# Hypothalamus

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/hypothalamus/
- Schlagwörter: Anatomie, Motorik, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-05-28
- Sprache: de

Hypothalamus (hypothalamus), Teil des Zwischenhirns (Diencephalon), zentrales Regulationsorgan [vegetativer](https://schwimmlexikon.de/vegetativ/) und [endokriner](https://schwimmlexikon.de/endokrin/) Funktionen wie Nahrungs- und Wasseraufnahme, [Körpertemperatur](https://schwimmlexikon.de/koerpertemperatur/), [Kreislauf,](https://schwimmlexikon.de/kreislauf/) [Sexualität](https://schwimmlexikon.de/sexualitaet/) und [Schlaf](https://schwimmlexikon.de/schlaf/)(ROCHE Lexikon 1987, S.840).

Als oberstes Regulationszentrum des menschlichen [Hormon](https://schwimmlexikon.de/hormone/) systems beeinflusst der Hypothalamus entscheidend die Energiebereitstellung, z.B. die schnelle [Glucose](https://schwimmlexikon.de/glucose/) versorgung durch [Adrenalin](https://schwimmlexikon.de/adrenalin/)(→[Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/)). Andererseits werden durch Sport sowohl die nervale ([autonomes Nervensystem](https://schwimmlexikon.de/nervensystem-autonomes/) und Hypothalamus-Nebennierenmark-Achse) als auch die hormonale Achse (Hypothalamus-Nebennierenrinden-Achse) angeregt (Gerber, 2008). Abnehmende [Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer/) scheint mit Veränderungen in der Funktion des[zentralen Nervensystems](https://schwimmlexikon.de/zentralnervensystem/)  einherzugehen, die zu Müdigkeit führen. Diese scheint durch die Neurotransmitter-Aktivität des dopaminergen Systems beeinflusst zu werden, kann sich aber in erster Linie auf hemmende Signale des Hypothalamus beziehen, die als Folge einer Erhöhung der Gehirntemperatur auftreten (Nybo, 2018). [Übertraining](https://schwimmlexikon.de/uebertraining/) wie [Burnout](https://schwimmlexikon.de/burnout/) sind stressbedingte Entwicklungsprozesse, die auf eine Fehlfunktion des [Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/) und des Hypothalamus, vor allem der Hypophyse, hinweisen (Selänne et al. 2013).

Exkurs: "Im Leistungssport treten häufig Umwelt[stressor](https://schwimmlexikon.de/stressor/) en in Kombination ([Höhe](https://schwimmlexikon.de/hoehentraining-natuerliches/), [Kälte](https://schwimmlexikon.de/kaelte/) oder [Wärme](https://schwimmlexikon.de/waermeregulation/)/Feuchtigkeit und Verschmutzung) auf. Wenn [sensorische](https://schwimmlexikon.de/sensorik/) Informationen aus verschiedenen Quellen, einschließlich der inneren Organe, der Haut und des Rückenmarks, in den Hypothalamus gelangen, führt das zu einer  physiologischen Reaktion. Daher gehören akute und chronische Anpassungen von Blutfluss, Beatmung, Herzleistung und Schweißproduktion zu den typischen Effekten, die für die [Homöostase](https://schwimmlexikon.de/homoeostase/) und letztlich für das Überleben erforderlich sind. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Sport unter extremen [Umweltbedingungen](https://schwimmlexikon.de/umwelt/) ist jedoch die körperliche Verfassung und die gezielte Vorbereitung des Athleten. Die [Akklimatisierung](https://schwimmlexikon.de/akklimatisation/) (Anpassung an die Zielumgebung) oder die [Adaptation](https://schwimmlexikon.de/adaptation-biologische/) (Anpassung an einen bestimmten Stressor) bietet dem Athleten einen großen [phänotypischen](https://schwimmlexikon.de/phaenotyp/) Vorteil gegenüber einem gleichwertigen, nicht klimatisierten Teilnehmer." (Pedlar & Whyte, 2016).

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

## Quellen

- Gerber, M. (2008). Sportliche Aktivität und Stressreaktivität: Ein Review. Dt. Z. für Sportmedizin, 7-8 (59), 168-174
- Pedlar & Whyte (2016). Performing in extreme environments. Strength and conditioning for sports performance, 519-535
- Selänne, Ryba & Leppäluoto (2013). Common Features in Overtrained Athletes and Individuals with Professional Burnout: Implications for Sports Medical Practice. Athletic Insight Journal (5)3, 309-321

## Verwandte Begriffe

- [vegetativ](https://schwimmlexikon.de/vegetativ/)
- [endokrin](https://schwimmlexikon.de/endokrin/)
- [Körpertemperatur](https://schwimmlexikon.de/koerpertemperatur/)
- [Kreislauf](https://schwimmlexikon.de/kreislauf/)
- [Sexualität](https://schwimmlexikon.de/sexualitaet/)
- [Schlaf](https://schwimmlexikon.de/schlaf/)
- [Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/)
- [Glucose](https://schwimmlexikon.de/glucose/)
- [Affekthandlung](https://schwimmlexikon.de/affekthandlung/)
- [Geschlechtsreife](https://schwimmlexikon.de/geschlechtsreife/)
- [Parasympathikus](https://schwimmlexikon.de/parasympathikus/)
- [Pubertät](https://schwimmlexikon.de/pubertaet/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Hypothalamus. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/hypothalamus/ (abgerufen am 9. Oktober 2026).
