# Geschwindigkeitsbereiche

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeitsbereiche/
- Englisch: velocity ranges
- Schlagwörter: Belastung, Trainingssteuerung
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-05-21
- Sprache: de

Geschwindigkeitsbereiche (velocity ranges), in der Technik optimaler Bereich der Geschwindigkeit unter dem Aspekt der Effizienz (z.B. Verschleiß) oder der Gefahrenbegrenzung (z.B. Autoreifen).

Mit der Technologie des Global Positioning System (GPS) konnten Geschwindigkeit, Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Zeit-Bewegungsanalyse von Feldsportlern verbessert und Empfehlungen für sportartspezifische Geschwindigkeitsbereiche abgeleitet werden (Dwyer & Gabbett, 2012). Im Schwimmen beschränken wir uns auf die Klassifizierung der [Schwimmgeschwindigkeiten](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/) in m/sec (oder Zeit) und in Relation zur [Wettkampfgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/) (=100%) einer definierten Strecke. Die Geschwindigkeitsbereiche werden als Vorgaben für das [Training](https://schwimmlexikon.de/training/) in den verschiedenen [Trainingsbereichen](https://schwimmlexikon.de/trainingsbereich/) genutzt, sind aber wegen der ungenau zu bestimmenden aktuellen Bestzeit (→[Bestleistung)](https://schwimmlexikon.de/bestleistung/) oder dem Fehlen von entsprechenden [Vorgaben](https://schwimmlexikon.de/vorgabe/) über alle im Training zu schwimmenden Strecken für die Trainingspraxis problematisch. Deshalb hat sich im Schwimmen die [Trainingssteuerung](https://schwimmlexikon.de/trainingssteuerung/) nach [Belastungszonen](https://schwimmlexikon.de/belastungszone/) durchgesetzt, wobei vorwiegend physiologische [Parameter](https://schwimmlexikon.de/parameter/) zu Grunde gelegt werden. Im Laufen werden zum Beispiel 97% der Zunahme des Stoffwechsels über den gesamten Geschwindigkeitsbereich aus der Rate der Kraftgewinnung und dem Volumen der aktiven Beinmuskulatur erklärt (Kipp et al. 2018). Im Schwimmen können z.B. bei "Armarbeit" an der aeroben Schwelle höhere Geschwindigkeiten als bei "Beinarbeit" erreicht werden, was u.a. mit der größeren Muskelmasse der Beine erklärt werden kann (Palve & Keskinen, 1997).  →[Puls](https://schwimmlexikon.de/puls/), →[Lakta](https://schwimmlexikon.de/laktatbildung/) t, →[Geschwindigkeitsmessung](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeitsmessung/)

## Quellen

- Dwyer & Gabbett (2012). Global positioning system data analysis: Velocity ranges and a new definition of sprinting for field sport athletes. The Journal of Strength and Conditioning Research (26)3, 818-824
- Kipp, Grabowski & Kram (2018). What determines the metabolic cost of human running across a wide range of velocities? International Journal of Exercise Science (2)10
- Palve & Keskinen (1997). Comparison of front crawl arm stroking and leg kicking in testing of swimmers. Proceedings XII FINA World Congress on sports medicine, April 1997 Göteborg, Sweden

## Verwandte Begriffe

- [Schwimmgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/)
- [Wettkampfgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/)
- [Training](https://schwimmlexikon.de/training/)
- [Trainingsbereich](https://schwimmlexikon.de/trainingsbereich/)
- [Bestleistung](https://schwimmlexikon.de/bestleistung/)
- [Vorgabe](https://schwimmlexikon.de/vorgabe/)
- [Trainingssteuerung](https://schwimmlexikon.de/trainingssteuerung/)
- [Belastungszone](https://schwimmlexikon.de/belastungszone/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Geschwindigkeitsbereiche. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeitsbereiche/ (abgerufen am 4. November 2026).
