Entlastungssyndrom, akutes

12. April 2017 E 0
Entlastungssyndrom, akutes (discharge syndrome), Syndrom = Krankheitsbild; auch „Sportentzugssyndrom“, verringertes Leistungsvermögen mit vegetativer Fehlregulation durch plötzlichen Trainingsabbruch bei hoch trainierten Leistungssportlern. Das akute Entlastungssyndrom beginnt ein bis vier Wochen nach Trainingsabbruch und kann bis mehrere Wochen dauern, verläuft aber individuell sehr unterschiedlich (Urhausen & Kindermann, 1999). Symptome: Herzschmerzen, Extrasystolen, Schwindelgefühle, Kopfschmerz, Völleempfinden im Oberbauch, Verdauungsstörungen, ...

Entlastung

12. April 2017 E 0
Entlastung (unloading), vielseitig verwendeter Begriff für Verringerung oder Befreiung von Last, Stress, Verantwortung (Funktion) usw. Im Sport die Reduzierung von Belastungen (z.B. Lasten) oder die Entlastung bestimmter Körperteile/Geräte durch Gewichtsverlagerung (z.B. Talski), aber auch von Verantwortung bei Einsatz in Mannschaften. Grundlage ist im Training das Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung, mit dem Erholungs- ...

Dreifachperiodisierung

07. April 2017 D 0
Dreifachperiodisierung (three-season yearly plan), Unterteilung des Trainingsjahres in drei Perioden (→Makrozyklen), die durch die Lage der Hauptwettkämpfe bestimmt sind. Da sich die Wettkampfstruktur in den letzten Jahren beträchtlich geändert hat, stößt die konservative Theorie der Periodisierung nach Matweev zunehmend an ihre Grenzen (Verchoshansky 1998). Im Hochleistungstraining des DSV wurde in den letzten Jahren das Trainingsjahr ...

Doppelperiodisierung

07. April 2017 D 0
Doppelperiodisierung (double periodisation), Die zyklische Gestaltung eines Trainingsjahres wird maßgeblich von den wichtigsten Wettkämpfen bestimmt. Bei einer Einfachperiodisierung bereiten sich die Athleten nur auf den Hauptwettkampf vor, bei einer Doppelperiodisierung auf zwei wichtige Wettkämpfe, die zeitlich einige Monate (z.B. Frühling und Herbst) auseinanderliegen. In Verbindung mit der Zunahme hochrangiger Wettkämpfe („Wettkampf-Wildwuchs“) gehen immer mehr Trainer/Sportler ...

Detraining

27. März 2017 D 0
Detraining (engl.), sowohl die Reduktion des Trainingsumfanges nach Beendigung des Hochleistungstrainings (→Abtraining) als auch der Verlust von Muskelmasse nach Trainingsausfall. →Deadaptation Mujika et al. (1995) verweisen auf den schmalen Grat zwischen Tapern und Detraining. Detraining ist gegenüber Tapering der zeitweilige Komplettverlust der trainingsbedingten physiologischen und Leistungsanpassungen als Konsequenz der Reduzierung oder Einstellung des Trainings. Kurzzeitiges ...

Deckeneffekt

27. März 2017 D 0
Deckeneffekt (ceiling effect), Messfehler, der auf der Überschreitung des Messbereichs beruht. Übertragen in der Psychologie ein Test mit so geringen Anforderungen, dass maximale Testwerte leicht von der Mehrheit erreicht werden können und folglich eine differenzierte Merkmalsausprägung kaum möglich ist. Bei der Ausbildung konditioneller Fähigkeiten versteht man unter Deckeneffekt den Zeitpunkt, zu dem die Trainingsreize zunehmend ...

Blocktraining

22. März 2017 B 0
Blocktraining (block training), Training in zeitlich und inhaltlich definierten Trainingsphasen mit einer dominanten Zielstellung nach dem „Prinzip der verknüpften Reihenfolge“ (Verchoshanskij, 1985). Danach werden drei Typen so genannter Blöcke unterschieden, der anreichende-, der umsetzende- und der ausnutzende Block. (später bei Issurin: „accumulation, transmutation and realization cycles“ – 2019). Der Begriff Blocktraining wird vorwiegend im Freizeit– ...

Blockperiodisierung

22. März 2017 B 0
Blockperiodisierung (strength/power-periodization), Periodisierungskonzept für Schnellkraftsportarten, besonders für Sportler mit Krafteinsatz des Oberkörpers wie z.B. Speer- oder Diskuswerfer (Bartolomei et al. 2014). Hierbei wird im ersten Block über einen Zeitraum von 6-12 Wochen ein Muskelaufbautraining zur Erhöhung der Muskelmasse und Erweiterung des Kraftpotentials und im zweiten Block über 4-6 Wochen ein Training nach der „Methode der ...

Anpassungsstufen

16. März 2017 A 0
Anpassungsstufen (adaptability steps), Phasen der Anpassung an regelmäßige Trainingsbelastung, wonach sich die Anpassung in vier zeitlich begrenzten Stufen mit einer Gesamtdauer von acht Wochen vollzieht: In den ersten 7-10 Tagen verändert sich hauptsächlich das Bewegungsprogramm, die Muskelfasern passen sich an die nervalen Anforderungen an. Die Schwimmtechnik wird flüssiger. Auf weitere Anpassungen, die bis tief in ...