# Eiweiße

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/eiweisse/
- Englisch: proteins
- Schlagwörter: Biochemie, Ernährung, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-12
- Sprache: de

Eiweiße (proteins), Proteine, Energieträger, die neben Kohlen-, Wasser- und [Sauerstoff](https://schwimmlexikon.de/sauerstoff/) noch zusätzliche Elemente wie Stickstoff aufweisen. Eiweiße tragen in Ruhe zu 2,5% zum [Energiestoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel/) bei, unter [Belastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) bis 10%. Sie sind entscheidend am Aufbau von Körperstrukturen beteiligt, z.B. der Muskulatur (→[Anabolismus](https://schwimmlexikon.de/anabolismus/)), ferner sind[Enzyme](https://schwimmlexikon.de/enzyme/), [Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/) und [Antikörper](https://schwimmlexikon.de/antikoerper/) spezielle Eiweißmoleküle. Grundelement der Eiweiße sind die [Aminosäuren](https://schwimmlexikon.de/aminosaeuren/), die für den Menschen unverzichtbar sind, da nur durch sie der notwendige Stickstoff aufgenommen wird. Man spricht auch vom „Grundstoff allen Lebens“. →[Proteinsynthese](https://schwimmlexikon.de/proteinsynthese/)

Fisch, Fleisch, Hühnereiweiß und von pflanzlichen Eiweißen lediglich die Sojabohne haben eine biologische Wertigkeit von 100%. Für die meisten Sportler ist mit einem Anteil von 10-15% der zugeführten[Kalorien](https://schwimmlexikon.de/kalorie/) der notwendige Bedarf an Eiweiß gedeckt. [Gewichtsreduktion](https://schwimmlexikon.de/gewichtsreduktion/) sprogramme sind problematisch, wenn damit zu wenig Eiweiß angeboten wird, da der Körper nicht auf Reserven zurückgreifen kann, weil Eiweiß nicht gespeichert wird. Damit schwinden [Kraft](https://schwimmlexikon.de/kraft/) und [Muskelmasse](https://schwimmlexikon.de/muskelmasse-aktive/). Sinnvoll ist eine erhöhte Zufuhr bei Kraftsportlern oder in Phasen verstärkten Krafttrainings. Für den [Muskelaufbau](https://schwimmlexikon.de/muskelaufbau/) ist es effektiver, Eiweiße vor dem Training einzunehmen. Somit ist die Kombination von [Kohlehydraten](https://schwimmlexikon.de/kohlenhydrate/) und Eiweißen die Basis für höhere [Trainingsbelastbarkeit](https://schwimmlexikon.de/belastbarkeit/) und durch den Wiederaufbau von [Muskelglykogen](https://schwimmlexikon.de/muskelglykogen/) für verbesserte [Regeneration](https://schwimmlexikon.de/regeneration/) (Schmidt-Trucksäss, 2003).

Für Schwimmer wird je nach Trainingsbelastung mindestens eine tägliche Eiweißzufuhr von 1,4 g pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Problematisch kann die Versorgung mit Eiweißen bei Schwimmern werden, die insgesamt zu wenig essen, dominant Kohlehydrate verzehren und das bei hohen Trainingsbelastungen kombiniert mit Krafttraining (in dem Fall +20% mehr Eiweiß). (Wagner & Schröder, 2015). →[Sporternährung](https://schwimmlexikon.de/sporternaehrung/)

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## Quellen

- Wagner & Schröder (2015). Eiweiß – tierisches und pflanzliches Eiweiß kombinieren. Swim & more, 12/42/43

## Verwandte Begriffe

- [Sauerstoff](https://schwimmlexikon.de/sauerstoff/)
- [Energiestoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Anabolismus](https://schwimmlexikon.de/anabolismus/)
- [Enzyme](https://schwimmlexikon.de/enzyme/)
- [Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/)
- [Antikörper](https://schwimmlexikon.de/antikoerper/)
- [Aminosäuren](https://schwimmlexikon.de/aminosaeuren/)
- [Betriebsstoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/betriebsstoffwechsel/)
- [Brennwert](https://schwimmlexikon.de/brennwert/)
- [Clenbuterol](https://schwimmlexikon.de/clenbuterol/)
- [Energiespeicher](https://schwimmlexikon.de/energiespeicher/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Eiweiße. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/eiweisse/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).
