Selbstregulation

18. Juli 2017 S 0
Selbstregulation (homeostasis; self-regulation), Vermögen, selbstständig, anforderungsbezogen und bedarfsgerecht zu handeln. Selbstregulation ist ein grundsätzliches Entwicklungsziel im Erziehungs– und Sozialisationsprozess von Kindern; angefangen von der Erziehung zur Sauberkeit bis zum selbstständigen Einhalten sozialer Normen und Rollen. Neben dem Arbeitsgedächtnis ist auch die Fähigkeit zur Selbstregulation für die schulische Lernleistung vergleichbar bedeutsam wie der Intelligenzquotient (IQ) (Blair ...

Selbstorganisation

18. Juli 2017 S 0
Selbstorganisation (self-organization), ein universelles Prinzip der Natur. Aus der Systemtheorie auf den Alltag übertragen eine nicht von festen Regeln (oder von anderen) bestimmte Lebensgestaltung, eigentlich die eigenständige („Selbst“) Anwendung von Ordnungsformen, politisch →Autonomie. →Selbstmotivierung, →Selbstständigkeit Die Bewegungskoordination ist offenbar wesentlich durch Prozesse der Selbstorganisation bestimmt (Meinel & Schnabel, 2007, S.36). Charakteristische Merkmale der Selbstorganisation sind ...

Selbstbild

18. Juli 2017 S 0
Selbstbild (self image), in der Psychologie die bewusste Wahrnehmung von sich selbst, die nicht identisch sein muss mit der Wahrnehmung anderer von einem (→Fremdbild). Zum Beispiel hält sich jemand für großzügig, andere ihn aber für kleinlich und engstirnig. Da das Selbstbild bereits im Kindesalter durch Fehler, Erfolge und Niederlagen geformt wird, liegt auch beim Nachwuchstrainer ...

Rollenlernen

07. Juli 2017 R 0
Rollenlernen (role-learn), Erlernen sozialer Rollen im Laufe der Sozialisation. Sportler versuchen in dem komplizierten Sozialgeflecht von Leistungssport, Schule und Elternhaus ihre Rolle in der Trainingsgruppe zu finden. Rollenlernen beruht auf Erfahrungen, die bis in das Kindesalter zurückgehen. Beobachtend und im Spiel imitierend (→Imitationslernen) erlernt das Kind bestimmtes Rollenverhalten. Es erfährt sich aber auch in eigenen ...

Rollenkonflikt

07. Juli 2017 R 0
Rollenkonflikt (role Konflikt),“Konflikt zwischen den Anforderungen verschiedener Rollen einer Person oder innerhalb einer sozialen Rolle, die zur Verletzung de Rollenerwartung führen, die in der Regel Sanktionen unterliegt“ (DORSCH 2004). Zum Rollenkonflikt kann es kommen, wenn Sportler in die Rolle eines Mannschaftskapitäns gedrängt werden und der Aufgabe nicht gewachsen sind oder von der Gruppe nicht akzeptiert ...

Rolle, soziale

07. Juli 2017 R 0
Rolle, soziale (social role), Verhalten, das die Gesellschaft von einem Menschen in seiner Funktion z.B. als Trainer, Mannschaftskapitän, Kampfrichter, Schwimmwart usw., aber auch in seiner familiären Beziehung (Elternrolle) oder auf das Geschlecht bezogen (Geschlechterrolle) erwartet. Rollen erleichtern das Handeln, da sie einen Verhaltensrahmen vorgeben. Eine Rolle sollte nicht bedenkenlos ausgeübt, sondern immer wieder kritisch hinterfragt ...

Ritual

07. Juli 2017 R 0
Ritual (ritual), lat. ritus „heiliger Brauch“; gesellschaftlich übermittelte und regelmäßig wiederkehrende Handlungen (Brauch) in einer Gruppe, die zur Festigung der Gruppe (→Teamgeist) beitragen. Das dabei festgelegte Zeremoniell nennt man Ritus. Rituale können lebenszyklisch (z.B. Hochzeit, Mannbarkeit), kalendarisch (z.B. Sonnenwendfeier), ereignisbezogen (z.B. Tod) oder im Rahmen bestimmter Interaktionsmuster (z.B. Begrüßung) erfolgen. Wenn man unter Ritual Handlungen ...

Resilienz

05. Juli 2017 R 0
Resilienz (resilience), lat. resilire „zurückspringen ‚abprallen“; in Natur- wie Gesellschaftswissenschaften umfassend gebrauchter Begriff. Für uns naheliegend als psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Lebenskrisen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung usw.). Kinder, die in einem problembeladenen Umfeld aufwachsen, verfügen später oft über Kompetenzen (Problemlösungsfähigkeit, soziale Kompetenzen, Selbstregulationsvermögen) und Willen sich „durchzubeißen“. Resilienz wird begünstigt durch positive Beziehungen zu Bezugspersonen, biologische Vitalität ...

Reproduktion

05. Juli 2017 R 0
Reproduktion (reproduction), lat. reproducere „wieder hervorbringen“; vielseitig gebrauchter Begriff, in der Biologie für Fortpflanzung, in der Psychologie für das Wiederhervorbringen früherer Gedächtnisinhalte (→Gedächtnis), in der Wirtschaft die Wiederherstellung der Arbeitskraft. Unter sozialer Reproduktion wird die Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung sozialer Strukturen und Systeme verstanden, die oft zu sozialer Ungleichheit führen (z.B. Zweiklassengesellschaft in der Bildung). Erscheinungen ...

Rangordnung

03. Juli 2017 R 0
Rangordnung (hierarchy; ranking), aus der Verhaltensforschung bekanntes System von Beziehungen unter Tieren. Sportmannschaften und Trainingsgruppen zeichnen sich zumeist durch ein System von Rangordnung aus, das maßgeblich von der Stellung und Wertschätzung der Sportler bestimmt wird.. So wird in der Regel der leistungsstärkste Spieler/Schwimmer zum Mannschaftskapitän/Gruppensprecher gewählt, wobei dessen Beitrag zum Gruppenzusammenhalt eine große Rolle spielt. ...