# Adrenalin

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/adrenalin/
- Englisch: adrenaline
- Schlagwörter: Biochemie, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-15
- Sprache: de

Adrenalin (adrenaline), lat. ad ‚an‘ und ren ‚Niere‘, auch als Medikament Epinephrin; Hormon des [Nebennieren](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/) marks, als „Stresshormon“ der Gruppe der [Catecholamine](https://schwimmlexikon.de/katecholamine/) zugehörig. Adrenalin aktiviert zahlreiche Körperfunktionen bei Belastungsbeginn („Starterhormon“, „Fluchthormon“), steigert den [Energieumsatz](https://schwimmlexikon.de/energieumsatz/), reguliert [Wärmeproduktion](https://schwimmlexikon.de/waermeregulation/), [Glykogen](https://schwimmlexikon.de/glykogen/) abbau, [Fettabbau](https://schwimmlexikon.de/fettstoffwechsel/) usw. Damit hat es einen maßgeblichen Einfluss auf die [Herz-Kreislauf-](https://schwimmlexikon.de/herz-kreislaufsystem/) Funktion und die Energieversorgung der belasteten [Muskulatur](https://schwimmlexikon.de/willkuermuskulatur/) (Neumann in Schnabel & Thieß, 1993, S.34). →[Adrenalin-Kick](https://schwimmlexikon.de/adrenalin-kick/), →[Affekthandlung](https://schwimmlexikon.de/affekthandlung/)

Die Assoziation der inzwischen nichtinvasiv zu erfassenden Speicheldrüsenmarker (u.a. Konzentration von Adrenalin) mit den Trainingsergebnissen unterstreicht ihr Potenzial als nichtinvasive Marker für den Trainingsstatus bei Leistungsschwimmern (Diaz Gomez et al. 2013). Kinder zeigten vor und nach einem Schwimmtraining von sechs Wochen signifikant niedrigere Nachbelastungs-Laktat-, Ammoniak- und Katecholaminwerte als die Erwachsenen (Prado 1999). Ein deutlicher Abfall der basalen Katecholaminausscheidung um 50 Prozent und mehr deutet auf eine Uberforderung und Erschöpfung der Sportler hin; dies trifft besonders auf das Adrenalin zu (Lehmann et al. 1992).

 

## Quellen

- Lehmann, Schnee, Scheu, Stockhausen, Huber & Keul (1992). Basale nächtliche Katecholaminausscheidung mit dem Harn: eine Kenngröße zur Trainingssteuerung? Leistungssport 2/92, 36-42
- Prado, L.S. (1999). Different lactate, ammonia and catecholamine metabolism in children and adults after supramaximal exercise in swimming. Biomechanics and Medicine in Swimming VIII, 407-412

## Verwandte Begriffe

- [Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/)
- [Katecholamine](https://schwimmlexikon.de/katecholamine/)
- [Energieumsatz](https://schwimmlexikon.de/energieumsatz/)
- [Wärmeregulation](https://schwimmlexikon.de/waermeregulation/)
- [Glykogen](https://schwimmlexikon.de/glykogen/)
- [Fettstoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/fettstoffwechsel/)
- [Herz-Kreislaufsystem](https://schwimmlexikon.de/herz-kreislaufsystem/)
- [Willkürmuskulatur](https://schwimmlexikon.de/willkuermuskulatur/)
- [Adrenalin-Kick](https://schwimmlexikon.de/adrenalin-kick/)
- [Affekthandlung](https://schwimmlexikon.de/affekthandlung/)
- [Amenorrhö](https://schwimmlexikon.de/amenorrhoe/)
- [Furcht](https://schwimmlexikon.de/furcht/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Adrenalin. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/adrenalin/ (abgerufen am 19. Oktober 2026).
