# Dopamin

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/dopamin/
- Englisch: dopamine
- Schlagwörter: Biochemie, Physiologie, Psychologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-03-28
- Sprache: de

Dopamin (dopamine) [Neurotransmitter](https://schwimmlexikon.de/neurotransmitter/) aus der Gruppe der [Katecholamin](https://schwimmlexikon.de/katecholamine/) e, auch als „Glückshormon“ bekannt, da es überlebensdienliche Verhaltensweisen verstärkt und eine wichtige Rolle bei der [Motivation](https://schwimmlexikon.de/motivation/) spielt. In Verbindung damit beeinflusst es auch Entscheidungen, weil sich Menschen sehr stark von der Erwartung beeinflussen lassen, wie gut oder wie schlecht sie sich in Zukunft voraussichtlich fühlen werden (Sharot et al. 2009). Und es wirkt auf jenen Teil des [Langzeitgedächtnisses](https://schwimmlexikon.de/langzeitgedaechtnis/), der dem Menschen konkrete Ereignisse in Erinnerung ruft (FOCUS-online v. 8.11.2012). →[Stimulans](https://schwimmlexikon.de/stimulans/)

Die glücksbringende Wirkung durch Sport sollte aber nicht unterschätzt werden, da sie zur Sucht führen kann. Auf der Hatz nach dem ewigen Glücksgefühl sind solche Leute unentwegt sportlich unterwegs. →[Belohnung](https://schwimmlexikon.de/belohnung/), →[Flow](https://schwimmlexikon.de/flow-erleben/)

Erkenntnisse aus Studien:

 	Man kann davon ausgehen, dass die genetische Ausstattung hinsichtlich der dopaminergen [Neurotransmission](https://schwimmlexikon.de/neurotransmitter/) Einfluss auf [motorische Lernvorgänge](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/) besitzt (Beck 2012).
 	Genetische Determinanten (Single-Nukleotid-Polymorphismen) haben die Dopamin herstellenden (dopaminergen) Nervenzellen und damit die Konkurrenzfähigkeit von Schwimmern beeinflusst (Abe et al. 2018).
 	Bei hohen Umgebungstemperaturen verbessern dopaminerge Manipulationen die Leistung deutlich (Roelands et al. 2013). Es scheint, dass die Dopamin-Neurotransmission in der Lage ist, die [Motivation](https://schwimmlexikon.de/motivation/) und den Drang zum Weitermachen auch bei sehr hohen Kerntemperaturen zu erhöhen, ohne die Wahrnehmung von Anstrengung und Innentemperatur zu verändern (Roelands & Meeusen 2009).

## Quellen

- Abe, Doi, Asai, Kimura, Wada, Takahashi, Matsumoto & Shinohara (2018). Association between COMT Val158Met polymorphism and competition results of competitive swimmers. Journal of Sports Sciences (36)4, 393-397
- Roelands & Meeusen (2009). The possible role of Serotonine, Dopamine and Noradrenaline in central fatigue. 14th annual Congress of the European College of Sport Science, Oslo/Norway, June 24-27, 2009, Book of Abstracts
- Roelands, de Koning, Foster, Hettinga & Meeusen (2013). Neurophysiological determinants of theoretical concepts and mechanisms involved in pacing. Sports Medicine (43)5, 301-311
- Sharot, Shiner, Brown, Fan & Dolan (2009). Dopamine Enhances Expectation of Pleasure in Humans. Volume 19, Issue 24, p2077–2080,

## Verwandte Begriffe

- [Neurotransmitter](https://schwimmlexikon.de/neurotransmitter/)
- [Katecholamine](https://schwimmlexikon.de/katecholamine/)
- [Motivation](https://schwimmlexikon.de/motivation/)
- [Langzeitgedächtnis](https://schwimmlexikon.de/langzeitgedaechtnis/)
- [Stimulans](https://schwimmlexikon.de/stimulans/)
- [Belohnung](https://schwimmlexikon.de/belohnung/)
- [Flow-Erleben](https://schwimmlexikon.de/flow-erleben/)
- [Lernen, motorisches](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/)
- [Basalganglien](https://schwimmlexikon.de/basalganglien/)
- [Biokatalysator](https://schwimmlexikon.de/biokatalysator/)
- [Hirnrinde](https://schwimmlexikon.de/hirnrinde/)
- [Humor](https://schwimmlexikon.de/humor/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Dopamin. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/dopamin/ (abgerufen am 12. Oktober 2026).
