# Intervallmethode

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/intervallmethode/
- Englisch: IM
- Schlagwörter: Ausdauertraining, Methode, Training
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2026-09-04
- Sprache: de

Intervallmethode (IM) (interval method), Methode des [Ausdauer-](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) und [Kraftausdauertrainings](https://schwimmlexikon.de/kraftausdauertraining/), bei der submaximale Belastungsphasen (→[Teilstrecken](https://schwimmlexikon.de/teilstrecke/), Wiederholungen je Serie) durch unvollständige Erholungsphasen (→ [„lohnende Pausen](https://schwimmlexikon.de/pause-lohnende/)“) unterbrochen werden, mit denen bewusst ein Rückgang physiologischer Parameter (→[Puls](https://schwimmlexikon.de/puls/), →[Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/) usw.) auf Ruhewerte verhindert wird. Die Pausenlänge wird von der [Belastungsdauer](https://schwimmlexikon.de/belastungsdauer/)(Streckenlänge, Zugzeit...) und der [Belastungsintensität](https://schwimmlexikon.de/belastungsintensitaet/) bestimmt. Kriterium der [Erholungspause](https://schwimmlexikon.de/erholungspause/) ist die Herzfrequenz (120-140 Schläge/min nach „Freiburger Prägung“), wobei diese individuell sehr streut. →[Schwimmgeschwindigkeit, kritische](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit-kritische/)

Im Interesse der [Trainingssteuerung](https://schwimmlexikon.de/trainingssteuerung/) wurden die zahlreichen Varianten des Intervalltrainings nach Belastungsintensität und Belastungsdauer geordnet. Die Intensität spielt dabei die dominierende Rolle. Es wird zwischen [extensiven](https://schwimmlexikon.de/intervallmethode-extensive/) und[intensiven Intervallmethoden](https://schwimmlexikon.de/intervallmethode-intensive/) unterschieden. Eine noch präzisere Einordnung erfolgt über [Trainingsbereiche](https://schwimmlexikon.de/trainingsbereich/) und [Belastungszonen](https://schwimmlexikon.de/belastungszone/).

Nach der Belastungsdauer wird im Schwimmen angepasst an die Wettkampfstrecken zwischen [Kurzzeit](https://schwimmlexikon.de/kurzzeitausdauer/)- (15-60 s*, Pause 20 s), [Mittelzeit](https://schwimmlexikon.de/mittelzeitausdauer/)- (1-3 min, Pause 45-60 s) und [Langzeit](https://schwimmlexikon.de/langzeitausdauer/) Intervallmethode (4- 15 min, Pause 1- 3 min) unterschieden.

Die Wirkung der  „lohnenden Pause“ wird mit einem [Reiz](https://schwimmlexikon.de/reiz/) zur Herzerweiterung erklärt, während die Belastungsphase einen [Hypertrophi](https://schwimmlexikon.de/hypertrophie/) ereiz auf den Herzmuskel ausübt (Reindell, Rosskam & Gerschler, 1962). Die Pause ist dabei eine wichtige Steuergröße (→[Belastungsdichte](https://schwimmlexikon.de/belastungsdichte/)). In Anpassung an die Belastungsdauer (Streckenlänge) und Intensität (Zeit) wird die Pause passiv oder aktiv durchgeführt. Bereits Unterschiede von 10 Sekunden können den Anteil an [aerober Energiebereitstellung](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel-aerober/) um 10-15% verändern (Ungerechts, 2005). Mit der Intervallmethode wird die Funktionsbreite einzelner Organsysteme erreicht, die Bewegungsausführung gegenüber Störeinflüssen (→[Ermüdung](https://schwimmlexikon.de/ermuedung/)) gefestigt und die Bereitschaft gestärkt, trotz unangenehmer subjektiver Bedingungen, die Serie weiter zu schwimmen.

Zum Intervalltraining liegen zahlreiche Studien vor (in der IAT Datenbank über 800), wobei in den letzten Jahren besonders das hochintensive Intervalltraining ([HIT](https://schwimmlexikon.de/hit/)) im Fokus steht. Rosenblat et al. (2022) verglichen die Auswirkungen von hochintensiven Intervalltraining (HIT) und [Sprintintervalltraining](https://schwimmlexikon.de/sprinttraining/) (SIT) auf die [VO2max](https://schwimmlexikon.de/sauerstoffaufnahme-maximale-vo2max/). Nur HIT führte zu einer statistisch signifikanten Verbesserung der [Herzfunktion](https://schwimmlexikon.de/herzleistungsquotient/). Sowohl HIT als auch SIT erhöhten die maximale [Citrat-Synthase](https://schwimmlexikon.de/citratzyklus/)-Aktivität, während Veränderungen bei anderen peripheren Messgrößen ([Kapillardichte](https://schwimmlexikon.de/kapillarisierung/), [mitochond](https://schwimmlexikon.de/mitochondrion/) riale Atmung) nur bei SIT auftraten. Sowohl kontinuierliche als auch Intervalltrainingsprogramme mit maximaler aerober Geschwindigkeit können die maximale VO2max-Reaktion vor der Erschöpfung hervorrufen. Dabei ist Intervallschwimmen (100-Meter-Serien mit 15'-Pause) ein wirksames Mittel, um die maximale VO2-Werte zu verlängern und trägt zu einer Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme bei (Kalganova et al 2026)..

####### *Teilweise wird der Kurzzeitausdauerbereich bis 2 min angegeben, entsprechend der Wettkampfstruktur im Schwimmen erscheint 1 min angemessener und zudem von erheblicher trainingsmethodischer Relevanz zu sein (Vgl. Prinzipskizze bei Wick, 2010, S.14). Was die Notwendigkeit fundierter Ausdauergrundlagen betrifft, dann „scheiden sich über einer Minute Belastungsdauer die Geister“.

## Quellen

- Reindell, Rosskamm & Gerschler (1962). Das Intervalltraining. J.A. Barth - München
- Rosenblat, M. A., Granata, C. & Thomas, S. G. (2022). Effect of interval training on the factors influencing maximal oxygen consumption: a systematic review and meta-analysis. Sports Medicine, 52 (6), 1329-1352. Zugriff am 02.08.2022 unter https://doi.org/10.1007/s40279-021-01624-5. https://doi.org/10.1007/s40279-021-01624-5
- Ungerechts, B. (2005). Wissenschaftliche Hintergründe für die Leistungsentwicklung im japanischen Schwimmsport. DSV-Jahrestagung Barsinghausen 2005

## Verwandte Begriffe

- [Ausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/)
- [Kraftausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/kraftausdauertraining/)
- [Teilstrecke](https://schwimmlexikon.de/teilstrecke/)
- [Pause, lohnende](https://schwimmlexikon.de/pause-lohnende/)
- [Puls](https://schwimmlexikon.de/puls/)
- [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/)
- [Belastungsdauer](https://schwimmlexikon.de/belastungsdauer/)
- [Belastungsintensität](https://schwimmlexikon.de/belastungsintensitaet/)
- [Ausdauertraining (Kinder)](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining-kinder/)
- [Dauermethode](https://schwimmlexikon.de/dauermethode/)
- [Fahrt(en)spiel](https://schwimmlexikon.de/fahrtenspiel/)
- [Handy](https://schwimmlexikon.de/handy/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2026). Intervallmethode. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/intervallmethode/ (abgerufen am 6. November 2026).
