# Feinkoordination

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/feinkoordination/
- Englisch: fine co-ordination
- Schlagwörter: Bewegungslehre, Koordination, Motorik, Technik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-04-18
- Sprache: de

Feinkoordination (fine co-ordination), nach dem Phasenmodell [motorischen Lernens](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/) (Meinel & Schnabel, 2007) Ziel der zweiten Phase, ein fehlerfreier, dem angestrebten [Leitbild](https://schwimmlexikon.de/leitbild-sporttechnisches/) voll entsprechender Bewegungsablaufs als Voraussetzung für höhere [Leistungen](https://schwimmlexikon.de/leistung/) und eine relativ hohe Beständigkeit. Wick (2005) nennt als neues Qualitätsmerkmal „eine deutliche Leistungssteigerung verbunden mit einer gewissen Leichtigkeit im Bewegungsvollzug“ (S.116).  →[Differenzierungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/differenzierungsfaehigkeit/)

Das betrifft nicht nur die Bewegungsausführung in den [Schwimmarten](https://schwimmlexikon.de/sportschwimmarten/) einschließlich [Start](https://schwimmlexikon.de/start/) und [Wende](https://schwimmlexikon.de/wende/), sondern auch die technikorientierten Koordinationsübungen (Reischle & Kandolf, 2015). →[Bewegungskoordination](https://schwimmlexikon.de/bewegungskoordination/)

Am Beispiel des [Kraulschwimmens](https://schwimmlexikon.de/6668-2/) müssten der Feinkoordination entsprechen:

 	biomechanischen Anforderungen (in Weg, Länge, Dynamik) entsprechendes Zugmuster,
 	entspannte [Überwasserphase](https://schwimmlexikon.de/phase-vorbereitende/) (hoher Ellbogen, Hand nahe Körper),
 	korrekte [Eintauchposition](https://schwimmlexikon.de/eintauchphase/);
 	ökonomischer und vortriebswirksamer [Beinschlag,](https://schwimmlexikon.de/beinschlag/)
 	störungsfreie Einfügung der [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/).
 	optimierte [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/) und
 	leistungssteigerndes Ineinandergreifen aller [Teilkörperbewegungen](https://schwimmlexikon.de/teilkoerperbewegung/) (Frank, 1996).

Reischle bietet eine Checkliste an, wonach in der jeweiligen [Schwimmart](https://schwimmlexikon.de/sportschwimmarten/) mindestens 10 Punkte erreicht werden sollten, bevor mit dem [aeroben Grundlagenausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer-aerobe-gai/) begonnen wird (Reischle & Kandolf, 2015, S.202).

 

## Quellen

- Meinel, Schnabel & Krug (2007). Bewegungslehre-Sportmotorik. Aachen: Meyer
- Wick, D. (2005). Biomechanische Grundlagen sportlicher Bewegungen. Balingen: Spitta-Verlag

## Verwandte Begriffe

- [Lernen, motorisches](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/)
- [Leitbild, sporttechnisches](https://schwimmlexikon.de/leitbild-sporttechnisches/)
- [Leistung](https://schwimmlexikon.de/leistung/)
- [Differenzierungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/differenzierungsfaehigkeit/)
- [Sportschwimmarten](https://schwimmlexikon.de/sportschwimmarten/)
- [Start](https://schwimmlexikon.de/start/)
- [Wende](https://schwimmlexikon.de/wende/)
- [Bewegungskoordination](https://schwimmlexikon.de/bewegungskoordination/)
- [Aufbautraining (ABT)](https://schwimmlexikon.de/aufbautraining-abt/)
- [Automatisierung](https://schwimmlexikon.de/automatisierung/)
- [Bewegungspräzision](https://schwimmlexikon.de/bewegungspraezision/)
- [Bewegungsstärke](https://schwimmlexikon.de/bewegungsstaerke/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Feinkoordination. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/feinkoordination/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).
