# Immunglobulin

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/immunglobulin/
- Englisch: immunoglobulin
- Schlagwörter: Erkrankung, Physiologie, Sportmedizin
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-05-30
- Sprache: de

Immunglobulin (immunoglobulin) Träger der immunologischen Abwehr im [Blut](https://schwimmlexikon.de/blut/)(→[Antikörper](https://schwimmlexikon.de/antikoerper/)), man kann sie als „Gesundheitswächter“ des Körpers bezeichnen (veraltet Gammaglobuline). Diese [Eiweiße](https://schwimmlexikon.de/eiweisse/) verbinden sich mit dem zu bekämpfenden Fremdkörper und docken an körpereigene Zellen an. Diese vernichten die Fremdkörper und schützen so den Organismus vor [Infektionen](https://schwimmlexikon.de/infektionskrankheit/). Die Blutwerte für Immunglobuline sind keine Standard-Parameter in der sportmedizinischen Grunduntersuchung. Ihre Konzentration im Blut kann jedoch Auskunft darüber geben, wie gut das Immunsystem aufgestellt ist und ob jemand gegen bestimmte [Erkrankungen](https://schwimmlexikon.de/erkrankung/) bereits immunisiert ist. Der komplette Immunstatus ist jedoch keine Kassenleistung. Sowohl bei Nichtsportlern als auch bei hochtrainierten Ausdauerathleten hatten Faktoren wie Stress, Schlafdefizit und Zufuhr von Makro- und Mikronaehrstoffen einen deutlichen Einfluss auf verschiedene immunologische Parameter sowie die Infektinzidenz (König et al. 2000)..

Exkurs: Für Sportler mit erhöhter Infektanfälligkeit und zu Zeiten erhöhter Infektgefahr wird empfohlen, bei Abwägung der Kosten-Nutzen-Relation Immunglobulin zu verabreichen (Fröhlich et al. 1986, S.32). In Studien wurde nachgewiesen, dass [Stress](https://schwimmlexikon.de/stress/) und [Ängste](https://schwimmlexikon.de/angst/) den Immunglobulin A- und E-Spiegel steigen lassen (u.a. Stoll, 1998). Dem entgegen wurde bei einer australischen Studie an männlichen und weiblichen Profischwimmern diese eigentlich überzeugende Theorie, dass hartes Training die Immunität gegen Krankheiten verringert und folglich einen negativen Einfluss auf die Leistung hat, in Frage gestellt. Es wurde deutlich, dass eine Trainingssaison die Konzentration des Immunglobulin im Speichel nicht erhöhte und darüber hinaus die Infektion der Atemwege keine erwähnenswerten Auswirkungen auf die Wettkampfleistung hatte (http://www.trainingsworld.com/sportmedizin/training-und-immunitaet-1273985.html, Zugriff am 8.07.2016)

## Quellen

- König, Grathwohl, Deibert, Weinstock, Northoff & Berg (2000). Sport und Infekte der oberen Atemwege - Epidemiologie, Immunologie und Einflussfaktoren. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (51) 7/8, 244-250

## Verwandte Begriffe

- [Blut](https://schwimmlexikon.de/blut/)
- [Antikörper](https://schwimmlexikon.de/antikoerper/)
- [Eiweiße](https://schwimmlexikon.de/eiweisse/)
- [Infektionskrankheit](https://schwimmlexikon.de/infektionskrankheit/)
- [Erkrankung](https://schwimmlexikon.de/erkrankung/)
- [Stress](https://schwimmlexikon.de/stress/)
- [Angst](https://schwimmlexikon.de/angst/)
- [Blutbild](https://schwimmlexikon.de/blutbild/)
- [Immunsystem](https://schwimmlexikon.de/immunsystem/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Immunglobulin. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/immunglobulin/ (abgerufen am 24. Oktober 2026).
