# Maximalkrafttraining

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/maximalkrafttraining/
- Schlagwörter: Krafttraining, Methode
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2025-12-20
- Sprache: de

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Maximalkrafttraining (maximal strengh training), [Training](https://schwimmlexikon.de/training/) zur Steigerung der [Maximalkraft](https://schwimmlexikon.de/maximalkraft/) bei [Widerständen](https://schwimmlexikon.de/last/) von 60% (Anfänger) bis 90% der individuellen Maximallast (Fortgeschrittene), da sonst kein Zuwachs ([Muskelhypertrophie](https://schwimmlexikon.de/muskelhypertrophie/)) erreicht wird. Je nach Zielstellung werden [Muskelquerschnitt](https://schwimmlexikon.de/muskelquerschnitt/) smethoden von neuronalen Aktivierungsmethoden ([IK-Training](https://schwimmlexikon.de/ik-training/)) unterschieden, dabei sollte in jeder [Trainingseinheit](https://schwimmlexikon.de/trainingseinheit-te/) bis zur muskulären [Erschöpfung](https://schwimmlexikon.de/erschoepfung/) gearbeitet werden. Die Lasten können konstant oder progressiv gesetzt werden. Im [Leistungssport](https://schwimmlexikon.de/leistungssport/) scheint die [Mehrsatz-Method](https://schwimmlexikon.de/mehrsatztraining/) e der [Ein-Satz-Methode](https://schwimmlexikon.de/einsatztraining/) überlegen zu sein (→[Satztraining](https://schwimmlexikon.de/satztraining/)). Während die Belastung vorrangig über Widerstand (Gewicht) und Anzahl der Wiederholungen gesteuert wird, es gibt es mittlerweile einen anderen Ansatz: geschwindigkeitsbasiertes Krafttraining (Dunst & Nienhaus, 2025).  

Schwimmer sollten zu Beginn eines [Makrozyklus](https://schwimmlexikon.de/makrozyklus-maz/) (insbesondere am Anfang des [Trainingsjahres](https://schwimmlexikon.de/trainingsjahr/)) eine [Muskelhypertrophie](https://schwimmlexikon.de/muskelhypertrophie/) anstreben ([Muskelaufbautraining](https://schwimmlexikon.de/muskelaufbautraining/)) und das Niveau dann über die folgenden Makrozyklen durch [Erinnerungsreize](https://schwimmlexikon.de/erinnerungsreiz/) halten. Darauf aufbauend sollten besonders [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) mehr die IK-Methode anwenden. Prinzipiell ist ein [dynamisches Maximalkrafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-dynamisches/) dem [statischen Maximalkrafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-statisches/) vorzuziehen. Hierbei sind [isokinetische Trainingsgeräte](https://schwimmlexikon.de/krafttrainingsgeraet-isotonisches/) zu bevorzugen. Eine Muskelhypertrophie kann nach einem zehn bis zwölfwöchigen Training mit 2-3 TE/Woche (bei größeren Umfängen pro Woche auch in vier bis sechs Wochen) erwartet werden. Maximalkrafttraining mit großen Lasten setzt eine gute [Rumpfstabilisation](https://schwimmlexikon.de/rumpfstabilisation/), entsprechende Sicherheitsmaßnahmen und das Beherrschen der Technik voraus (s. Tab.).

Exkurs: 2016 stellte der [DSV](https://schwimmlexikon.de/deutscher-schwimmverband-dsv/) ein Kraftkonzept mit fünf Schwerpunkten vor:  1. [Hypertrophietraining](https://schwimmlexikon.de/hypertrophiemethode/) und Maximalkrafttraining wirken indirekt leistungsfördernd. 2. Hypertrophietraining und Maximalkrafttraining wirken direkt leistungsfördernd. 3. [Kraftausdauertraining](https://schwimmlexikon.de/kraftausdauertraining/) an Land ist nicht Teil des DSV-Kraftkonzeptes. 4. "[Spezifisches Krafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-spezifisches/) an Land (z. B. [Biobank](https://schwimmlexikon.de/biobank/)) ist nicht Teil des DSV-Kraftkonzeptes. 5. Isoliertes [Rumpfkrafttraining](https://schwimmlexikon.de/rumpfkraft/) ist nur teilweise Bestandteil des Kraftkonzepts (Wirth et al. 2016).                                                                                                                            Ein Kraftkonzept für Schwimmer sollte die Komplexität der Anforderungen im Schwimmen an die Kraftfähigkeiten berücksichtigen. Die Gliederung macht nicht den Eindruck eines "Übersehens" wesentlicher Bereiche des Kraftrainings im Schwimmen, sondern wird von erfahrenen Trainern und Wissenschaftlern als Affront verstanden.

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## Quellen

- Dunst & Nienhaus (2025). Chancen eines geschwindigkeitsbasierten Krafttrainings. Leichtathletiktraining, 36 (7), 41-45.
- Wirth, Fuhrmann, Jankowski, Kunz & Lambertz (2016). DSV-Kraftkonzept 2016. Swim & more, 11, 10-11

## Verwandte Begriffe

- [Training](https://schwimmlexikon.de/training/)
- [Maximalkraft](https://schwimmlexikon.de/maximalkraft/)
- [Last](https://schwimmlexikon.de/last/)
- [Muskelhypertrophie](https://schwimmlexikon.de/muskelhypertrophie/)
- [Muskelquerschnitt](https://schwimmlexikon.de/muskelquerschnitt/)
- [IK-Training](https://schwimmlexikon.de/ik-training/)
- [Trainingseinheit (TE)](https://schwimmlexikon.de/trainingseinheit-te/)
- [Erschöpfung](https://schwimmlexikon.de/erschoepfung/)
- [Anpassungsphase](https://schwimmlexikon.de/anpassungsphase/)
- [Atemtechnik](https://schwimmlexikon.de/atemtechnik/)
- [ATP-Mangel-Theorie](https://schwimmlexikon.de/atp-mangel-theorie/)
- [Azidose](https://schwimmlexikon.de/azidose/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2025). Maximalkrafttraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/maximalkrafttraining/ (abgerufen am 10. Oktober 2026).
