# Eintauchphase

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/eintauchphase/
- Englisch: diving phase
- Schlagwörter: Biomechanik, Schwimmen, Technik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-12
- Sprache: de

Eintauchphase (diving phase), Element des [Sprunges](https://schwimmlexikon.de/sprung/) in das Wasser, beim Schwimmen des [Startsprungs](https://schwimmlexikon.de/startsprung/): Eintauchen nach der [Flugphase](https://schwimmlexikon.de/flugphase/) mit anschließendem [Übergang](https://schwimmlexikon.de/uebergang/) in die Schwimmbewegung.

Messtechnisch beginnt sie mit der ersten Wasserberührung und endet, wenn der gesamte Körper des Schwimmers im Wasser ist. Zu fordern ist ein widerstandsarmes Eintauchen (kleines Eintauchloch) mit aktivem [Kick](https://schwimmlexikon.de/kicking/) am Ende der Eintauchphase (beim [Rückenstart](https://schwimmlexikon.de/rueckenstart/) ein aktives Abwärtsschlagen). Die wichtigsten Einflussfaktoren in der Eintauchphase sind die Zeitdauer, die [horizontale Geschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeit-horizontale/), die Wasserverdrängung sowie die Eintauchtiefe. Während der Eintauchwinkel beim ersten Wasserkontakt (Umlenken) die Startleistung (7,5m) offensichtlich wenig beeinflusst (Fischer, 2013). Ozeki et al. (20089) hingegen konnten nachweisen, dass durch einen kleineren Anstellwinkel, ein schneller Geschwindigkeitsabfall in der Einstiegsphase verhindert werden konnte. „Die individuelle Variante der Körperhaltung beim Eintauchen ist ursächlich durch die Art und Weise des [Absprungs](https://schwimmlexikon.de/absprung/) bestimmt. Der Bewegungsablauf beim Richtungswechsel ist von der Spezifik der Disziplin und der Leistungsfähigkeit der [Delfinbewegung](https://schwimmlexikon.de/delfinbewegung/) des Einzelnen abhängig.“ (Graumnitz, 2015, S.32). Anhand einer umfangreichen Literatustudie und eigenen Untersuchungen identifizieren Fischer & Kibele (2014) drei Bewegungsmuster, wobei dem Hüftwinkel in der Eintauchphase eine maßgebliche Rolle zukommt. Es ist aber ein komplexes Geschehen, das beeinflusst wird von der Zeitdauer, der horizontalen Geschwindigkeit, der Wasserverdrängung sowie die [Eintauchtiefe](https://schwimmlexikon.de/tauchtiefe/) (Fischer 2012). Die empfohlene Eintauchtiefe variiert von 1,0m - 1,2m (Ungerechts 1978) bis 0,5m - 0,7m (Lyttle et al. 1999; Vennell et al. 2006), wobei die Zeitspanne der Untersuchungen und folglich die Veränderung der Starttechniken zu berücksichtigen ist. →[Unterwasserphase](https://schwimmlexikon.de/unterwasserphase/)

## Quellen

- Fischer & Kibele (2014). Das Staffelprojekt des DSV. DSTV-Reihe Bd. 35,81-83
- Graumnitz, J. (2015). Der Start im Schwimmen – Trainerhandmaterial. DSTV-Reihe, Bd. 37, S.21-46
- Ungerechts, B. (1978). Der Strömungswiderstand als bewegungshemmender Faktor. Beiheft zu Leistungssport, 14, 58-71

## Verwandte Begriffe

- [Sprung](https://schwimmlexikon.de/sprung/)
- [Startsprung](https://schwimmlexikon.de/startsprung/)
- [Flugphase](https://schwimmlexikon.de/flugphase/)
- [Übergang](https://schwimmlexikon.de/uebergang/)
- [Kicking](https://schwimmlexikon.de/kicking/)
- [Rückenstart](https://schwimmlexikon.de/rueckenstart/)
- [Geschwindigkeit, horizontale](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeit-horizontale/)
- [Absprung](https://schwimmlexikon.de/absprung/)
- [Absprungwinkel](https://schwimmlexikon.de/absprungwinkel/)
- [Feinkoordination](https://schwimmlexikon.de/feinkoordination/)
- [Flugzeit](https://schwimmlexikon.de/flugzeit/)
- [Schrittstart](https://schwimmlexikon.de/schrittstart/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Eintauchphase. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/eintauchphase/ (abgerufen am 29. Oktober 2026).
