# Psychoanalyse

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/psychoanalyse/
- Englisch: psychoanalysis
- Schlagwörter: Methodik, Psychologie, Psychotherapie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2022-03-28
- Sprache: de

Psychoanalyse (psychoanalysis), 1. von FREUD 1896 eingeführte [Methode](https://schwimmlexikon.de/methode/) der [Psychotherapie](https://schwimmlexikon.de/psychotherapie/), wonach [Neurosen](https://schwimmlexikon.de/neurose/) Lösungsversuche sind von einem in der [Kindheit](https://schwimmlexikon.de/kindheit/) erlebten [Konflikt](https://schwimmlexikon.de/konflikt/), der nicht verarbeitet werden konnte.  (u.a. [Ödipus-Komplex](https://schwimmlexikon.de/oedipuskomplex/)), 2. [Theorie](https://schwimmlexikon.de/theorie/) zur Beschreibung allgemeiner Gesetzmäßigkeiten menschlichen Erlebens und [Verhaltens](https://schwimmlexikon.de/verhalten/) mit den Kernstücken: Triebmodell, Modell des psychischen Apparates, Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung und eine spezielle Neurosenlehre (Psychologisches Wörterbuch 2004). Die Psychoanalyse Freud‘scher Prägung („Couch“) wurde von der Verhaltenstherapie abgelöst, die auf die Gedankenwelt des Patienten gerichtet ist und auch zeitlich (und damit finanziell) viel ökonomischer ist. Allerdings besteht aufgrund der neurobiologischen Forschung kein Zweifel, dass seelisches Leben von unbewussten Vorgängen gesteuert wird. Gut einhundert Jahre, nachdem Freud seine Psychoanalyse zu entwickeln begann, spricht die Forschung mehr und mehr für ihn. Und die Psychoanalyse wird plötzlich wieder zeitgemäß ([https://www.deutschlandfunkkultur.de/ist-die-psychoanalyse-noch-zeitgemaess-100.html](https://www.deutschlandfunkkultur.de/ist-die-psychoanalyse-noch-zeitgemaess-100.html)- Zugriff 28.03.22). →Burnout; →Depression

Empfehlungen für die Praxis (Claussen et al. 2015, S. 1049):

Eine geringere Häufigkeit psychischer [Erkrankungen](https://schwimmlexikon.de/erkrankung/) bei Leistungssportlern im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung wurde lange Zeit angenommen. Dies hat mit zu einer Unterentwicklung spezialisierter, psychiatrisch und psychotherapeutischer Behandlungsangebote und -einrichtungen geführt.Psychische Probleme und Erkrankungen kommen im [Leistungssport](https://schwimmlexikon.de/leistungssport/) mindestens genauso häufig vor wie in der Allgemeinbevölkerung. Darüber hinaus gibt es deutliche Hinweise auf eine Sportspezifität psychischer Erkrankungen wie auch geschlechts- und sportartenspezifische Häufungen.In der Intervention bei Leistungssportlern sind Anpassungen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik und Behandlung nötig. So bedarf es mitunter, bedingt durch Training und [Wettkämpfe](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/), einer hohen Flexibilität des Behandlers, auch müssen bei der Gabe von [Medikamenten](https://schwimmlexikon.de/medikament/) zusätzlich die [Dopingregularien](https://schwimmlexikon.de/anti-doping-ordnung/) beachtet werden.Die Sportpsychiatrie und -psychotherapie ist eine junge Spezialisierung innerhalb der Psychiatrie, die unter anderem Forschung, Diagnostik, Behandlung und [Prävention](https://schwimmlexikon.de/praevention/) psychischer Erkrankungen im Leistungssport adressiert. Sie zielt aber auch darauf, die psychische [Gesundheit](https://schwimmlexikon.de/gesundheit/) zu fördern und dadurch die [Leistungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/leistungsfaehigkeit-sportliche/) der Sportler zu steigern.

Exkurs: Ein Anstoß zur verstärkten Hinwendung zur Verhaltenstherapie im Leistungssport war der Suizid des deutschen Torwarts Robert Enke im Jahr 2009. In dessen Folge wurde innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Psych­iatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) das Referat „Sportpsychiatrie und -psychotherapie“ gegründet. Ziel des Referats besteht in der Prävention, Behandlung und Erhaltung der seelischen Gesundheit im Leistungssport sowie in der Erforschung und besseren Integration der Sport und Bewegungstherapie in die Behandlung psychischer Erkrankungen.

Die Couch des Psychoanalytikers ist das Klo für die Seele. Sigbert Latzel (1931*) dt. Schriftsteller

## Quellen

- Claussen, Ewers, Schnyder, Frey, Schmied & Milos (2015). Psychische Probleme und Erkrankungen im Leistungssport. SWISS MEDICAL FORUM – SCHWEIZERISCHES MEDIZIN-FORUM 2015;15(45):1044–1049

## Verwandte Begriffe

- [Methode](https://schwimmlexikon.de/methode/)
- [Psychotherapie](https://schwimmlexikon.de/psychotherapie/)
- [Neurose](https://schwimmlexikon.de/neurose/)
- [Kindheit](https://schwimmlexikon.de/kindheit/)
- [Konflikt](https://schwimmlexikon.de/konflikt/)
- [Ödipuskomplex](https://schwimmlexikon.de/oedipuskomplex/)
- [Theorie](https://schwimmlexikon.de/theorie/)
- [Verhalten](https://schwimmlexikon.de/verhalten/)
- [Es](https://schwimmlexikon.de/es/)
- [Fixierung](https://schwimmlexikon.de/fixierung/)
- [Ich](https://schwimmlexikon.de/ich/)
- [Mentalcoach](https://schwimmlexikon.de/mentalcoach/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). Psychoanalyse. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/psychoanalyse/ (abgerufen am 23. Oktober 2026).
