# Dominanz

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/dominanz/
- Englisch: dominance
- Schlagwörter: Pädagogik, Psychologie, Trainer
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-28
- Sprache: de

Dominanz (dominance), lat. dominans „Gebieter“; Vorherrschaft, Durchsetzungsvermögen gegenüber Schwächeren. Ein Grundwesenszug der [Persönlichkeitsdimensionen](https://schwimmlexikon.de/persoenlichkeitsdimension/)(Cattell et al. 1970). In der [Genetik](https://schwimmlexikon.de/genetik/) gibt es dominante [Erbanlagen](https://schwimmlexikon.de/erbanlage/). →[Dominanzstreben](https://schwimmlexikon.de/dominanzstreben/)

In der [Sozialpsychologie](https://schwimmlexikon.de/sozialpsychologie/) die Überlegenheit von Einzelnen oder [Gruppen](https://schwimmlexikon.de/gruppe-soziale/) über andere (Dominanzverhalten). Gegenteil: Subdominanz (Unterwürfigkeit).

Manche Sportler sind „von Haus aus“ dominant (persönlichkeitsbedingte Rolle). Zumeist bildet sich aber die Dominanz mit bestimmten [Rangordnungen](https://schwimmlexikon.de/rangordnung/) in der Gruppe (positionsbedingte Rolle) heraus. Der [Trainer](https://schwimmlexikon.de/trainer/) sollte darauf bedacht sein, die dominanten Sportler „auf seiner Seite“ zu haben. Mit ihrer Unterstützung kann er leichter seine Forderungen durchzusetzen, muss aber darauf achten, dass sich in der Trainingsgruppe kein Machtungleichgewicht entwickelt. Aber „interpersonale [Rollenkonflikte](https://schwimmlexikon.de/rollenkonflikt/) müssen sich bei formellen [Mannschaften](https://schwimmlexikon.de/mannschaft/) nicht negativ auswirken, wenn die [Autorität](https://schwimmlexikon.de/autoritaet/) des Trainers gewährleistet ist und der gemeinsame Wunsch auf das Hinarbeiten des von allen erstrebten Ziels nach wie vor vorhanden ist“ (Baumann, 2006, S. 354). Das lässt sich allerdings in einer Mannschaftsportart leichter verwirklichen als in der [Individualsportart](https://schwimmlexikon.de/individualsportart/) Schwimmen, macht aber zugleich deutlich, wie bedeutsam dann solche mannschaftsformenden Wettkämpfe wie →[DMS](https://schwimmlexikon.de/deutscher-mannschaftswettbewerb-im-schwimmen-der-jugend-dmsj/)/DMSJ/Vereinsvergleiche und [Länderkämpfe](https://schwimmlexikon.de/laenderkampf/) sind.→[Divergenztheorem](https://schwimmlexikon.de/divergenztheorem/)
"Die Dominanz des Geldes macht alles zur Ware: die Kunst, die Tugenden, das Leben, den Menschen" Prof. Querulix (*1946)  Dt. Aphoristiker und Satiriker.
 

 

## Quellen

- Baumann, S. (2006). Psychologie im Sport. Aachen: Meyer
- Cattell, Eber & Tatsouka (1970). Handbook fort the sixteen personality factors questionnaire (16 PF). Champaign: IPAT

## Verwandte Begriffe

- [Persönlichkeitsdimension](https://schwimmlexikon.de/persoenlichkeitsdimension/)
- [Genetik](https://schwimmlexikon.de/genetik/)
- [Erbanlage](https://schwimmlexikon.de/erbanlage/)
- [Dominanzstreben](https://schwimmlexikon.de/dominanzstreben/)
- [Sozialpsychologie](https://schwimmlexikon.de/sozialpsychologie/)
- [Gruppe, soziale](https://schwimmlexikon.de/gruppe-soziale/)
- [Rangordnung](https://schwimmlexikon.de/rangordnung/)
- [Trainer](https://schwimmlexikon.de/trainer/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Dominanz. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/dominanz/ (abgerufen am 1. November 2026).
