# Atemrhythmus

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/atemrhythmus/
- Englisch: breathing rhythm
- Schlagwörter: Ausdauer, Physiologie, Schwimmen, Technik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2023-06-08
- Sprache: de

Atemrhythmus (breathing rhythm), Wechsel zwischen Ein- und Ausatmung mit starker Auswirkung auf die Ökonomie der [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/).

Im [Schwimmen](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/) ist das besonders problematisch, weil die Atmung dem →[Bewegungsrhythmus](https://schwimmlexikon.de/bewegungsrhythmus/) untergeordnet ist. Außerdem benachteiligt die Atmung besonders im [Kraul](https://schwimmlexikon.de/6668-2/)- und [Schmetterlingsschwimmen](https://schwimmlexikon.de/schmetterlingsschwimmen/) die [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/). Deshalb wird sie mit abnehmender Streckenlänge reduziert bis ganz weggelassen (z.B. 50m Freistil/Schmetterling). Mit zunehmender Streckenlänge wird aller drei bis aller fünf Züge geatmet. Im [Training](https://schwimmlexikon.de/training/) wird die [Dreieratmung](https://schwimmlexikon.de/dreieratmung/) favorisiert. Geht es aber an den Grenzbereich der persönlichen Leistungsfähigkeit, schalten die meisten Schwimmer vom "Ökogang" auf die "sauerstoffreichere" [Zweieratmung](https://schwimmlexikon.de/zweierzug/). Im Interesse der Vielseitigkeit sollten im Training alle Varianten (bis zur 5er Atmung) geübt werden.

Exkurs: Murtasits et al. (2023) untersuchten die [metabolischen](https://schwimmlexikon.de/metabolismus/) Reaktionen auf einen Schwimmtest (200m Freistil) mit unterschiedlichen [Atemmustern](https://schwimmlexikon.de/atemtechnik/): Atmung aller drei und fünf [Armzüge](https://schwimmlexikon.de/armzug/). Obwohl es einen Haupteffekt für die Zeit gab, zeigten die [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/)- und [Herzfrequenz](https://schwimmlexikon.de/herzschlagfrequenz/) werte wie auch die wahrgenommenen [Anstrengung](https://schwimmlexikon.de/anstrengungsempfinden/) ([Borg-Skala](https://schwimmlexikon.de/borg-skala/)) keine signifikante Interaktion zwischen den verschiedenen Atmungsbedingungen. Die Autoren folgern, dass eine eingeschränkte Atmung für längere Schwimmstrecken (z. B. 200 m) vertretbar ist.

An der Schwimmbank zeichneten sich Eliteschwimmer dadurch aus, dass sie Ein- und Ausatmung optimal mit der [Armbewegung](https://schwimmlexikon.de/armbewegung/) koppelten (in der [Antriebsphase](https://schwimmlexikon.de/phase-im-einzelzyklus/) aus- und während der Rückführbewegung einatmeten) (Witt, in Rudolph, 2014, S.172). →[Atemfrequenz](https://schwimmlexikon.de/atemfrequenz/)

## Verwandte Begriffe

- [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/)
- [Schwimmen](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/)
- [Bewegungsrhythmus](https://schwimmlexikon.de/bewegungsrhythmus/)
- [Schmetterlingsschwimmen](https://schwimmlexikon.de/schmetterlingsschwimmen/)
- [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/)
- [Training](https://schwimmlexikon.de/training/)
- [Dreieratmung](https://schwimmlexikon.de/dreieratmung/)
- [Zweierzug](https://schwimmlexikon.de/zweierzug/)
- [Atemzentrum](https://schwimmlexikon.de/atemzentrum/)
- [Eineratmung](https://schwimmlexikon.de/eineratmung/)
- [Körperhaltung](https://schwimmlexikon.de/koerperhaltung/)
- [Reaktionsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/reaktionsfaehigkeit-motorische/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2023). Atemrhythmus. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/atemrhythmus/ (abgerufen am 25. Oktober 2026).
