# Magnesium

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/magnesium/
- Schlagwörter: Biochemie, Ernährung, Physiologie, Regeneration, Sportmedizin
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2020-04-18
- Sprache: de

Magnesium (magnesium) (Mg), chem. Element, das als [essentieller](https://schwimmlexikon.de/essentiell/) Faktor zahlreicher intrazellulärer Prozesse (z.B. Membranstabilisierung) für [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskeltonus/)- und [Nervenfunktionen](https://schwimmlexikon.de/nervensystem/) bedeutungsvoll ist. Magnesium wirkt als physiologischer [Kalzium](https://schwimmlexikon.de/kalzium/)-Kanal-Blocker. Es ist in Milch, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse enthalten. Magnesiummangel durch Fehlernährung oder „[Gewichtmachen](https://schwimmlexikon.de/gewichtmachen/)“ kann zu reduzierter [Leistungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-energetische/) und einem gestörten [Energiestoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel/) führen.

Die Häufigkeit von Magnesiummangel wird bei Sportlern zu 65% geschätzt (Saur 2004). Bei männlichen Schwimmern war das Plasma-Magnesium am Ende des Trainings signifikant vermindert (Skipka & Künstlinger 2001). Offen ist aber noch, ob die [Supplementierung](https://schwimmlexikon.de/supplement/) von Magnesium die sportliche Leistung steigert. Da ein hoher Magnesiumspiegel die [Nervenleitgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/nervenleitgeschwindigkeit/) verringert ( „Antagonist“ zu Kalzium), kann er besonders [Sprintleistungen](https://schwimmlexikon.de/sprintschnelligkeit/) negativ beeinflussen. Bei hohen [Ausdauerumfängen](https://schwimmlexikon.de/ausdauertraining/) wird eine tägliche Zufuhr von 0,2 mmol/kg empfohlen. Dabei ist eine ausgewogene [Ernährung](https://schwimmlexikon.de/sporternaehrung/) einer Einzelsupplementation vorzuziehen (Saur 2004), wobei der Mineralstatus bei der Herausbildung von Maximalleistungen sehr wichtig ist (Lukaski et al. 1996). →[Mineralstoffe](https://schwimmlexikon.de/mineralstoffe/)

 

 

## Quellen

- Lukaski, Siders, Hoverson & Gallagher (1996). Iron, copper, magnesium and zinc status as predictors of swimming performance. International Journal of Sports Medicine (17)7, 535-540
- Saur, P. (2004). Magnesium und Sport. Dt.Z. für Sportmedizin, 1/23/24
- Skipka & Künstlinger (2001). Physiological reactions during and after training in swimming. Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001, Köln Sport und Buch Strauß

## Verwandte Begriffe

- [essentiell](https://schwimmlexikon.de/essentiell/)
- [Muskeltonus](https://schwimmlexikon.de/muskeltonus/)
- [Nervensystem](https://schwimmlexikon.de/nervensystem/)
- [Kalzium](https://schwimmlexikon.de/kalzium/)
- [Gewichtmachen](https://schwimmlexikon.de/gewichtmachen/)
- [Leistungsfähigkeit, energetische](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-energetische/)
- [Energiestoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/energiestoffwechsel/)
- [Supplement](https://schwimmlexikon.de/supplement/)
- [Blutbild](https://schwimmlexikon.de/blutbild/)
- [Elektrolyt](https://schwimmlexikon.de/elektrolyt/)
- [Erregbarkeit, neuromuskuläre](https://schwimmlexikon.de/erregbarkeit-neuromuskulaere/)
- [Mineralstoffe](https://schwimmlexikon.de/mineralstoffe/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Magnesium. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/magnesium/ (abgerufen am 13. Oktober 2026).
