# BERNOULLI-Prinzip

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/bernoulli-prinzip/
- Englisch: BERNOULLI-principle
- Schlagwörter: Biomechanik, Schwimmen, Technik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-21
- Sprache: de

BERNOULLI-Prinzip (BERNOULLI-principle), bei Umströmung von [Körpern](https://schwimmlexikon.de/koerper/) kommt es zu unterschiedlichen [Geschwindigkeiten](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeit/) des Wassers (der Luft), die auch zu Druckunterschieden führen.

Beim Flugzeug bildet sich ein Staudruck unter der Tragfläche und ein Sog darüber. Durch die Druckunterschiede entsteht eine [Querkraft](https://schwimmlexikon.de/querkraft/), die als [Lift](https://schwimmlexikon.de/liftkraft/), [Hub](https://schwimmlexikon.de/hub/) oder im Wasser als [hydrodynamischer Auftrieb](https://schwimmlexikon.de/auftrieb-dynamischer/) (Hub) bezeichnet wird. Mit dem Liftphänomen wurden Bewegungen quer zur Schwimmrichtung begründet, so der [S-Zug](https://schwimmlexikon.de/s-zug-der-hand/) der Hände. Das BERNOULLI. -Prinzip geht aber von quasi-stationären Strömungen aus, die im Schwimmen nicht vorliegen, weshalb besonders die Erklärung von [Widerlagern](https://schwimmlexikon.de/widerlager/) im Schwimmen weiterer Erklärungen bedarf (Ungerechts, 2002).

Reischle (2015) begründet die Nichttragfähigkeit dieses Prinzips für das Sportschwimmen:

 	1. Hände, Arme und Füße des Menschen sind nicht mit einem Tragflächenprofil zu vergleichen,

 	2. Die Hand des Schwimmers ist nicht lange genug ideal angestellt, um einem Flügelprofil vergleichbar Querkraft zu erzeugen,

 	3. Bei dem übergroßen [Anstellwinkel](https://schwimmlexikon.de/anstellwinkel/) der Hand können kaum noch Querkräfte wirken. (S. 41/42).

„Allerdings wird an der angestellten Hand (s. Abb.) die Anströmung an der Luvseite abgelenkt. Nach Zerlegung der Wasserkraftresultierenden in ihre Komponenten können diese prinzipiell als Widerstands- und Querkraftkomponenten bezeichnet werden. Über ihre Entstehung ist damit allerdings noch nichts ausgesagt“ (S.42)

 

 

## Quellen

- Ungerechts, Volck & Freitag (2002). Lehrplan Schwimmsport, Bd. 1: Technik. Schorndorf: Hofmann

## Verwandte Begriffe

- [Körper](https://schwimmlexikon.de/koerper/)
- [Geschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeit/)
- [Querkraft](https://schwimmlexikon.de/querkraft/)
- [Liftkraft](https://schwimmlexikon.de/liftkraft/)
- [Hub](https://schwimmlexikon.de/hub/)
- [Auftrieb, dynamischer](https://schwimmlexikon.de/auftrieb-dynamischer/)
- [S-Zug der Hand](https://schwimmlexikon.de/s-zug-der-hand/)
- [Widerlager](https://schwimmlexikon.de/widerlager/)
- [Anströmfläche](https://schwimmlexikon.de/anstroemflaeche/)
- [Antriebskonzeption](https://schwimmlexikon.de/antriebskonzeption/)
- [Antriebskonzept, klassisches](https://schwimmlexikon.de/antriebskonzept-klassisches/)
- [Beschleunigungsweg](https://schwimmlexikon.de/beschleunigungsweg/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). BERNOULLI-Prinzip. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/bernoulli-prinzip/ (abgerufen am 28. Oktober 2026).
