# Dauermethode

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/dauermethode/
- Englisch: duration training method
- Schlagwörter: Ausdauer, Methode
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-27
- Sprache: de

Dauermethode (duration training method), Methode des [Ausdauertrainings](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) zur Verbesserung der [Grundlagenausdauer](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer/), weshalb große [Belastungsumfänge](https://schwimmlexikon.de/belastungsumfang/) mit relativ niedriger [Intensität](https://schwimmlexikon.de/belastungsintensitaet/) und langer [Belastungsdauer](https://schwimmlexikon.de/belastungsdauer/) bei Verzicht auf [Pausen](https://schwimmlexikon.de/serienpause/) charakteristisch sind (s. Tab.).

 

 

Exkurs: Die Dauermethode ist zwar zur Ausbildung der Grundlagenausdauer unverzichtbar, sollte aber in ihren Anteilen je nach Ausbildungsstand und ab [Anschlusstraining (AST)](https://schwimmlexikon.de/anschlusstraining/) je nach [Spezialisierung](https://schwimmlexikon.de/spezialisierung-sportliche/) variieren. Besonders im [Nachwuchstraining](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/) ist durch Wechsel der [Schwimmart](https://schwimmlexikon.de/schwimmart/)/Einzelbewegung ein monotones Training zu verhindern (→[motorischer Stereotyp](https://schwimmlexikon.de/stereotyp-dynamisch-motorischer/)). Mit zunehmender Spezialisierung ändert sich die Funktion der Dauermethode im Verhältnis zur Wettkampfleistung. Während sie für die [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) in geringem Umfang Voraussetzungscharakter trägt, nimmt  ihre Bedeutung über die Mittelstrecken bis zu den [Langstrecken](https://schwimmlexikon.de/langstreckentraining/) zu und nähert sich im [Freiwasserschwimmen](https://schwimmlexikon.de/freiwasserschwimmen/) dem wettkampfnahen Bereich. In jedem Fall geht aber Qualität der [Schwimmtechnik](https://schwimmlexikon.de/schwimmechnik/) vor Belastungsdauer. Inwieweit das [High-intensity-training](https://schwimmlexikon.de/hit/) (HIT) dem Grundlagentraining mit der Dauermethode den Rang abläuft, lässt sich nach aktueller Studienlage nicht eindeutig beantworten. Studien deuten darauf hin, dass HIIT-Protokolle zwar zeiteffizient, aber konventionellem Training bei langjährig trainierenden Ausdauersportlern nicht überlegen sind (u.a. Richer et al. 2016, Foster et al. 2015, Tuimil et al. 2011, Wang et al. 2009). Ein anderes - zu wenig beachtetes Problem - ist das der Reizverarmung bestimmter Trainingsmethoden. Wenn ein Schwimmer über Jahre seine Grundlagenausdauer vorrangig mit der Dauermethode entwickelt haben sollte (was in praxi kaum zutrifft), dann bewirkt ein Übergang in die intensivere [Intervallmethode](https://schwimmlexikon.de/intervallmethode/) einen neuen [Reiz](https://schwimmlexikon.de/reiz/) mit entsprechenden physiologischen Reaktionen. Das war nicht anders als sich die Langstreckenläufer vom Intervalltraining ab- und dem [hochvolumigen Ausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/volumentraining/) mit der Dauermethode zuwendeten (van Aaken 1971). Jede im Training eingesetzte [Geschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeit/) hat ihre Reize, aber auch ihre Wirkungen. So fordert Pöhlitz (2011) für ein komplexes Lauftraining, alle Geschwindigkeitsbereiche von 70-120 % vom [Renntempo](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/) zu nutzen, denn die aerobe Ausdauerentwicklung ist nur eine Aufgabe von vielen. Die verfügbaren Studien und [Trainingsanalysen](https://schwimmlexikon.de/trainingsanalyse/) von Ausdauersportlern legen nahe, dass die Kombination eines großen Volumens an Training mit niedriger Intensität mit einem sorgfältigen Einsatz von Intervallen mit hoher Intensität während des jährlichen Trainingszyklus das Best-Practice-Modell für die Entwicklung der Ausdauerleistung ist (Seiler & Tonnessen 2009).

 

 

## Quellen

- Pöhlitz, L. (2011). Dauerläufe: Wirksamer durch variable Geschwindigkeiten. Condition, 4, 26-28
- Seiler & Tonnessen (2009). Intervals, thresholds, and long slow distance: the role of intensity and duration in endurance training. Sportscience 13, 32-53 (http://www.sportsci.org/2009/ss.htm)

## Verwandte Begriffe

- [Ausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/)
- [Grundlagenausdauer (GA)](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer/)
- [Belastungsumfang](https://schwimmlexikon.de/belastungsumfang/)
- [Belastungsintensität](https://schwimmlexikon.de/belastungsintensitaet/)
- [Belastungsdauer](https://schwimmlexikon.de/belastungsdauer/)
- [Serienpause](https://schwimmlexikon.de/serienpause/)
- [Anschlusstraining (AST)](https://schwimmlexikon.de/anschlusstraining/)
- [Spezialisierung, sportliche](https://schwimmlexikon.de/spezialisierung-sportliche/)
- [Dauertraining](https://schwimmlexikon.de/dauetraining/)
- [Intervallmethode, extensive](https://schwimmlexikon.de/intervallmethode-extensive/)
- [Kontrastmethode](https://schwimmlexikon.de/kontrastmethode/)
- [Methode, kontinuierliche](https://schwimmlexikon.de/methode-kontinuierliche/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Dauermethode. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/dauermethode/ (abgerufen am 3. November 2026).
