# Prohormone

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/prohormone/
- Schlagwörter: Biochemie, Doping, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2022-03-20
- Sprache: de

Prohormone (prohormone), „leichte [Steroide](https://schwimmlexikon.de/steroide/)“ Hormonvorläufer, die selbst noch keine oder kaum hormonelle Wirkung zeigen, sondern im [Stoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/stoffwechsel/) erst zu einem [Hormon](https://schwimmlexikon.de/hormone/) umgewandelt werden müssen (Wikipedia). Aber sie unterliegen aufgrund Ihrer Hormonstruktur in Deutschland dem Arzneimittelgesetz. Zu den Prohormonen zählen: Androstendion, Androstendiol, DHEA, Stano/Stanozol, Superdrol/S-Drol, Epistande, Tren/Trenevol, M1T/ -1-Testosteron und [Nandrolon](https://schwimmlexikon.de/nandrolon/). Sie sind allesamt lt. Reglement der [WADA](https://schwimmlexikon.de/wada/) verboten (→[Dopingliste](https://schwimmlexikon.de/dopingliste/)).

Exkurs: Die Supplementierung mit Prohormonen ist beliebte Praxis geworden. Im Gegensatz zu synthetischen [anabol](https://schwimmlexikon.de/steroide-anabole/)-androgenen Steroiden werden viele dieser frei verkäuflichen [Androgene](https://schwimmlexikon.de/androgene/) [endogen](https://schwimmlexikon.de/endogen/) durch adrenale (Nebennieren betreffend), gonadale (Geschlechtsdrüsen betreffend) und periphere [steroid](https://schwimmlexikon.de/steroide/) ogene Wege als Teil des normalen sexuellen und reproduktiven hormonellen Milieus produziert und als [Nahrungsergänzungsmittel](https://schwimmlexikon.de/nahrungsergaenzungsmittel-nem/) angeboten. Im Gegensatz zu den Behauptungen des Marketings deuten die bisherigen Forschungsergebnisse darauf hin, dass deren Verwendung weder anabole noch ergogene (leistungsfördernde) Wirkungen hat. Außerdem kann die Einnahme von Prohormon-Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko negativer gesundheitlicher Folgen erhöhen (Schänzer, 2002; Ziegenfuss, et al. 2002; Brown et al. 2006). Deshalb wird vor deren Missbrauch besonders im Kinder- und Jugendtraining gewarnt, zumal die Testosteronvorläufer von den meisten großen Sportorganisationen verboten sind (Smurawa & Congeni, 2007).

## Quellen

- Smurawa & Congeni (2007). Testosterone precursors: Use and abuse in pediatric athletes. Pediatric Clinics of North America (54)4, 787-796

## Verwandte Begriffe

- [Steroide](https://schwimmlexikon.de/steroide/)
- [Stoffwechsel](https://schwimmlexikon.de/stoffwechsel/)
- [Hormone](https://schwimmlexikon.de/hormone/)
- [Nandrolon](https://schwimmlexikon.de/nandrolon/)
- [WADA](https://schwimmlexikon.de/wada/)
- [Dopingliste](https://schwimmlexikon.de/dopingliste/)
- [Steroide, anabole](https://schwimmlexikon.de/steroide-anabole/)
- [Androgene](https://schwimmlexikon.de/androgene/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). Prohormone. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/prohormone/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).
