# Kombinationsfähigkeit, motorische

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/kombinationsfaehigkeit-motorische/
- Englisch: combinatory ability, motor
- Schlagwörter: Bewegungslehre, Koordination, Motorik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2019-11-29
- Sprache: de

Kombinationsfähigkeit, motorische (combinatory ability, motor), lat. combinatio „Verbindung unterschiedlicher Dinge“; [koordinative Fähigkeit](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-koordinative/), bereits bestehende [Bewegungshandlungen](https://schwimmlexikon.de/bewegungshandlung/)(Technikelemente) zu einer einheitlichen Handlung (→[Gesamtbewegung](https://schwimmlexikon.de/gesamtbewegung/)) zu verbinden. „Wer nicht kombiniert und variiert, der stagniert“ (HOTZ 1991). →[Technikübungen](https://schwimmlexikon.de/technikuebungen/), →[Umstellungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/umstellungsfaehigkeit/)

„Teilhandlungen (Bewegungsoperationen) laufen zumeist nacheinander, in bestimmten Fällen auch gleichzeitig ab (Bewegungskombination). Die motorische Kombinationsfähigkeit hängt im starken Maße von der motorischen [Antizipationsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/antizipation/), von der vorausschauenden Programmierung des gesamten Handlungsgefüges, ab. Die motorische Kombinationsfähigkeit spielt im Trainingsprozess einer Vielzahl von Sportarten (Spiel- und Zweikampfsportarten, Gerätturnen, Eiskunstlauf u. a.) eine wesentliche Rolle, hat darüber hinaus aber bei allen kombinierten Körperübungen eine enge Beziehung zur [Bewegungsökonomie](https://schwimmlexikon.de/bewegungsoekonomie/). In den Spiel- und Kampfsportarten äußert sich die motorische Kombinationsfähigkeit im folgerichtigen Einsatz von Handlungen und Techniken, die einen bestimmten Spiel- und Kampfverlauf ergeben. Die sportartspezifische Ausprägung und Wirkung der motorischen Kombinationsfähigkeit überwiegt gegenüber ihrem Allgemeinheitsgrad als koordinative [Leistungsvoraussetzung](https://schwimmlexikon.de/leistungsvoraussetzung/).“ (Hinz in Schnabel & Thieß, 1993, S.456)

Im Schwimmen wird die motorische Kombinationsfähigkeit besonders durch die unzähligen Möglichkeiten der Kombination von [Arm](https://schwimmlexikon.de/armbewegung/)- und [Beinbewegungen](https://schwimmlexikon.de/beinbewegung/) der verschiedenen [Schwimmarten](https://schwimmlexikon.de/sportschwimmarten/) geschult.

## Quellen

- Hotz, A. (1991). Praxis der Trainings- und Bewegungslehre. Braunschweig: Diesterweg

## Verwandte Begriffe

- [Fähigkeit, koordinative](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-koordinative/)
- [Bewegungshandlung](https://schwimmlexikon.de/bewegungshandlung/)
- [Gesamtbewegung](https://schwimmlexikon.de/gesamtbewegung/)
- [Technikübungen](https://schwimmlexikon.de/technikuebungen/)
- [Umstellungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/umstellungsfaehigkeit/)
- [Antizipation](https://schwimmlexikon.de/antizipation/)
- [Bewegungsökonomie](https://schwimmlexikon.de/bewegungsoekonomie/)
- [Leistungsvoraussetzung](https://schwimmlexikon.de/leistungsvoraussetzung/)
- [Kindesalter frühes](https://schwimmlexikon.de/kindesalter-fruehes/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2019). Kombinationsfähigkeit, motorische. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/kombinationsfaehigkeit-motorische/ (abgerufen am 4. November 2026).
