# Dreieratmung

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/dreieratmung/
- Schlagwörter: Kraulschwimmen, Physiologie, Schwimmen, Technik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-07
- Sprache: de

„Dreieratmung/ Dreierzug-Atmung“ (triple-breathing), Variante des [Atemrhythmus](https://schwimmlexikon.de/atemrhythmus/) im Schwimmen (vorrangig →[Kraul](https://schwimmlexikon.de/6668-2/)), wobei auf jeden dritten [Armzug](https://schwimmlexikon.de/armzug/) eingeatmet wird. Das Verhältnis von Atmung zu [Zugzahl](https://schwimmlexikon.de/zugzahl/) kann weiter variiert, [Ein](https://schwimmlexikon.de/einatmung/)- und [Ausatmung](https://schwimmlexikon.de/ausatmung/) an bestimmte Armzüge gekoppelt werden. Durch die Dreieratmung behält der Schwimmer die Übersicht nach beiden Seiten, nutzt die [Hebelwirkung](https://schwimmlexikon.de/hebelarm/) der Arme maximal aus und stabilisiert die [Schwimmlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/). Die Seitendifferenzen sind umso größer, je weniger der Schwimmer in der Lage ist, eine Dreieratmung im Training auch bei höheren [Schwimmgeschwindigkeiten](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/) zu realisieren. Das bestätigt die Forderung für das [Nachwuchstraining](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/), in jedem Fall die beidseitige Atmung zu erlernen (Witt & Hartmann 1998). Das betrifft besonders vielfältige [Einschwimmprogramme](https://schwimmlexikon.de/einschwimmen/) als auch Aufgaben innerhalb längerer [GA-Serien](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer/) (Zweier,- Dreier-, Vierer bis Fünfer-Armzug), um einen bestimmten [dynamischen Stereotyp](https://schwimmlexikon.de/stereotyp-dynamisch-motorischer/) ("Schokoladenseite") zu verhindern. Wenn allerdings Topathleten über 100-400m Kraul die Zweieratmung bevorzugen, dann dominiert eben die [Energieversorgung](https://schwimmlexikon.de/energiebereitstellung/) durch regelmäßige und ausreichende [Sauerstoffaufnahme](https://schwimmlexikon.de/sauerstoffaufnahme-vo2/). Trotzdem sollten Schwimmer in der Lage sein, aus taktischen Gründen den Atemrhytmus zu wechseln. Anders bei 50m, wo zum Teil nur zweimal geatmet wird, einmal vor dem Start und dann nach dem Anschlag. Da möchte man aber unter 25 Sekunden unterwegs sein.

Beispiel: Die Spanierin Belmonte wurde mit einem interessanten Atemrhythmus in 15::57,29 Minuten Europameisterin. Sie wechselte auf fast jeder Bahn zwischen Einer-, Zweier- und Dreierzug. Nach dem Abstoß atmet Belmonte zunächst jeden zweiten Zug nach links. Nach wenigen Metern führt sie einen Dreierzug durch, um anschließend jeden zweiten Zug nach rechts zu atmen. Nach etwa 30 Metern wechselt sie abrupt mit einem Einerzug wieder auf die linke Seite und schwimmt dann die Bahn mit Zweierzug zu Ende. Ihr Kommentar: "Ich atme, wie ich es im Rennen brauche." (Jacob, P. 2014).

 

## Verwandte Begriffe

- [Atemrhythmus](https://schwimmlexikon.de/atemrhythmus/)
- [Armzug](https://schwimmlexikon.de/armzug/)
- [Zugzahl](https://schwimmlexikon.de/zugzahl/)
- [Einatmung](https://schwimmlexikon.de/einatmung/)
- [Ausatmung](https://schwimmlexikon.de/ausatmung/)
- [Hebelarm](https://schwimmlexikon.de/hebelarm/)
- [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/)
- [Schwimmgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/)
- [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/)
- [Ausdauertraining (Kinder)](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining-kinder/)
- [Güte der Bewegungsausführung](https://schwimmlexikon.de/guete-der-bewegungsausfuehrung/)
- [Hypoxie](https://schwimmlexikon.de/hypoxie/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Dreieratmung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/dreieratmung/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).
