# Deadaptation

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/deadaptation/
- Schlagwörter: Physiologie, Training
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-27
- Sprache: de

Deadaptation (deadaptation), auch [Detraining](https://schwimmlexikon.de/detraining/), lat. de „von-weg“+ adaptare, „anpassen, verändern“; Rückbildung von[Anpassungen](https://schwimmlexikon.de/anpassung-funktionelle/) durch fehlende [Belastungssteigerung](https://schwimmlexikon.de/belastungssteigerung/) verbunden mit Abfall der konditionellen [Leistungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-sportliche/). →[Entlastungssyndrom](https://schwimmlexikon.de/entlastungssyndrom-akutes/)

Dabei verläuft die Rückbildung (Deadaptation) schneller als die Anpassung (→[Adaptation](https://schwimmlexikon.de/adaptation-biologische/)) und in den einzelnen Organen und Funktionssystemen unterschiedlich. Besonders schnell bilden sich die biologischen Grundlagen der [Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer/) ([maximale Sauerstoffaufnahme](https://schwimmlexikon.de/sauerstoffaufnahme-maximale-vo2max/), [aerobe](https://schwimmlexikon.de/kapazitaet-aerobe/) und [anaerobe Kapazität)](https://schwimmlexikon.de/kapazitaet-anaerobe/) zurück, während die [Kraftfähigkeiten](https://schwimmlexikon.de/kraft/) etwas stabiler sind. Auch Anpassungen des [Bindegewebes](https://schwimmlexikon.de/bindegewebe/) bilden sich relativ schnell zurück, wodurch die Verletzungsgefahr erhöht ist (Jungmichel, 1979). Je mehr die physiologischen Voraussetzungen[genetisch](https://schwimmlexikon.de/genetik/) bedingt sind, um so stabiler sind die daran gebundenen Fähigkeiten, wie z.B. die [Schnelligkeit.](https://schwimmlexikon.de/9270-2/) Besonders forciert ausgebildete Anpassungen sind hingegen relativ instabil (Achtung → „[HIT](https://schwimmlexikon.de/hit/)“ und →„[USRPT](https://schwimmlexikon.de/usrpt/)“). Bei Zwangspausen durch [Verletzungen](https://schwimmlexikon.de/verletzung/) sollte, wenn medizinisch vertretbar, [Kreislauf](https://schwimmlexikon.de/herz-kreislaufsystem/) und [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/) „in Gang“ gehalten werden, selbst bei Ruhigstellung einzelner Gliedmaßen ist durch Training der „gesunden Seite“ die Deadaptation zu mindern (→[Transfer, kontralateraler](https://schwimmlexikon.de/transfer-kontralateraler/)).

Beispiel: Bereits nach fünf Tagen Schwerelosigkeit (ähnlich wie Bettruhe) verkleinerte sich der [Muskelfaser](https://schwimmlexikon.de/muskelfasertypen/) durchmesser der Typ-I-Fasern um 11% und der Typ-II-Fasern um 24%, nach 11 Tagen war die Faseratrophie noch größer (Edgerton et al. 1995, zitiert bei Hottenrott & Neumann, 2010, S. 42)

## Quellen

- Jungmichel, D. (1979). Zur Belastbarkeit von sehnen, Muskeln und Bändern. Theorie und Praxis des Leistungssports. 3 (17), 89-109

## Verwandte Begriffe

- [Detraining](https://schwimmlexikon.de/detraining/)
- [Anpassung, funktionelle](https://schwimmlexikon.de/anpassung-funktionelle/)
- [Belastungssteigerung](https://schwimmlexikon.de/belastungssteigerung/)
- [Leistungsfähigkeit, sportliche](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-sportliche/)
- [Entlastungssyndrom, akutes](https://schwimmlexikon.de/entlastungssyndrom-akutes/)
- [Adaptation, biologische](https://schwimmlexikon.de/adaptation-biologische/)
- [Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer/)
- [Sauerstoffaufnahme, maximale (VO2max)](https://schwimmlexikon.de/sauerstoffaufnahme-maximale-vo2max/)
- [Blockperiodisierung](https://schwimmlexikon.de/blockperiodisierung/)
- [Blocktraining](https://schwimmlexikon.de/blocktraining/)
- [Readaptation](https://schwimmlexikon.de/readaptation/)
- [Reversibilität](https://schwimmlexikon.de/reversibilitaet/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Deadaptation. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/deadaptation/ (abgerufen am 6. November 2026).
