# Lendendarmbeinmuskel

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/lendendarmbeinmuskel/
- Schlagwörter: Anatomie, Physiotherapie, Sportmedizin
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2020-03-14
- Sprache: de

Lendendarmbeinmuskel (m. iliopsoas), zweiteiligiger [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskel/), einmal als Lendenmuskel von den Lendenwirbeln bis zum kleinen Rollhügel des Oberschenkelknochens, zum anderen als Darmbeinmuskel von der Darmbeinschaufel zum gleichen Ansatz. Er ist der stärkste Beuger des Spielbeines (Bein ohne Bodenkontakt) im [Hüftgelenk](https://schwimmlexikon.de/hueftgelenk/) und somit der beim Gehen, Laufen und Springen am meisten beanspruchte Muskel. Er ist aber auch wichtig für die [Stabilisation](https://schwimmlexikon.de/stabilisierung/) des [Beckens](https://schwimmlexikon.de/becken/) und damit für die [Körperlage](https://schwimmlexikon.de/koerperlage/) beim Schwimmen (→[Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/)), ferner für das Anziehen der Beine beim [Brustschwimmen](https://schwimmlexikon.de/brustschwimmen/). Durch seine umfassende Belastung ist er oft [verkürzt](https://schwimmlexikon.de/muskelverkuerzung/), was an einer [Hyperlordosierung](https://schwimmlexikon.de/hyperlordose/) der Lendenwirbelsäule erkennbar sei. In diesem Fall solle die [Bauchmuskulatur](https://schwimmlexikon.de/bauchmuskulatur/) gekräftigt und der Iliopsoas gedehnt werden. Allerdings gibt es erste Entgegnungen, da es keine empirischen oder anatomisch-physiologischen Belege für die Schädigung der Lendenwirbelsäule durch ein Mittrainieren des m. iliopsoas gäbe. Dagegen wurde die hohe Trainingswirkung von [Sit-ups](https://schwimmlexikon.de/sit-ups/), „Klappmessern“ und anderen klassischen Bauchmuskelübungen empirisch nachgewiesen. Zudem belegen Studien, dass die Aktivität des Hüftbeugers nicht die der Bauchmuskulatur übertrifft (Bachmann, 2004).

## Quellen

- Weir, Brukner, Delahunt, Ekstrand, Griffin, Khan, Lovell, Meyers, Muschaweck, Orchard, Paajanen, Philippon, Reboul, Robinson, Schache, Schilders, Serner, Silvers, Thorborg, Tyler, Verrall, de Vos, Vuckovic & Hölmich (2015). Doha agreement meeting on terminology and definitions in groin pain in athletes. British Journal of Sports Medicine (49)12, 768-774

## Verwandte Begriffe

- [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskel/)
- [Hüftgelenk](https://schwimmlexikon.de/hueftgelenk/)
- [Stabilisierung](https://schwimmlexikon.de/stabilisierung/)
- [Becken (Anatomie)](https://schwimmlexikon.de/becken/)
- [Körperlage](https://schwimmlexikon.de/koerperlage/)
- [Wasserlage](https://schwimmlexikon.de/wasserlage/)
- [Brustschwimmen](https://schwimmlexikon.de/brustschwimmen/)
- [Muskelverkürzung](https://schwimmlexikon.de/muskelverkuerzung/)
- [Bauchmuskeltraining](https://schwimmlexikon.de/bauchmuskeltraining/)
- [Hüftbeugemuskel](https://schwimmlexikon.de/hueftbeugemuskel/)
- [Hüftlendenmuskel](https://schwimmlexikon.de/hueftlendenmuskel/)
- [Hyperlordose](https://schwimmlexikon.de/hyperlordose/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Lendendarmbeinmuskel. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/lendendarmbeinmuskel/ (abgerufen am 23. Oktober 2026).
