# Erregbarkeit, neuromuskuläre

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/erregbarkeit-neuromuskulaere/
- Englisch: NME
- Schlagwörter: Kraft, Leistungsdiagnostik, Physiologie, Schnelligkeit
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-13
- Sprache: de

Erregbarkeit, neuromuskuläre (NME) (neuromuscular excitability), „Messgröße, die auf morphologischen Strukturen und physiologischen Prozessen von [motorischem Nerv](https://schwimmlexikon.de/motorische-einheit/) und [Muskelfase](https://schwimmlexikon.de/muskelfaser/) r beruht! (Schneider et al, 1998). Sie wird durch reizstromdiagnostische Messungen bestimmt (Reizintensität - Reizzeit =IT - Werte). Neuronale Funktionen sind eng an den [Säure-Basen-Haushalt](https://schwimmlexikon.de/saeure-basen-haushalt/) gebunden. So steigern Verschiebungen im [Elektrolythaushalt](https://schwimmlexikon.de/elektrolyt/) die NME, u.a. auch bei [Hyperventilation](https://schwimmlexikon.de/hyperventilation/). Beispiel ist [Tetanie](https://schwimmlexikon.de/tetanie/) bei [Kalzium](https://schwimmlexikon.de/kalzium/) mangel.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen [Kraft](https://schwimmlexikon.de/kraft/), [Schnelligkeit](https://schwimmlexikon.de/9270-2/) und NME. Da mit der [Kraftmessplatte](https://schwimmlexikon.de/kraftmessplatte/) bei [reaktiven Sprüngen](https://schwimmlexikon.de/kraft-reaktive/) dieser Zusammenhang verdeutlicht werden konnte, wird das IT(Informationstechnik) - Verfahren zur Bestimmung des sportmotorischen Potentials eines Sportlers empfohlen. Besonders [Vibrationstraining](https://schwimmlexikon.de/vibrationstraining/) verbessert die bilaterale kortikospinale (von Großhirnrinde zum Rückenmark verlaufende) Erregbarkeit, wie eine verkürzte kortikale Ruhephase und eine niedrigere kortikale Motorschwelle sowohl bei trainierten als auch bei nicht trainierten Extremitäten zeigt (Fowler et al. 2010; Mutschelknauss, 2006). Eine [Magnesium](https://schwimmlexikon.de/magnesium/)-Supplementierung von Sportlern erhöhte das Skelettmuskelmagnesium nicht und hatte keine Wirkung auf die neuromuskuläre Erregbarkeit sowie auf [Muskelkrämpfe](https://schwimmlexikon.de/muskelkrampf/) (Weller et al. 1996). .→[Leistungsdiagnostik](https://schwimmlexikon.de/leistungsdiagnostik/), →[Talentsuche](https://schwimmlexikon.de/talenterkennung/), →[Sprungkraft](https://schwimmlexikon.de/sprungkraft/)

## Quellen

- Schneider, Mielke & Mester (1998). Die Beziehung zwischen der neuromuskulären Erregbarkeit und Bodenreaktionskräften bei reaktiven Sprüngen. Leistungssport 6/55-57
- Weller, Mairbäurl, Bachert & Bärtsch (1996). Mg-supplementation of athlethes does not increase skeletal muscle Mg. International Journal of Sports Medicine (15)1, 540

## Verwandte Begriffe

- [Motorische Einheit](https://schwimmlexikon.de/motorische-einheit/)
- [Muskelfaser](https://schwimmlexikon.de/muskelfaser/)
- [Säure-Basen-Haushalt](https://schwimmlexikon.de/saeure-basen-haushalt/)
- [Elektrolyt](https://schwimmlexikon.de/elektrolyt/)
- [Hyperventilation](https://schwimmlexikon.de/hyperventilation/)
- [Tetanie](https://schwimmlexikon.de/tetanie/)
- [Kalzium](https://schwimmlexikon.de/kalzium/)
- [Kraft](https://schwimmlexikon.de/kraft/)
- [Schnellkraft](https://schwimmlexikon.de/schnellkraft/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Erregbarkeit, neuromuskuläre. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/erregbarkeit-neuromuskulaere/ (abgerufen am 1. November 2026).
