Inertiale Messeinheit (IMU)

03. August 2022 Allgemein, I 0

Inertiale Messeinheit (inertial measurement unit, IMU) eine räumliche Kombination mehrerer Inertialsensoren wie Beschleunigungssensoren und Drehratensensoren (Wikipedia). →Biomechanik

In jüngster Zeit werden tragbare IMUs (Inertial Measurement Unit) verstärkt für die Analyse von Schwimmbewegungen in allen Wettkampfschwimmtechniken eingesetzt (Guignard et al., 2017b), da die Anwendung videobasierter Systeme in aquatischen Umgebungen eine Herausforderung darstellt (Callaway et al., 2010). Sie werden in einer Vielzahl von Studien zur Variablenextraktion in verschiedenen Schwimmphasen wie Start (Vantorre et al., 2014), Schwimmen (Davey et al., 2008) und Wende (Slawson et al., 2012) eingesetzt. Neuartige Algorithmen zur Orientierungsanalyse ermöglichten es, die 3-dimensionale Orientierung der IMU mit hoher Genauigkeit zu schätzen, indem Beschleunigungsmesser-, Gyroskop- und Magnetometerdaten zusammengeführt wurden (Madgwick et al., 2011). Dieser Ansatz wird im Schwimmsport für die Bewertung der intersegmentalen Koordination (Guignard et al., 2017a), die Erkennung der Körperhaltung (Wang et al., 2019) und der Geschwindigkeit während des Schwimmens (Worsey et al., 2018) eingesetzt. In einer anderen Studie wird ein neuer Analyseansatz vorgeschlagen, bei dem Rumpfaufrichtung, Körperbalance und Körperrotation als neue Indizes für die Schwimmanalyse verwendet werden (Félix et al., 2019; Morouço et al., 2020). In Anbetracht der Bedeutung phasenbezogener kinematischer Variablen haben Hamidi Rad et al. (2022) ein neues Leistungsbewertungs-Feedback (SmartSwim) unter Verwendung von IMU angewendet. Die Studie hat gezeigt, dass SmartSwim den Trainer durch eine quantitative Bewertung der Schwimmleistung unterstützen kann (HamiRad et al. 2022).