# Bewegungskopplung

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/bewegungskoppelung/
- Englisch: movement coupling
- Schlagwörter: Bewegungslehre, Koordination, Motorik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-22
- Sprache: de

Bewegungskopplung (movement coupling), durch die mechanischen Gegebenheiten des [Bewegungsapparates](https://schwimmlexikon.de/bewegungsapparat/) bedingtes Zusammenspiel von[Teilbewegungen](https://schwimmlexikon.de/teilbewegung/), wie die [Koordination](https://schwimmlexikon.de/koordination/) von Arme und Beine im Schwimmen oder die Übergänge bei [Start](https://schwimmlexikon.de/startsprung/) und [Wende](https://schwimmlexikon.de/wende/). Erscheinungsformen sind:

 	Schwungübertragung,
 	zeitliche Verschiebung von Teilbewegungen,
 	Formen des [Rumpfeinsatzes](https://schwimmlexikon.de/rumpfstabilisation/) und
 	Steuerfunktion des [Kopfes](https://schwimmlexikon.de/kopfhaltung/).

Letztere spielt besonders bei der [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/), aber auch bei der Einleitung der Wende und dem [Übergang](https://schwimmlexikon.de/uebergang/) aus der [Flugphase](https://schwimmlexikon.de/flugphase/) in das Wasser beim Startsprung eine besondere Rolle. Hochmuth (1982) hat dazu das [Prinzip der zeitlichen Koordination von Einzelimpulsen](https://schwimmlexikon.de/prinzip-der-zeitlichen-koordination-von-teilimpulsen/) formuliert. →[Kopplungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/kopplungsfaehigkeit/), →[Bewegungsübertragung](https://schwimmlexikon.de/bewegungsuebertragung/), → [Phaseneinteilung](https://schwimmlexikon.de/phaseneinteilung-im-schwimmen/)

Beispiele:

 	Für zeitliche Verschiebung der Teilbewegungen: Wenn im Hüftgelenk mit dem Abwärtsschlag die [Hauptphase](https://schwimmlexikon.de/hauptphase/) eingeleitet wird, sind die Unterschenkel noch in der Aufwärtsbewegung. Während die Unterschenkel abwärts schlagen, bewegt sich das Becken bereits wieder aufwärts. Anatomisch gesehen dehnt die Abwärtsbewegung der Lendenwirbelsäule gleichzeitig die Beuger des Hüftgelenks, die so mit größerer Anfangskraft den Oberschenkel abwärtsziehen und so die schnelle Schlagbewegung ermöglichen.
 	Für Formen des Rumpfeinsatzes: Der ständige Wechsel von [Verwringung](https://schwimmlexikon.de/verwringung/) zur Gegenverwringung beim [Kraulschwimmen](https://schwimmlexikon.de/6668-2/).
 	Für Steuerfunktion des Kopfes: Ein stärkeres Vor- oder Rückbeugen des Kopfes beeinflusst beim [Rückenschwimmen](https://schwimmlexikon.de/rueckenschwimmen/) die angestrebte [Gleitbootlage](https://schwimmlexikon.de/gleitlage/).

(Beispiele aus Meinel & Schnabel, 2007, S. 110-121)

## Verwandte Begriffe

- [Bewegungsapparat](https://schwimmlexikon.de/bewegungsapparat/)
- [Teilbewegung](https://schwimmlexikon.de/teilbewegung/)
- [Koordination](https://schwimmlexikon.de/koordination/)
- [Startsprung](https://schwimmlexikon.de/startsprung/)
- [Wende](https://schwimmlexikon.de/wende/)
- [Rumpfstabilisation](https://schwimmlexikon.de/rumpfstabilisation/)
- [Kopfhaltung](https://schwimmlexikon.de/kopfhaltung/)
- [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/)
- [Bewegungstempo](https://schwimmlexikon.de/bewegungstempo/)
- [Kopplungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/kopplungsfaehigkeit/)
- [Rumpfkraft](https://schwimmlexikon.de/rumpfkraft/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Bewegungskopplung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/bewegungskoppelung/ (abgerufen am 29. Oktober 2026).
