Präaktivierung, neuromuskuläre

16. August 2018 P 0
Präaktivierung, neuromuskuläre (neuromuscular pre-activation), mehrere maximale willkürliche Kontraktionen (maximal voluntary contractions, MVCs) der spezifischen Muskulatur vor Belastungen im Wettkampf/Test. Dadurchi werden die aktivierten neuromotorischen Einheiten mit tetanischen Reizfrequenzen erregt. Dies erhöht vorübergehend die Effizienz der Reizübertragung und -fortleitung in synaptischen Verbindungen und Muskelzellen (posttetanische Potenzierung/PTP). Die PTP beschleunigt die Emission von Calciumionen (Ca2+) aus dem ...

Neuroathletik(training)

08. August 2018 N 0
Neuroathletiktraining (neuro athletic training), Weiterentwicklung des klassischen Athletiktrainings, indem Gehirn und Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung ins Training miteinbezogen werden (Lienhard, 2015). „Während Athletiktraining vorrangig outputzentriert ist (Verbesserung von konditionellen Fähigkeiten), bietet Neuroathletik stattdessen eine neurozentrierte Herangehensweise, d.h. die Verbesserung der eingehenden Signale und deren Verarbeitung / Integration stehen zunächst im Mittelpunkt, bevor die ...

HMB (Beta-Hydroxy Beta-Methylbutyrat)

06. Juli 2018 H 0
HMB (Beta-Hydroxy Beta-Methylbutyrat),  Stoffwechselprodukt (Metabolit) aus der Aminosäure Leucin, das Kraftsportler bereits seit den 1990er Jahren als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln verwenden. Scheck (Leistungssport.2/2014) kommt nach Auswertung aktueller wissenschaftlicher Metaanalysen zu dem Fazit, „dass HMB eine wirksame ernährungsbezogene ergogene* Hilfe ist, wobei Untrainierte stärker profitieren als Trainierte. Ein weniger gut trainierter Muskel ist empfänglicher für trainingsbedingte ...

Post-Activation Potentiation (PAP)

25. Mai 2018 P 0
Post-Activation Potentiation (PAP) („Postaktivierungsverstärkung“), akute Erregung des neuromuskulären Systems nach einer bestimmten Form der Übung (z. B. 5RM-Kniebeugen), worauf nachfolgende explosive Leistungen verbessert wurden. Das trifft für Bewegungshandlungen wie Springen, Sprinten, Werfen, Treten und sogar das Ändern der Richtungsgeschwindigkeit zu. Dabei sollte die Konditionierungsübung der biomechanisch der Leistungsaktivität ähnlich sein. Zum Beispiel kann eine Rückenkniebeuge ...

Biochemie

19. März 2018 B 0
Biochemie (biochemistry), (griech. bio-chēmeia „die Chemie des Lebens“); Wissenschaft von chemischen Vorgängen in lebenden Organismen, vereinfacht vom →Stoffwechsel. Schon ihre ehemalige Bezeichnung als „Physiologische Chemie“ verdeutlich die enge Beziehung zur Physiologie (Leistungsphysiologie →Sportphysiologie →Sportmedizin). Die Biochemie untersucht biomolekulare Strukturen, den Stoffwechsel den Informationsaustausch innerhalb eines Organismus und zwischen Organismen. „Im Zuge dessen konzentrieren sich die ...

Herzleistungsquotient

16. März 2018 H 0
Herzleistungsquotient (cardiac output quotient), Quotient aus Herzvolumen und maximalem Sauerstoffpuls, dem eine gesicherte Beziehung zwischen Herzgröße und maximaler Sauerstoffaufnahme bei gesunden Menschen zugrunde liegt. Er dient angeblich zur Beurteilung des Trainingszustandes (Röthig & Prohl2003, S. 253). Diese Aussage wird aber später relativiert, indem die Größe des Herzleistungsquotienten weniger die körperliche Leistungsfähigkeit beurteile, aber zwischen einem ...

Druckausgleich

01. Januar 2018 D 0
Druckausgleich (ear clearing, pressure equalisation), Ausgleich zwischen Innen- und Außendruck am Trommelfell des menschlichen Ohrs, erfolgt beim Tieftauchen durch Schlucken oder Pressen in die zugehaltene Nase um der durch den Wasserdruck hervorgerufenen Wölbung des Trommelfells nach innen entgegen zu wirken, der erzeugte Druck im Inneren des Ohres dient der Entspannung des Trommelfells, welche sich meist ...

Beatmung

01. Januar 2018 B 0
Beatmung (artificial ventilation; resuscitation), Bei Atemstillstand mit oder ohne Hilfsmittel auszuführende Erste Hilfeleistung zur Gewährleistung der Versorgung lebenswichtiger Organe eines Verunfallten mit Sauerstoff; Vgl. auch Atemspende. (Text von Harald Rehn)

Atemzentrum

01. Januar 2018 A 0
Atemzentrum (medulla oblongata) (respiratory center), Spezieller Bereich im menschlichen Gehirn (Zentralnervensystem), der die Funktion der Atmung sichert. (Text von Harald Rehn)