# Kurzstreckentraining

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/kurzstreckentraining/
- Englisch: short distance training
- Schlagwörter: Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2026-07-09
- Sprache: de

Kurzstreckentraining (short distance training), spezifisches Training ab Anschlusstraining zur Entwicklung von Leistungen im Schwimmen über 50/100m-Disziplinen. Die Aufnahme aller 50m-Disziplinen in die Programme von [Welt](https://schwimmlexikon.de/weltmeisterschaft/)- und [Europameisterschaften](https://schwimmlexikon.de/europameisterschaft/) führte zu einer Profilierung des  „[Sprinttrainings](https://schwimmlexikon.de/sprinttraining/)“ im Schwimmen mit folgenden Merkmalen:

Dominanz des  „Kraft-Technik-Komplexes“, die sich aus den hohen [Schwimmgeschwindigkeiten](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/) und der damit verbundenen Forderung nach hoher [Antriebsleistung](https://schwimmlexikon.de/antriebskraft/) bei minimalem [Wasserwiderstand](https://schwimmlexikon.de/wasserwiderstand/) ergibt (u.a. Raineteau et al. 2026),

ein hoher Anteil an [Starttraining](https://schwimmlexikon.de/starttraining/), da etwa ein Drittel der Wettkampfstrecke maßgeblich durch den [Start](https://schwimmlexikon.de/start/) bestimmt wird,

hohe Qualität der [Delfinbewegung](https://schwimmlexikon.de/delfinbewegung/), die immer mehr die [Übergänge](https://schwimmlexikon.de/uebergang/) bestimmt,

große [Beweglichkeit](https://schwimmlexikon.de/beweglichkeit/) und [Lockerheit](https://schwimmlexikon.de/lockerheit/) der [Arbeitsmuskulatur](https://schwimmlexikon.de/muskulatur-leistungsbestimmende/), die durch umfangreiche [Pausen](https://schwimmlexikon.de/pause/) zu sichern ist.

Überwinden der [Geschwindigkeitsbarriere](https://schwimmlexikon.de/geschwindigkeitsbarriere/) durch Training in der [Gegenstromanlage](https://schwimmlexikon.de/gegenstromanlage/) und

viele [Wettkämpfe](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/)(Marsh, 1997, Rudolph, 2002) und relative hoher Anteil von Schwimmen im wettkampfnahen Bereich ([WA](https://schwimmlexikon.de/wettkampfspezifische-ausdauer-wa/), [HIT](https://schwimmlexikon.de/hochintensitaetstraining-hit/), [SA](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsausdauer-sa/)) (Papadimitriou et al. 2026).

Da ein gutes [GA-Niveau](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer/) eine schnellere [Wiederherstellung](https://schwimmlexikon.de/wiederherstellung/) der für [Schnelligkeitsleistungen](https://schwimmlexikon.de/9270-2/) erforderlichen Energiespeicher bewirkt, spielt das [Ausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) auch für den [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) eine große Rolle, besonders in der Bewältigung kurzzeitig aufeinanderfolgender Wettkämpfe (Vor–Endlauf-Verhalten). Schwimmen bleibt auch für den Sprinter eine Ausdauersportart! Allerdings

In [Trainingseinheiten](https://schwimmlexikon.de/trainingseinheit-te/) mit einem Mix von Sprint- und Ausdauertraining war der mittlere [Laktat](https://schwimmlexikon.de/laktat/)-Wert höher, wenn mit wiederholten Sprints begonnen wurde als bei umgekehrter Reihenfolge. Die anaerob-aerobe Reihenfolge verstärkt im Vergleich zur umgekehrten Reihenfolge die Laktatwerte und erhöht die wahrgenommene [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/), jedoch nicht die objektive Trainingsbelastung (Nikitakis et al. 2025).

Auch die weit verbreitete Auffassung,  „Sprinter“ müssten weniger trainieren, ist falsch. Sie schwimmen zwar weniger Kilometer, benötigen aber für das Training von Start und Wende, den höheren Anteil intensiven und athletischen Trainings sowie größere Erholungsphasen mehr Zeit. Schwimmer verbesserten mit der Kombination "[Allgemeine Kraft](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-allgemeines/)" + [Intervalltraining](https://schwimmlexikon.de/intervalltraining/) im Wasser" ihre Kraulleistungen und [biomechanischen](https://schwimmlexikon.de/merkmale-biomechanische/) Variablen innerhalb eines [Mesozyklus](https://schwimmlexikon.de/mesozyklus-mez/) als nur mit Sprintschwimmen (Arsoniadis et al. 2024). Somit sollten „Sprinter“ im [Hochleistungstraining](https://schwimmlexikon.de/hochleistungstraining-hlt/) mindestens 800 Stunden pro Jahr und 900-1000 km trainieren. Andrerseits haben ältere Schwimmer, die ein umfangreiches "Kachelzählen" hinter sich hatten, mit einem rikorosen Wechsel der Trainingsmethode noch einmal erfolgreich "zugeschlagen". Ein typisches Beispiel ist der Olympiasieger von 2024 McEvoy, der teilweise wöchentlich nur 3 km schwamm, verbunden mit vielseitigen Aktivitäten an Land (Walsh in foxsports.com.au vom 3.08.24). →[Schnelligkeitstraining](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitstraining/), →[USRPT](https://schwimmlexikon.de/usrpt/), →[race-pace-Training](https://schwimmlexikon.de/race-pace-training/)

Exkurs: Studien mit Leistungsschwimmern zeigten, dass die kombinierte Intervention von Probiotika und [Omega-3](https://schwimmlexikon.de/fettsaeuren/) mit USRPT zu signifikanten Leistungsverbesserungen über 50/100m-[Freistil](https://schwimmlexikon.de/freistilschwimmen/) führte (Maymandinejad et al. 2025, Imanian et al. 2025). Eine Studie von Holup et al. (2025) bestätigt, dass gezieltes [Athletiktraining](https://schwimmlexikon.de/athletiktraining/) ([Vertikalsprung](https://schwimmlexikon.de/vertikalsptung/) und [Schwimmbank](https://schwimmlexikon.de/schwimmbank/)) die Leistung von Wettkampfschwimmern verbessert und [Trainern](https://schwimmlexikon.de/trainer/) eine zugängliche Möglichkeit bieten, den Fortschritt der Athleten zu verfolgen. Eine Megaanalyse bei Schwimmern zeigte, dass das Training der [Rumpfstabilität](https://schwimmlexikon.de/rumpfstabilisation/) am effektivsten für die 50-m-Sprinter war (Shunfang et al. 2025).

## Quellen

- Arsoniadis, Chalkiadakis & Toubekis (2024). Concurrent sprint swimming interval and dryland training: Performance and biomechanical variable changes within a mesocycle. Applied Sciences, 14 (6), 2403. Zugriff am 25.07.25 unter https://doi.org/10.3390/app14062403. https://doi.org/10.3390/app14062403
- Papadimitriou, Margaritelis & Tsalis (2026). One sprinter, two olympic preparations: a single-athlete longitudinal observational study of training-intensity distribution and implications for future 50 m events. Sports, 14 (1), 23. Zugriff am 04.03.2026 unter https://doi.org/10.3390/sports14010023. https://doi.org/10.3390/sports14010023
- Shunfang, Jinglingi, Pengpeng & Menglong (2025). The effects of core stability training on swimming performance in youth swimmers: a systematic review and meta-analysis. BMC Sports Science, Medicine and Rehabilitation, 17, 327. Zugriff am 13.02.2026 unter https://doi.org/10.1186/s13102-025-01366-1. https://doi.org/10.1186/s13102-025-01366-1

## Verwandte Begriffe

- [Weltmeisterschaft](https://schwimmlexikon.de/weltmeisterschaft/)
- [Europameisterschaft](https://schwimmlexikon.de/europameisterschaft/)
- [Sprinttraining](https://schwimmlexikon.de/sprinttraining/)
- [Schwimmgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/)
- [Antriebskraft](https://schwimmlexikon.de/antriebskraft/)
- [Wasserwiderstand](https://schwimmlexikon.de/wasserwiderstand/)
- [Starttraining](https://schwimmlexikon.de/starttraining/)
- [Start](https://schwimmlexikon.de/start/)
- [Muskelleistungsschwelle](https://schwimmlexikon.de/muskelleistungsschwelle/)
- [Sprint-assisted-Training](https://schwimmlexikon.de/sprint-assisted-training/)
- [Schnelligkeitstraining](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitstraining/)
- [Schwimmen, angebundenes](https://schwimmlexikon.de/schwimmen-angebundenes/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2026). Kurzstreckentraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/kurzstreckentraining/ (abgerufen am 4. November 2026).
