). Im Schwimmwettkampf wird der „Startreiz“ zumeist durch ein akustisches Signal (Hubton, Schuss oder Pfiff) ausgelöst. Die Reaktionszeit geht maßgeblich in die Blockzeit mit ...

Reaktionstraining

03. Juli 2017 R 0
 Reaktionstraining (reactive training), Training zur Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit als eine Form des Schnelligkeitstrainings, das fast immer an andere Leistungsvoraussetzungen gekoppelt ist und sich durch die schnelle Reaktion auf ein Signal vor oder während einer Übung ergibt. Grundlegende methodische Anforderungen sind: Steigerung vom Einfachen zum Komplizierten (von einfachen elementaren zu wettkampfnahen komplexen Handlungen), Anwendung emotional positiver ...

Reaktionsfähigkeit, motorische

03. Juli 2017 R 0
Reaktionsfähigkeit, motorische (reactive ability, motor), Komponente der koordinativen Fähigkeit „zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf mehr oder weniger komplizierte Signale“ (Meinel & Schnabel, 2007, S.223). Diese Signale können auf akustischem Weg übertragen werden, wie z.B. beim Startschuss. Häufig muss aber schnell auf veränderte Situationen im Wettkampf reagiert werden („mitgehen“, Spurt ansetzen usw.). ...