# Aldosteron

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/aldosteron/
- Englisch: aldosterone
- Schlagwörter: Biochemie, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-15
- Sprache: de

Aldosteron (aldosterone), [Steroidhormon](https://schwimmlexikon.de/steroide/) der [Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/), das durch gesteigerte Rückresorption von [Natrium](https://schwimmlexikon.de/natrium-na/) und Wasser in der Niere den Wasser- und [Elekrolythaushalt](https://schwimmlexikon.de/elektrolyt/) beeinflusst („Dursthormon“). Durch die Wiederaufnahme von Natrium-Ionen in den Nieren steigt der Natrium-Spiegel im Blut an. Zugleich sinkt durch die Ausscheidung von [Kalium](https://schwimmlexikon.de/kalium/)-Ionen der Kalium-Spiegel im Blut. Gleichzeitig wird Wasser zurückgehalten. Über diese Effekte reguliert Aldosteron auch das [Blutvolumen](https://schwimmlexikon.de/blutvolumen/) und den [Blutdruck](https://schwimmlexikon.de/blutdruck/).

Sportliches Training beeinflusst die Regulation von Aldosteron, was sich in geringerem Anstieg bei Belastung von Sportlern gegenüber Nichttrainierten äußert (Engelhardt & Neumann, 1994).Der durch Schwimmen bewirkte Anstieg von Plasma-Aldosteron ist geringer im Vergleich zu gleicher Belastung an Land ( Skipka & Künstlinger 2001). Zum anderen beeinflusst Aldosteron die sportliche Leistung. In einer Studie konnten Schwimmer nach einer Aldosteron-Injektion  schneller schwimmen. Die [Herzrate](https://schwimmlexikon.de/herzratenvariabilitaet/) verringerte sich, wodurch die [Ermüdung](https://schwimmlexikon.de/ermuedung/) verzögert wurde. Dies könnte durch die zunehmende Einwirkung auf die Herzmuskelschlagstärke (Inotropie) und durch eine Zunahme des aeroben [Metabolismus](https://schwimmlexikon.de/metabolismus/) erklärt werden; der anaerobe Teil der Energieversorgung blieb unverändert (Stoia-Dhjeska & Skipka 2004). Verständlich, dass Aldosteron 1974 auf die [Dopingliste](https://schwimmlexikon.de/dopingliste/) gesetzt wurde. 

## Quellen

- Engelhardt & Neumann (1994). Sportmedizin – Grundlagen für alle Sportarten. München: BLV Verlagsgesellschaft mbH 1994
- Skipka & Künstlinger (2001). Physiological reactions during and after training in swimming. Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001, Köln Sport und Buch Strauß
- Stoia-Dhjeska & Skipka (2004). Increasing cardiac performance by aldosterone during exhaustive exercise in trained swimmers. Book of Abstracts - 9th Annual Congress European College of Sport Science, July 3-6, 2004, 314

## Verwandte Begriffe

- [Steroide](https://schwimmlexikon.de/steroide/)
- [Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/)
- [Natrium (Na)](https://schwimmlexikon.de/natrium-na/)
- [Elektrolyt](https://schwimmlexikon.de/elektrolyt/)
- [Kalium](https://schwimmlexikon.de/kalium/)
- [Blutvolumen](https://schwimmlexikon.de/blutvolumen/)
- [Blutdruck](https://schwimmlexikon.de/blutdruck/)
- [Herzratenvariabilität](https://schwimmlexikon.de/herzratenvariabilitaet/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Aldosteron. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/aldosteron/ (abgerufen am 4. November 2026).
