# Ausdauer, anaerobe

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/ausdauer-anaerobe-2/
- Englisch: endurance, anaerobic
- Schlagwörter: Ausdauer, Belastungszonen, Trainingsbereiche, Trainingsdokumentation
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-17
- Sprache: de

Ausdauer, anaerobe (endurance, anaerobic), [Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer/) auf [anaerober Stoffwechselbasis](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel-anaerober/), d.h. oxidative Verbrennung von [Glykogen](https://schwimmlexikon.de/glykogen/) bei Sauerstoffmangel. Dabei wird Zucker zu [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/) (Salz der Milchsäure) abgebaut, das zur [Azidose](https://schwimmlexikon.de/azidose/) führt, wodurch die [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/) abgebrochen oder vermindert werden muss (deshalb auch laktazid-anaerobe Ausdauer). Das Laktat wird über den Blutkreislauf verteilt und in Leber, Niere, ruhender Skelettmuskulatur und [Herzmuskel](https://schwimmlexikon.de/herz/) zu [Kohlendioxid](https://schwimmlexikon.de/kohlendioxid/) und Wasser weiterverarbeitet oder wieder zu Glykogen aufgebaut. „Die [anaerobe Energiebereitstellung](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel-anaerober/) ersetzt niemals die aerobe; sie wird immer nur zu der auf Hochtouren laufenden[oxidativen Energiebereitstellung](https://schwimmlexikon.de/energiebereitstellung/) hinzugeschaltet“ (Tomasitis & Haber, 2003). Die Anteile intensiven anaeroben Ausdauertrainings sind im Schwimmtraining sehr gering und beschränken sich auf den Bereich der [Schnelligkeitsausdauer](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsausdauer-sa/) und der [wettkampfspezifischen Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer-wettkampfspezifische/), die durch sehr intensive Belastungen ([Wettkampfgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/)) charakterisiert sind. Hier ist auch das so genannte  „[Stehvermögentraining](https://schwimmlexikon.de/stehvermoegentraining/)“ einzuordnen   Der wesentlich größere Teil wird im Bereich von 4-7 mmol/l Laktat (Puls > 150 Schläge/min) geschwommen (→[GAII](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer-aerob-anaerobe-gaii/)).

 

## Verwandte Begriffe

- [Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer/)
- [Energiestoffwechsel, anaerober](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel-anaerober/)
- [Glykogen](https://schwimmlexikon.de/glykogen/)
- [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/)
- [Azidose](https://schwimmlexikon.de/azidose/)
- [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/)
- [Herz](https://schwimmlexikon.de/herz/)
- [Kohlendioxid](https://schwimmlexikon.de/kohlendioxid/)
- [anaerob](https://schwimmlexikon.de/anaerob/)
- [Ausdauertraining (Kinder)](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining-kinder/)
- [Ausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/)
- [Burst, oxidativer](https://schwimmlexikon.de/burst-oxidativer/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Ausdauer, anaerobe. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/ausdauer-anaerobe-2/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).
