# Gelenkstabilität

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/gelenkstabilitaet/
- Englisch: joint stability
- Schlagwörter: Anatomie, Langfristiger Leistungsaufbau, Training allgemeines
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-05-21
- Sprache: de

Gelenkstabilität (joint stability), Festigkeit des [Gelenks](https://schwimmlexikon.de/gelenk/), die von [Knochen](https://schwimmlexikon.de/knochen/) bau, Bändern (→Band) und →Muskeln abhängt und somit sehr differenziert ist. So besitzt das [Hüftgelenk](https://schwimmlexikon.de/hueftgelenk/) eine hohe knöcherne (statische) [Stabilität](https://schwimmlexikon.de/stabilitaet/), das Schultergelenk eine hohe band- und muskelgeführte (dynamische) Stabilität.

Die zunehmende Inaktivität der Kinder und Jugendlichen (→[Bewegungsmangel](https://schwimmlexikon.de/bewegungsmangel/)) wirkt ebenso schädlich auf die Stabilität der Gelenke, wie einseitige sportliche →[Belastungen](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) durch eine [frühzeitige Spezialisierung](https://schwimmlexikon.de/fruehzeitige-spezialisierung/). Für ausreichende Gelenkstabilität sind drei zusammenarbeitende Systeme zuständig:

 	das neuronale Kontrollsystem (zentrales und peripheres Nervensystem), das zur richtigen Zeit und im richtigen Ausmaß die Muskulatur aktiviert oder hemmt,
 	das aktive System (Muskulatur),
 	das passive System (Kapsel-Band-Apparat)

Da ein großes [Bewegungsrepertoire](https://schwimmlexikon.de/bewegungsrepertoire/) Voraussetzung ist, um in alltäglichen Bewegungen wie auch im Sport auf neue und immer wiederkehrende Situationen zu reagieren und ausreichend Schutz für die Gelenke zu sichern, propagieren wir die [Vielseitigkeit](https://schwimmlexikon.de/vielseitigkeit/) im Nachwuchstraining (s. [Nachwuchskonzeption des DSV](https://schwimmlexikon.de/nachwuchskonzeption/)). Effektive Übungsformen zur Verbesserung der Gelenkstabilität bieten u.a. das [Schlingentraining](https://schwimmlexikon.de/schlingentraining/) (Krohn-Hansen & Berget, 2015), das [Vibrationstraining](https://schwimmlexikon.de/vibrationstraining/) (Berschin & Sommer, 2004) und [propriozeptives](https://schwimmlexikon.de/foerderung-propriozeptive-neuromuskulaere/) Training (Gollhofer et al. 2001).

 

Übungen: [http://www.fit-und-mobil.info/index.php?ID=194](http://www.fit-und-mobil.info/index.php?ID=194) (Zugriff am 24.05.2016)

 

## Quellen

- Berschin & Sommer (2004). Vibrationskrafttraining und Gelenkstabilität: EMG-Untersuchungen zur Wirkung von Vibrationsfrequenz und Körperhaltung auf Muskelaktivierung und -koaktivierung. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (55)6, 152-156
- Gollhofer, Alt, Lohrer & Gruber (2001). Functional adaptation following proprioceptive training for ankle and knee joint stabilization. Schriften zur Sportwissenschaft, 26, Kovac Hamburg
- Krohn-Hansen & Berget (2015). Schlingentraining. Meyer & Meyer Aachen

## Verwandte Begriffe

- [Gelenk](https://schwimmlexikon.de/gelenk/)
- [Knochen](https://schwimmlexikon.de/knochen/)
- [Hüftgelenk](https://schwimmlexikon.de/hueftgelenk/)
- [Stabilität](https://schwimmlexikon.de/stabilitaet/)
- [Bewegungsmangel](https://schwimmlexikon.de/bewegungsmangel/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [frühzeitige Spezialisierung](https://schwimmlexikon.de/fruehzeitige-spezialisierung/)
- [Bewegungsrepertoire](https://schwimmlexikon.de/bewegungsrepertoire/)
- [Schlingentraining](https://schwimmlexikon.de/schlingentraining/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Gelenkstabilität. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/gelenkstabilitaet/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).
