# Feedback

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/feedback/
- Schlagwörter: Lernen, Motorik, Psychologie, Schwimmen
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-18
- Sprache: de

Feedback (feedback), engl. für „Rückmeldung“; in der Kybernetik die Rückkopplung oder Rückmeldung von Informationen, der Vergleich von IST zu SOLL.

Im Sport die „Rückmeldung von Handlungs- und Lernresultaten, die neben der Übung selbst als die bedeutendste Einflussgröße [motorischen Lernens](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/) betrachtet wird“ (Marschall & Daugs, 2003), wobei Feedback als „ergänzende Rückinformation“ (augmented feedback) grundsätzlich vom sensorischen Feedback („[Innensicht](https://schwimmlexikon.de/innensicht/)“) abzugrenzen ist.

Der Schwimmer kann seine [Bewegungstechnik](https://schwimmlexikon.de/bewegungstechnik/) nur aus seiner „Innensicht“ (intrinsisches Feedback) kontrollieren und bedarf zusätzlicher Informationen vom [Trainer](https://schwimmlexikon.de/trainer/)/[Trainingswissenschaftler](https://schwimmlexikon.de/trainingswissenschaftler/)(„[Außensicht](https://schwimmlexikon.de/aussensicht/)“). Diese müssen für den Schwimmer verständlich sein und sollten dessen physiologisch und intellektuell begrenztes Aufnahmevermögen (→[Nachwuchstraining](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/)) berücksichtigen (→[Fasslichkeit](https://schwimmlexikon.de/fasslichkeit/)). Dabei ist zwischen Bewegungsbeurteilung und Korrektur (→[Fehlerkorrektur)](https://schwimmlexikon.de/fehlerkorrektur/) zu unterscheiden. Bei der Bewegungsbeurteilung sollten im Sinne einer Bekräftigung (→[Verstärkung](https://schwimmlexikon.de/verstaerkung/)) Fortschritte betont werden, während die Korrektur fehlerzentriert ist (Schnabel et al. 2008, S. 289). Auch verschiebt sich mit zunehmendem Leistungsniveau die Wirkung der verschiedenen Feedbackmuster. Während im Nachwuchstraining noch mit „qualitativem Feedback“ („gut gemacht“) erfolgreich gearbeitet werden kann, möchte der Topschwimmer konkrete Hinweise, die dann erweiterter Mittel bedürfen (→[Messplatztraining](https://schwimmlexikon.de/messplatztraining/), →[Leistungsdiagnostik](https://schwimmlexikon.de/leistungsdiagnostik/)). Auch hier zählt „viel hilft nicht immer viel“. So bestätigten Untersuchungen, dass weniger häufige Feedbackinformationen zumeist zu besseren Lernleistungen führte (Magill, 2001). Der Sportler gewöhnt sich an die steten Hinweise und verlernt, selbst über seine Bewegungen nachzudenken (Hattie & Timperley, 2007; Munzert & Hossner, 2008). Besser: „Was meinst Du, jetzt besser gemacht zu haben?“

In Anlehnung an Hattie & Timperley (2007) kann Feedback auf drei einfache Fragen reduziert werden:

 	Was ist das Ziel der [Serie](https://schwimmlexikon.de/serie/), des[ Techniktrainings](https://schwimmlexikon.de/techniktraining/) (SOLL)?
 	Was wurde erreicht? (IST) (Differenz zum Sollwert)?
 	Was muss getan werden, um das Ziel (SOLL) zu erreichen? Hierbei sollte sich Feedback inhaltlich vornehmlich auf die konkrete Aufgabenausführung beziehen und weniger die Person selbst in den Vordergrund stellen.

→[Reafferenz](https://schwimmlexikon.de/reafferenz/), →[Gespräch](https://schwimmlexikon.de/gespraech/), [→Gespräch,](https://schwimmlexikon.de/gespraech/) →[Lehrmethoden](https://schwimmlexikon.de/lehrmethode/), →[BORG](https://schwimmlexikon.de/borg-skala/)- Skala, →[Belastungsempfinden, subjektives](https://schwimmlexikon.de/belastungsempfinden-subjektives/)

Exkurs: Wiederholt erlebte ich in der Leistungsdiagnostik, dass der Biomechaniker dem Trainer/Sportler umfassende Analysen vorlegte, sich aber dann mit dem Hinweis verabschiedete "Wie ihr das ins Training umsetzt, ist eure Sache". Nur wenige Biomechaniker haben biomechanische Erkenntnisse und motorisches Lernen effektiv kombiniert. Auch "die Forschung in der [Biomechanik](https://schwimmlexikon.de/3680-2/) hat sich im Allgemeinen auf Messtechniken und ideale Leistungsmodelle konzentriert und nicht darauf, wie man die Biomechanik als Werkzeug zur Änderung der [Technik](https://schwimmlexikon.de/technik-sportliche/) einsetzen kann" (Buttifield et al. 2009). Aber erst durch die Trainingspraxis erhält die Forschung das entscheidende Feedback über die Effizienz ihrer Methoden.

## Quellen

- Buttifield, Ball & Mahon (2009). The use of motor learning in biomechanics: A call for more collaboration. International Journal of Sport Psychology (40)4, 603-615
- Hattie & Timperley (2007). The power of feedback. Review of Educational Research, 77(1), 81-112.
- Magill, R. A. (2001). Augmented feedback in motor skill acquisition. In Singer, Hausenblas & Janelle (Eds.), i (pp. 86-114). New York: Wiley.
- Marschall & Daugs (2003). Feedback, In Mechling/Munzert (Hrsg.): Handbuch Bewegungswissenschaften. Schorndorf: Hofmann 2003, 281-294

## Verwandte Begriffe

- [Lernen, motorisches](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/)
- [Innensicht](https://schwimmlexikon.de/innensicht/)
- [Bewegungstechnik](https://schwimmlexikon.de/bewegungstechnik/)
- [Trainer](https://schwimmlexikon.de/trainer/)
- [Trainingswissenschaftler](https://schwimmlexikon.de/trainingswissenschaftler/)
- [Außensicht](https://schwimmlexikon.de/aussensicht/)
- [Nachwuchstraining](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/)
- [Fasslichkeit](https://schwimmlexikon.de/fasslichkeit/)
- [Anstrengungsempfinden](https://schwimmlexikon.de/anstrengungsempfinden/)
- [Assoziation](https://schwimmlexikon.de/assoziation/)
- [Beanspruchung](https://schwimmlexikon.de/beanspruchung/)
- [Befragung](https://schwimmlexikon.de/befragung/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Feedback. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/feedback/ (abgerufen am 19. Oktober 2026).
