# Motorik

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/motorik/
- Englisch: motorics
- Schlagwörter: Bewegungslehre, Motorik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2020-10-26
- Sprache: de

Motorik (motorics), Gesamtheit [willkürlicher Bewegungen](https://schwimmlexikon.de/willkuerbewegungen/), die auf Funktionen des sensorischen (→[Sensomotorik](https://schwimmlexikon.de/sensomotorik/)) und [neuromuskulären Systems](https://schwimmlexikon.de/system-neuromuskulaeres/) beruhen und [Haltung](https://schwimmlexikon.de/koerperhaltung/) und [Bewegung](https://schwimmlexikon.de/bewegung/) des Menschen sichern (→Motorcortex). Die Motorik des Menschen ist ein Produkt seiner Natur- und Sozialgeschichte (Kirchner & Pöhlmann, 2005). Man unterscheidet Arbeitsmotorik von Alltags-, Ausdrucks- und [Sportmotorik](https://schwimmlexikon.de/sportmotorik/). →[Fähigkeiten, motorische,](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-motorische/) →[motorische Leistungsfähigkeit,](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-motorische/)

Exkurs: Während meines Studiums in den 60iger Jahren propagierte man noch das "beste Lernalter" bei Kindern.  Dem lag die Theorie zugrunde, dass die Neuroplastizität des Gehirns lediglich in der frühkindlichen Entwicklungsphase beobachtet werden könnte, wohingegen das Gehirn im Erwachsenenalter "fest verdrahtet" sei. Durch den Einsatz sogenannter nicht invasiver, bildgebender Verfahren (z. B. EEG oder MRT) wissen wir aber, dass das Gehirn bis ins hohe Erwachsenenalter durch Lernen und Training formbar und schnell adaptierend ist (Ragert 2007).

„Unter Einschluss seiner Veränderungsmöglichkeiten ist das motorische Verhalten nahezu unbegrenzt. Es ähnelt der aus der Erdbebenforschung nach oben hin offenen Richter-Skala.“ (Kirchner & Pöhlmann, 2005, S.89)

## Quellen

- Kirchner & Pöhlmann (2005). Lehrbuch der Sportmotorik. Lehrbuch der Uni Kassel 2005
- Ragert, P. (2007). Neuroscience meets Sport: Wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden können, um motorische Leistung zu steigern. In: Technologien im Leistungssport 2: Tagungsband zur 18. Frühjahrsschule am 13./14. April 2016 in Leipzig. Meyer & Meyer Aachen

## Verwandte Begriffe

- [Willkürbewegungen](https://schwimmlexikon.de/willkuerbewegungen/)
- [Sensomotorik](https://schwimmlexikon.de/sensomotorik/)
- [System, neuromuskuläres](https://schwimmlexikon.de/system-neuromuskulaeres/)
- [Körperhaltung](https://schwimmlexikon.de/koerperhaltung/)
- [Bewegung](https://schwimmlexikon.de/bewegung/)
- [Sportmotorik](https://schwimmlexikon.de/sportmotorik/)
- [Fähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-motorische/)
- [Leistungsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-motorische/)
- [Audiomotorik](https://schwimmlexikon.de/audiomotorik/)
- [Basalganglien](https://schwimmlexikon.de/basalganglien/)
- [Beweglichkeit](https://schwimmlexikon.de/beweglichkeit/)
- [Bewegungslehre](https://schwimmlexikon.de/bewegungslehre/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Motorik. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/motorik/ (abgerufen am 22. Oktober 2026).
