# Kindheit

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/kindheit/
- Schlagwörter: Kind, Pädagogik, Psychologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-06-07
- Sprache: de

Kindheit (childhoot; infancy), Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Übergang in das [Jugendalter](https://schwimmlexikon.de/jugendalter/)(Beginn der [Pubertät](https://schwimmlexikon.de/pubertaet/)), aber biologisch wegen der unterschiedlichen [Wachstumsverläufe](https://schwimmlexikon.de/wachstumszone/) schwer einzugrenzen, rechtlich bis Vollendung des 14. Lebensjahres, Um die Entwicklungsaufgaben (→[Wachstum](https://schwimmlexikon.de/wachstum/), →[Lernen](https://schwimmlexikon.de/lernen/)) bewältigen zu können ist das Kind frei von der Verantwortung des Erwachsenen (Beruf, →[Familie](https://schwimmlexikon.de/familie/)). Durch den Einfluss der [Medien](https://schwimmlexikon.de/medien/)(→[Gewalt](https://schwimmlexikon.de/gewalt/), →[Sexualität](https://schwimmlexikon.de/sexualitaet/)) wird Kindheit zunehmend „entzaubert“. Im Rahmen des breiten Spektrums an [Freizeit](https://schwimmlexikon.de/freizeit/) angeboten nimmt der Sport in der Kindheit einen großen Raum ein. Hierbei sind die unterschiedlichen Wachstumsverläufe und [Begabungen](https://schwimmlexikon.de/begabung/) bei der inhaltlichen und methodischen Gestaltung zu berücksichtigen. →[Kindesalter](https://schwimmlexikon.de/kindesalter-fruehes/),

Verschiedentlich wird dem [Leistungssport](https://schwimmlexikon.de/leistungssport/)„verlorene Kindheit“ unterstellt. Dazu sollten wir zunächst nicht „Außenstehenden“ (Medien, Wissenschaftlern) das Wort geben, sondern den Betroffenen selbst. Eine Befragung unter jungen Leistungssportlern ergab, dass selbst die Spitzenleister eine robuste, selbstzufriedene, vermutlich überdurchschnittlich glückliche [Gruppe](https://schwimmlexikon.de/gruppe-soziale/) ist...auch indem sie in ihrer frei verfügbaren Zeit eine Mitte und Ordnung haben, die sie weniger anfällig gegenüber den typischen Orientierungsproblemen der heutigen Jugend macht…Das sportliche Engagement stabilisiert psychische Sicherheit und Robustheit und verringert die Anfälligkeit gegenüber psychosomatischen Beschwerden aller Art (Kurz, 1994). Damit auch Leistungssport eine erfüllte Kindheit gewährleistet, sollte der Trainer die folgenden Prinzipien in seiner Arbeit beachten:

 	sichere, dass die sportliche [Karriere](https://schwimmlexikon.de/karriereplanung/) deiner Aktiven nicht mit gesundheitlichen Dauerfolgen endet,
 	unterstütze [soziale Beziehungen](https://schwimmlexikon.de/beziehung-soziale/) und [Bindungen](https://schwimmlexikon.de/bindung/) deiner Sportler zu Gleichaltrigen,
 	verhindere, dass durch das Engagement im Leistungssport die beruflichen Chancen geschmälert werden (→[duale Karriere](https://schwimmlexikon.de/duale-karriere/)),
 	akzeptiere und unterstütze im Rahmen der Möglichkeiten die [Freizeitinteressen](https://schwimmlexikon.de/interesse/) deiner Sportler,
 	gehe mit der Zeit für Sport sparsam um,
 	helfe deinem Sportler, die sportliche Karriere rechtzeitig zu beenden, wenn die Leistungsreserven ausgeschöpft sind und unterstütze ihn, seine Kräfte in die weitere schulisch-berufliche Ausbildung zu kanalisieren (nach Kurz, 1994).

Exkurs: "Noch bevor ein Kind auf die Welt kommt, haben seine [Eltern](https://schwimmlexikon.de/eltern/) schon eine Vorstellung davon, was sie in der [Erziehung](https://schwimmlexikon.de/erziehung/) besser machen wollen. Besser als die eigenen Eltern, besser als die Freunde, besser als die Nachbarn". Es ist nicht die Aufgabe von Eltern, Lehrern oder [Trainern](https://schwimmlexikon.de/trainer/), den Geist eines Kindes zu formen. Ihre Aufgabe ist es, dem Kind die Möglichkeit zu bieten, seinen Geist eigenständig zu entwickeln; sich seine Welt selbst zu erschließen (G.L. Metzler, die sich in ihrem Beitrag in focus-online vom 11.11.2019 auf Aussagen des Hirnforschers Gerald Hüther stützt: [https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/erziehung-hirnforscher-wie-eltern-kindern-den-wichtigsten-aspekt-der-kindheit-stehlen_id_10930803.html](https://www.focus.de/familie/eltern/familie-heute/erziehung-hirnforscher-wie-eltern-kindern-den-wichtigsten-aspekt-der-kindheit-stehlen_id_10930803.html)) - Zugriff 19.11.2019

 "Die Kindheit ist vorbei, wenn man bei der Augsburger Puppenkiste die Fäden sieht." Verfasser unbekannt

 

## Quellen

- Kurz, D. (1994). Die Gegenwart leben, die Zukunft nicht opfern! Leistungssport 4/1994, 33-35

## Verwandte Begriffe

- [Jugendalter](https://schwimmlexikon.de/jugendalter/)
- [Pubertät](https://schwimmlexikon.de/pubertaet/)
- [Wachstumszone](https://schwimmlexikon.de/wachstumszone/)
- [Wachstum](https://schwimmlexikon.de/wachstum/)
- [Lernen](https://schwimmlexikon.de/lernen/)
- [Familie](https://schwimmlexikon.de/familie/)
- [Medien](https://schwimmlexikon.de/medien/)
- [Gewalt](https://schwimmlexikon.de/gewalt/)
- [Aberglaube](https://schwimmlexikon.de/aberglaube/)
- [Allergie](https://schwimmlexikon.de/allergie/)
- [Anschlusstraining (AST)](https://schwimmlexikon.de/anschlusstraining/)
- [Atemminutenvolumen (AMV)](https://schwimmlexikon.de/atemminutenvolumen-amv/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Kindheit. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/kindheit/ (abgerufen am 22. Oktober 2026).
