# Körperfettmessung

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/koerperfettmessung/
- Englisch: Body fat measurement
- Schlagwörter: Leistungsdiagnostik, Methode, Sportmedizin
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2020-01-04
- Sprache: de

Körperfettmessung (Body fat measurement), Messung des [Körperfett](https://schwimmlexikon.de/koerperfettanteil/) depots, angegeben in Prozent der Körpermasse.

Es existieren verschiedene Messverfahren:

 	Nah-Infrarot-technologie (mit Infrarotkopf am Bizeps),
 	Bioimpedanzmethode („Fettwaage“)
 	Kernspintomographie (MRT-Schnittstellen),
 	Hautfaltenmessung (Hautfaltendicke mittels Kaliper).

Der diagnostische Ultraschall (US) wird wegen seiner präzisen Ergebnisse hervorgehoben und ermöglicht auch Messungen im Feld. Mit dieser Methode ermittelten Störchli et al. (2016) geschlechtsspezifische Unterschiede in der Fettverteilung an fünf von acht standardisierten Stellen. Diese wurden der Medizinischen Kommission des [IOC](https://schwimmlexikon.de/internationales-olympisches-komitee-ioc/) als Standard empfohlen: Oberbauch, Unterbauch, Erektor spinae, distaler Trizeps, Brachioradialis, lateraler Oberschenkel, vorderer Oberschenkel, mediale Wade (Müller et al. 2016).

In der sportmedizinischen Praxis wird noch die Messung der Hautfaltendicke bevorzugt. Von Fettwaagen wird wegen ihrer Ungenauigkeit abgeraten. Diese Messungen werden regelmäßig an Sportlern durchgeführt, um Körperfett und [fettfreie Masse](https://schwimmlexikon.de/koerpermasse-fettfreie/) anteilmäßig zu beurteilen. Dadurch kann der Bezug zum [Trainings-](https://schwimmlexikon.de/trainingszustand/), Gesundheits- oder Ernährungszustand hergestellt werden (Herm, 2003). Im Vergleich zu  Elite-Gruppen in anderen Sportarten, wie Laufen, scheinen Schwimmer einen höheren Körperfettanteil zu haben (Thorland et al. 1983); im Vergleich zu Nichtsportlern ist er niedriger (Rossi et al. 2014). Es wurde bereits vorgeschlagen, dass ein gewisses Maß an Körperfett für Schwimmer nützlich sein kann, um den Auftrieb und die Körperlage im Wasser zu verbessern, oder durch "gerundete Körperoberflächen" den Widerstand zu reduzieren (Stager et al. 1984; Bixler 2005). →[Körperfettanteil](https://schwimmlexikon.de/koerperfettanteil/)

## Quellen

- Herm, K.P. (2003). Methoden der Körperfettbestimmung. Dt. Z. f. Sportmedizin 5 (54), 153/154
- Müller, Lohman, Stewart, Maughan, Meyer, Sardinha, Kirihennedige, Reguant-Closa, Risoul-Salas, Sundgot-Borgen, Ahammer, Anderhuber, Fürhapter-Rieger, Kainz, Materna, Pilsl, Pirstinger & Ackland (2016). Subcutaneous fat patterning in athletes: selection of appropriate sites and standardisation of a novel ultrasound measurement technique: ad hoc working group on body composition, health and performance, under the auspices of the IOC Medical Commission. British Journal of Sports Medicine (50)1, 45-54
- Rossi, Ricci-Vitor, Sabino, Vanderlei & Freitas (2014). Autonomic modulation and its relation with body composition in swimmers. The Journal of Strength and Conditioning Research, 7 (48), 2047-2053
- Thorland, Johnson, Housh & Refse (1983). Anthropometric characteristics of elite adolescent compeititve swimmers. Human Biology. 55:735-748

## Verwandte Begriffe

- [Körperfettanteil](https://schwimmlexikon.de/koerperfettanteil/)
- [Internationales Olympisches Komitee (IOC)](https://schwimmlexikon.de/internationales-olympisches-komitee-ioc/)
- [Körpermasse, fettfreie](https://schwimmlexikon.de/koerpermasse-fettfreie/)
- [Trainingszustand](https://schwimmlexikon.de/trainingszustand/)
- [Fettmessung](https://schwimmlexikon.de/fettmessung/)
- [Idealgewicht](https://schwimmlexikon.de/idealgewicht/)
- [Körperbau](https://schwimmlexikon.de/koerperbau/)
- [Körpergewicht](https://schwimmlexikon.de/koerpergewicht/)
- [Muskelmasse, aktive](https://schwimmlexikon.de/muskelmasse-aktive/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Körperfettmessung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/koerperfettmessung/ (abgerufen am 14. Oktober 2026).
