# Katecholamine

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/katecholamine/
- Schlagwörter: Ausdauer, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-06-06
- Sprache: de

Katecholamine/Katechin (catecholamines), Gruppe von körpereigenen [Hormonen](https://schwimmlexikon.de/hormone/)([Adrenalin](https://schwimmlexikon.de/adrenalin/), [Noradrenalin](https://schwimmlexikon.de/noradrenalin/), [Dopamin](https://schwimmlexikon.de/dopamin/)) und Arzneistoffen (Isoprenatin, Dobutamin und Dopexamin). Die körpereigenen (biogenen) Hormone werden im Nebennierenmark (Teil der →[Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/)) gebildet und mit zunehmender [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/) verstärkt ausgeschüttet ([Stressregulation](https://schwimmlexikon.de/stresshormone/)). →[Muskelfasertypen](https://schwimmlexikon.de/muskelfasertypen/), →[Stress](https://schwimmlexikon.de/stress/)

Bei mehrstündigen [Ausdauerbelastungen](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) kommt es zur dreifach höheren Katecholaminkonzentration im [Blut](https://schwimmlexikon.de/blut/). Katecholamine steigern die [Leistungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-sportliche/) von [Kreislauf](https://schwimmlexikon.de/kreislauf/), [Energieumsatz](https://schwimmlexikon.de/energieumsatz/) und der [nervalen Reaktionsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/reaktion/) (Engelhardt & Neumann,1994). Adrenalin und Noradrenalin stimulieren das sympathoadrenerge System (SAS = Verbindung zwischen sympathischen Nervensystem und Nebennierenmark), das unter anderem das [Herz-Kreislauf-System](https://schwimmlexikon.de/herz-kreislaufsystem/) und den [Energiestoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel/) reguliert und so wesentlich die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflusst. Unklar ist derzeit die diagnostische Bedeutung der Katecholamine in Zusammenhang mit [Übertraining](https://schwimmlexikon.de/uebertraining/) und der Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Strobel, 2002). [Ausdauersportler](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) zeigen als Reaktion auf intensive Bewegung eine höhere Adrenalinreaktion auf Bewegung als untrainierten Probanden (Zouhal et al. 2008). Dieses Phänomen wird als "Sportnebennierenmark" bezeichnet.

Über den Zusammenhang zwischen Katecholaminen und [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/) gibt es in der aktuellen Literatur derzeit unterschiedliche Theorien. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass ein Zusammenhang besteht und die Katecholamine vor dem Laktat ansteigen. Um zu hohe Katecholaminwerte und damit Stress zu vermeiden sind niedrigere Laktatwerte erhöhten Werten eindeutig vorzuziehen (Blatzheim, 2011).

## Quellen

- Engelhardt & Neumann (1994). Sportmedizin – Grundlagen für alle Sportarten. München: BLV Verlagsgesellschaft mbH 1994
- Strobel, G. (2002). Sympathoadrenerges System und Katecholamine im Sport. Dt. Z. F. Sportmedizin 3 (53), 84/85

## Verwandte Begriffe

- [Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/)
- [Adrenalin](https://schwimmlexikon.de/adrenalin/)
- [Noradrenalin](https://schwimmlexikon.de/noradrenalin/)
- [Dopamin](https://schwimmlexikon.de/dopamin/)
- [Nebennierenrinde](https://schwimmlexikon.de/nebennierenrinde/)
- [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/)
- [Stresshormone](https://schwimmlexikon.de/stresshormone/)
- [Muskelfasertypen](https://schwimmlexikon.de/muskelfasertypen/)
- [Amenorrhö](https://schwimmlexikon.de/amenorrhoe/)
- [Biokatalysator](https://schwimmlexikon.de/biokatalysator/)
- [Herzrhythmusstörung](https://schwimmlexikon.de/herzrhythmusstoerung/)
- [Langzeitgedächtnis](https://schwimmlexikon.de/langzeitgedaechtnis/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Katecholamine. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/katecholamine/ (abgerufen am 4. Oktober 2026).
