# Assoziation

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/assoziation/
- Englisch: association
- Schlagwörter: Motorik, Psychologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-16
- Sprache: de

Assoziation (association), lat. associare „vereinigen, verbinden, verknüpfen, vernetzen“; Vereinigung, Zusammenlegung.

In der[Psychologie](https://schwimmlexikon.de/psychologie/) die Verknüpfung von [Gefühlen](https://schwimmlexikon.de/gefuehl/), Gedanken, Bildern und Begriffen, die nicht notwendigerweise einen inneren Bedeutungszusammenhang haben. Assoziation ist eine grundlegende Bedingung des [Lernens](https://schwimmlexikon.de/lernen/). Grundlage ist die Vorgehensweise des Arbeitsspeichers im [Gehirn](https://schwimmlexikon.de/gehirn/) s, der von bildhaft-sinnlichen Eindrücken ein „update“ speichert und mit bereits früher Gelerntem vergleicht (assoziiert). Assoziationsketten erleichtern dabei das Abrufen von Informationen, weil ein von größeren Zusammenhängen isolierter [Gedächtnisinhalt](https://schwimmlexikon.de/gedaechtnis/) extrem schwer auffindbar ist. Deshalb sollten neu zu lernende Inhalte nicht stur gepaukt, sondern möglichst mit früher Gelerntem in Verbindung gebracht werden (Schwegler, 2006, S.294).

Bei sportlichen [Bewegungen](https://schwimmlexikon.de/bewegung/) dominiert das zumeist unbewusste [Wahrnehmen](https://schwimmlexikon.de/wahrnehmung/) des eigenen Körpers mit seinen [Bewegungserfahrung](https://schwimmlexikon.de/bewegungserfahrung/) en, ein „[Feedback](https://schwimmlexikon.de/feedback/) des Körpers“ ([Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/), Muskelempfinden, [Wassergefühl](https://schwimmlexikon.de/wassergefuehl/)). Mehrheitlich stützen sich die im [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/) realisierten [Handlungen](https://schwimmlexikon.de/handlung/) auf solche Assoziationslösungen (Barth, 1994). Beim Erlernen neuer Übungen spielt die Ähnlichkeit bereits bekannter Bewegungselemente und damit eine umfangreiche [Bewegungserfahrung](https://schwimmlexikon.de/bewegungserfahrung/) eine große Rolle. Deshalb können die [Schwimmtechniken](https://schwimmlexikon.de/schwimmechnik/) besser erlernt werden, wenn dem eine umfangreiche [Wassergewöhnung](https://schwimmlexikon.de/wassergewoehnung/) vorausgegangen ist. Auch als „Verarbeitungsstrategie für innere Reize im Sport“ (Kent, 1994) bekannt. Hierzu zählt das bewusste Achten auf körperliche Rückmeldungen während Ausdauerbelastungen. →[Konditionierung](https://schwimmlexikon.de/konditionierung/)

Literatur: Schnabel, Harre & Krug (2008). Trainingslehre – Trainingswissenschaft. Kapitel 5.7.14 Ausbildung von Assoziationen, S.373/374

## Quellen

- Barth, B. (1994). Strategie und Taktik im Wettkampfsport. Leistungssport 24 (3), 4-12
- Schwegler, J. (2006). Der Mensch – Anatomie und Physiologie. Thieme Verlag Stuttgart

## Verwandte Begriffe

- [Psychologie](https://schwimmlexikon.de/psychologie/)
- [Gefühl](https://schwimmlexikon.de/gefuehl/)
- [Lernen](https://schwimmlexikon.de/lernen/)
- [Gehirn](https://schwimmlexikon.de/gehirn/)
- [Gedächtnis](https://schwimmlexikon.de/gedaechtnis/)
- [Bewegung](https://schwimmlexikon.de/bewegung/)
- [Wahrnehmung](https://schwimmlexikon.de/wahrnehmung/)
- [Bewegungserfahrung](https://schwimmlexikon.de/bewegungserfahrung/)
- [Aggression](https://schwimmlexikon.de/aggression/)
- [Hirnrinde](https://schwimmlexikon.de/hirnrinde/)
- [Kreativität](https://schwimmlexikon.de/kreativitaet/)
- [Lerntheorie](https://schwimmlexikon.de/lerntheorie/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Assoziation. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/assoziation/ (abgerufen am 2. November 2026).
