# Interaktion

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/interaktion/
- Englisch: interaction
- Schlagwörter: Psychologie, Sozialkompetenz, Soziologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-05-31
- Sprache: de

Interaktion (interaction), lat. aus inter „zwischen“ und actio „Handlung“; wechselseitiges Einwirken von Akteuren oder Systemen, z.B. die Interaktion zwischen Hand und Wasser beim Schwimmen. Als soziale Interaktion Kontaktaufnahme bzw. Umgang oder Verbindung von Menschen (einzeln oder [Gruppen](https://schwimmlexikon.de/gruppe-soziale/), auch zwischen Mensch und Tier) als eine wesentliche Grundlage der [Sozialisation](https://schwimmlexikon.de/sozialisation/). Soziale Interaktion betrifft immer beide Seiten, im Gegensatz zur [Kommunikation](https://schwimmlexikon.de/kommunikation/), die auch einseitig verlaufen kann. →[Führungsstil, demokratischer](https://schwimmlexikon.de/fuehrungsstil-demokratischer/), →[Beziehung, soziale](https://schwimmlexikon.de/beziehung-soziale/), →[Sozialkompetenz](https://schwimmlexikon.de/sozialkompetenz/)

Soziale Interaktion ist nicht nur ein wichtiger Aspekt für das [Trainingsumfeld](https://schwimmlexikon.de/leistungsvoraussetzungen-aeussere/) (Verein, Schule, Eltern, Freunde), sondern für das [Training](https://schwimmlexikon.de/training/) selbst. Die Sozialwissenschaften gehen davon aus, dass die Beziehung zwischen Erzieher und zu Erziehendem von einer wechselseitigen Verhaltensbeeinflussung geprägt sein sollte. Das lässt sich eins zu eins auf das Verhältnis Trainer zu Sportler übertragen. Wechselseitig heißt, dass das Verhalten des Trainers auch vom Sportler modifiziert werden kann, mit zunehmender Bedeutung zum [Hochleistungstraining](https://schwimmlexikon.de/hochleistungstraining-hlt/) hin. So sollten die[individuellen Trainingspläne (ITP)](https://schwimmlexikon.de/trainingsplan-individueller-itp/) immer das Produkt einer Interaktion sein. Besonders im Sport können interaktive Beziehungen auch wortlos (nonverbal) allein über die [Körpersprache](https://schwimmlexikon.de/koerpersprache/) ablaufen, z.B. die Verständigung zwischen Trainer und Sportler im [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/). Hohe Anforderungen an soziale Interaktion erfordern Abstimmungen zum Spielerverhalten in Mannschaftssportarten (→[Gruppendynamik](https://schwimmlexikon.de/gruppendynamik/)).
"Unsere Beziehungen sind immer die Summe ihrer Interaktionen" Patricia Welsh (*1984), deutsche Dichterin und Schriftstellerin

## Verwandte Begriffe

- [Gruppe, soziale](https://schwimmlexikon.de/gruppe-soziale/)
- [Sozialisation](https://schwimmlexikon.de/sozialisation/)
- [Kommunikation](https://schwimmlexikon.de/kommunikation/)
- [Führungsstil, demokratischer](https://schwimmlexikon.de/fuehrungsstil-demokratischer/)
- [Beziehung, soziale](https://schwimmlexikon.de/beziehung-soziale/)
- [Sozialkompetenz](https://schwimmlexikon.de/sozialkompetenz/)
- [Leistungsvoraussetzungen, äußere](https://schwimmlexikon.de/leistungsvoraussetzungen-aeussere/)
- [Training](https://schwimmlexikon.de/training/)
- [Adaptation, soziale](https://schwimmlexikon.de/adaptation-soziale/)
- [Blockperiodisierung](https://schwimmlexikon.de/blockperiodisierung/)
- [Entwicklungsphasen](https://schwimmlexikon.de/entwicklungsphasen/)
- [Freizeitsport](https://schwimmlexikon.de/freizeitsport/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Interaktion. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/interaktion/ (abgerufen am 14. Oktober 2026).
