# Nachbelastung

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/nachbelastung/
- Schlagwörter: Belastung, Physiologie, Training
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2020-12-04
- Sprache: de

Nachbelastung (afterload,; warm down), eigentlich finanztechnischer Begriff (Nachgebühr); in der [Physiologie](https://schwimmlexikon.de/physiologie/) die Arbeit des [Herzens](https://schwimmlexikon.de/sportherz/) die Wandspannung, die den end[diastolischen](https://schwimmlexikon.de/diastole/) Aorten- bzw. Pulmonalisdruck (bzw. Widerstand) zu überwinden vermag.

In der Trainingspraxis gebräuchlich als eine nach einer [Belastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) erfolgenden [Entlastung](https://schwimmlexikon.de/entlastung/) ("nach der Belastung“), die passiv oder aktiv erfolgen kann, wie z.B. durch [Ausschwimmen](https://schwimmlexikon.de/ausschwimmen-2/). Für die [Trainingssteuerung](https://schwimmlexikon.de/trainingssteuerung/) die [Pause](https://schwimmlexikon.de/pause/)/Ruhephase, um physiologische [Parameter](https://schwimmlexikon.de/parameter/) zu erfassen, die Rückschlüsse auf die [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) und den [Trainingszustand](https://schwimmlexikon.de/trainingszustand/) erlauben (Nachbelastungs-Kinetik). Das Ausschwimmen sollte erst beendet werden, wenn die Herzfrequenz konstant auf 90 bis 100 Schlägen/min beharrt oder der [Laktatspiegel](https://schwimmlexikon.de/ruhelaktat/) wieder auf unter 3 mmol/l zurückgegangen ist (Pyne 1997). Dabei werden die zu ermittelnden Kenngrößen neben Alter, Trainingszustand und Geschlecht maßgeblich von der zuvor erfolgten Trainingsbelastung bestimmt. So zeigten Kinder im Schwimmen vor und nach der Trainingsphase signifikant niedrigere Nachbelastungs-Laktat-, Ammoniak- und Katecholaminwerte als erwachsene Schwimmer (Prado 1999). Gegensatz: →[Vorbelastung](https://schwimmlexikon.de/senkentest/)

Exkurs: Taubert & Krug (2018) untersuchten verschiedene Intensivierungsstrategien zum [motorischen Lernen](https://schwimmlexikon.de/lernen-motorisches/), hier besonders eine Nachbelastungsstrategie für das [Techniktraining](https://schwimmlexikon.de/techniktraining/). Dadurch könne der [Trainer](https://schwimmlexikon.de/trainer/) auf instabile Leistungsveränderungen beim [Neulernen](https://schwimmlexikon.de/neulernen/) einer Bewegungstechnik flexibel reagieren. Labor- und Feldstudien bestätigen die positive Wirkung einer Nachbelastung beim sportmotorischen Lernen.

## Quellen

- Prado, L.S. (1999). Different lactate, ammonia and catecholamine metabolism in children and adults after supramaximal exercise in swimming. Biomechanics and Medicine in Swimming VIII, 407-412

## Verwandte Begriffe

- [Physiologie](https://schwimmlexikon.de/physiologie/)
- [Sportherz](https://schwimmlexikon.de/sportherz/)
- [Diastole](https://schwimmlexikon.de/diastole/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Entlastung](https://schwimmlexikon.de/entlastung/)
- [Ausschwimmen-WK](https://schwimmlexikon.de/ausschwimmen-2/)
- [Trainingssteuerung](https://schwimmlexikon.de/trainingssteuerung/)
- [Pause](https://schwimmlexikon.de/pause/)
- [Muskelkater](https://schwimmlexikon.de/muskelkater/)
- [Nachatmung](https://schwimmlexikon.de/nachatmung/)
- [Wettkampfernährung](https://schwimmlexikon.de/wettkampfernaehrung/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2020). Nachbelastung. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/nachbelastung/ (abgerufen am 1. November 2026).
