# Kohlendioxid

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/kohlendioxid/
- Schlagwörter: Biochemie, Physiologie, Schwimmen
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2019-11-28
- Sprache: de

Kohlendioxid/Kohlenstoffdioxid (carbondioxid), farb- und geruchloses Gas (CO2), das in der Einatmungsluft (0,03 %) enthalten ist und in leicht gesteigerter Konzentration das Atemzentrum im Gehirn aktiviert. Aus anorganischem Kohlendioxid und Wasser entsteht bei der Photosynthese [Glucose](https://schwimmlexikon.de/glucose/). Die Konzentration von CO2 im Blut beeinflusst den [pH-Wert](https://schwimmlexikon.de/ph-wert/) und damit indirekt den Sauerstoffhaushalt. Kohlendioxid wird im Plasma zu 60-80% in Form von Biocarbonat transportiert und über die [Lunge](https://schwimmlexikon.de/lunge/) ausgeschieden. Die Konzentration von CO2 liegt in der Ausatmungsluft bei etwa 4 %.  Konzentrationen über 6% wirken toxisch. →[Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/), →[Gasstoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/gasstoffwechsel/)

Bei [Übertraining](https://schwimmlexikon.de/uebertraining/) finden sich Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels mit Insulinresistenz und erniedrigten [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/) spiegel bei [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/). Eine Kohlenhydratverarmung führt zu hormonellen Störungen, z. B. unter maximalen Belastungsbedingungen zu einem reduzierten Anstieg von adrenokortikotropem Hormon (ACTH) und [Wachstumshormon](https://schwimmlexikon.de/wachstumshormon-gh/) sowie von [Cortisol](https://schwimmlexikon.de/cortisol/) (Steinacker et al. 2010). Beim [Höhentraining](https://schwimmlexikon.de/hoehentraining/) wird der Kohlenhydratstoffwechsel bzw. die [Glykolyse](https://schwimmlexikon.de/glykolyse/) stärker beansprucht und es besteht die Gefahr, daß bei chronischem Glykogenmangel der [Proteinkatabolismus](https://schwimmlexikon.de/proteinumsatz/) ([Serumharnstoff](https://schwimmlexikon.de/harnstoff/)) zu hoch ansteigt (Neumann, 1999).

Vor längeren Tauchgängen (z.B. 50m [Streckentauchen](https://schwimmlexikon.de/sporttauchen/)) wird häufig noch empfohlen, vor dem [Start](https://schwimmlexikon.de/start/) verstärkt zu atmen (hyperventilieren). Bei der [Hyperventilation](https://schwimmlexikon.de/hyperventilation/) wird Kohlendioxid zwar vermehrt abgeatmet und dadurch der CO2-Druck gesenkt, wodurch der wichtige Reiz als Antrieb zum Einatmen reduziert wird oder ausbleiben kann (Schwimmbad-Blackout). Zudem führt eine Hyperventilation trotz gesteigerter Atemtätigkeit kaum merklich zu einer Mehraufnahme von [Sauerstoff](https://schwimmlexikon.de/sauerstoffaufnahme-vo2/).

## Quellen

- Steinacker, Tregg, Schneider, Weichenberger, Wolff, Machus, Steiner, Dehnert & Liu (2010). Hart trainiert und doch ganz schwach? Neue Aspekte zum Übertraining. Rudersymposium 2010. Abstracts, TU Dortmund

## Verwandte Begriffe

- [Glucose](https://schwimmlexikon.de/glucose/)
- [pH-Wert](https://schwimmlexikon.de/ph-wert/)
- [Lunge](https://schwimmlexikon.de/lunge/)
- [Atmung](https://schwimmlexikon.de/atmung/)
- [Gasstoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/gasstoffwechsel/)
- [Übertraining](https://schwimmlexikon.de/uebertraining/)
- [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/)
- [Belastung](https://schwimmlexikon.de/belastung/)
- [Atemfrequenz](https://schwimmlexikon.de/atemfrequenz/)
- [Atemgasanalyse](https://schwimmlexikon.de/atemgasanalyse/)
- [Atemzentrum](https://schwimmlexikon.de/atemzentrum/)
- [Ausdauer, anaerobe](https://schwimmlexikon.de/ausdauer-anaerobe-2/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2019). Kohlendioxid. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/kohlendioxid/ (abgerufen am 24. Oktober 2026).
